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Zur Neuigkeit
Bischof Dr. Rudolf Voderholzer besucht die Pfarrei Loizenkirchen
Tauferneuerung der Kommunionkinder
Loizenkirchen, 22. Februar 2026
Einen besonderen Festtag erlebte die Pfarrei St. Dionysius Loizenkirchen im Dekanat Landshut: Erstmals besuchte Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer die Pfarrgemeinde und feierte gemeinsam mit zahlreichen Gläubigen ein festliches Pontifikalamt. Der Kirchenchor Loizenkirchen gestaltete unter der Leitung von Organistin Heidi Kiermeier-Hofer und Otto Wagmann den Gottesdienst musikalisch mit Liedern der Fastenzeit und verlieh der Feier einen würdigen Rahmen.
Herzliches Willkommen und Zeichen der Verbundenheit
Pfarrer Franz Speckbacher, Vorsitzender der Pfarreiengemeinschaft Gerzen-Loizenkirchen-Aham, begrüßte den Regensburger Bischof im Namen der Gemeinde. Weltweit bete die Kirche am ersten Fastensonntag um die Gnade der Erkenntnis, sagte der Pfarrer, und verband damit die Freude darüber, durch den Besuch des Bischofs im Glauben gestärkt und Christus nähergeführt zu werden. Als Nachfolger der Apostel verkünde dieser die Frohbotschaft, die aus Gottes Mund hervorgehe.
Besonders willkommen hieß Pfarrer Speckbacher auch Monsignore Walter Wenninger, der nach dem überraschenden Tod von Pater Joseph Sibi der Gemeinde als bereitwillige Aushilfe eng verbunden sei. Bischof Rudolf Voderholzer betonte in seiner Begrüßung, dass die Pfarrei mit Pfarrer Bala Swamy Kotte einen würdigen Nachfolger für Pater Sibi erhalten habe.
„Woher kommt das Böse?“ – Predigt im Zeichen der Fastenzeit
Im Mittelpunkt der Predigt des Diözesanbischofs standen das Tagesevangelium (Mt 4,1–11) sowie die Lesungen aus dem Buch Genesis und dem Römerbrief (Gen 2,7–9; 3,1–7 und Röm 5,12–19). Diese führten, so der Bischof, mitten hinein in das Zentrum des christlichen Glaubens. An die anwesenden Kommunionkinder gewandt, fragte er: „Wovon haben Adam und Eva gegessen?“ Nachdem verschiedene Früchte genannt worden waren, erinnerte er daran, dass im Evangelium lediglich von „einer Frucht des Baumes“ die Rede sei. Die verbreitete Darstellung des Apfels gehe auf das lateinische Wort „malum“ zurück, das sowohl Apfel als auch das Böse bedeute.
In der biblischen Erzählung gehe es nicht um die Bestrafung eines Obstdiebstahls, sondern um die grundlegende Menschheitsfrage nach Ursprung und Erfahrung des Bösen. Die Bibel zeige, dass von Anfang an etwas schiefgelaufen sei: Der Mensch, von Gott sehr gut geschaffen, wolle selber wie Gott sein, selbst bestimmen, was gut und böse ist, und sich nicht mehr von Gott leiten lassen. Gottes Weisung und Zuwendung würden dadurch beiseitegeschoben, erklärte Bischof Rudolf. Und damit beginnen Hass und Streit, und der Tod wird als beängstigend und als drohende Vernichtung erfahren.
Jesus Christus als neuer Adam
Das Neue Testament zeige uns die Rettung: „Jesus ist der neue Adam. In Jesus Christus schickt Gott seinen Sohn als den Retter, der alles umkehrt“, erklärte Bischof Voderholzer. Jesus müsse nicht Gott werden wollen, da er es von Ewigkeit her sei. Frei habe er sich entschieden, Mensch zu werden und sich der Versuchung auszusetzen.
„Er war ein freier Mensch wie wir, von seiner Gottheit getragen, und habe die Versuchung bestanden, obwohl er 40 Tage gefastet habe“, betonte der Bischof. Jesus habe sich nicht dazu verleiten lassen, aus Steinen Brot zu machen, sondern in der Eucharistie mache er sich selbst zum Brot für die Menschen. Er habe nicht nach äußerem Ruhm gestrebt, sondern sich aus Liebe ans Kreuz nageln lassen. Seine Königsherrschaft sei eine dienende: ein Herrscher ohne Soldaten, der im Abendmahlssaal vor seinen Jüngern niederknie und ihnen die Füße wasche. Seine Krone sei – wie ein Kommunionkind spontan ergänzt habe – nicht aus Gold, sondern aus Dornen.
Mit seiner Liebe und im Gehorsam gegenüber dem Vater kehre Jesus das Verhängnis von Adam und Eva um. Bischof Rudolf erinnerte an die Worte des Apostels Paulus aus der 2. Lesung: „Wie durch einen Menschen das Verhängnis über uns gekommen ist, kommt durch den Einen, wenn wir uns an ihn halten, auch die Freiheit.“ Die zentrale Heilsbotschaft der Kirche bestehe darin, dass Christus uns, wenn wir uns an ihn halten und seine Freunde werden, mit hineinnehme in das neue, unzerstörbare Leben, in dem das Böse keine Macht habe. In der Taufe sind wir mit ihm verbunden, und in der Erstkommunion wird diese Verbindung vertieft.
Glaubenserneuerung der Erstkommunionkinder
Ein besonderer Höhepunkt des Pontifikalgottesdienstes war die Tauferneuerung der Erstkommunionkinder. Seit Monaten hatten sie sich auf diesen Moment vorbereitet. Michaela Nadler, verantwortlich für die thematische Kommunionvorbereitung, hatte gemeinsam mit den Kindern die Kyrie-Rufe und Fürbitten erarbeitet.
Nach der Predigt erinnerte Bischof Rudolf die Kinder an das Geschenk der Taufe und nahm ihnen das Taufversprechen ab. Laut und deutlich bekannten sich die jungen Christen zu ihrem Glauben. Für den Empfang der Erstkommunion am Weißen Sonntag sprach ihnen der Bischof Gottes Segen zu. Anschließend wurden feierlich alle Taufkerzen entzündet – ein sichtbares Zeichen der erneuerten Glaubensgemeinschaft.
Begegnung und Austausch in lebendiger Pfarrgemeinschaft
Zum Abschluss des Pastoralbesuchs dankte Pfarrgemeinderatssprecherin Christine Herrnreiter dem Regensburger Bischof herzlich und überreichte ihm regionale Spezialitäten als Erinnerung an seinen Aufenthalt. Im Pfarrheim hatten die Verantwortlichen der Pfarrei ein reichhaltiges Buffet vorbereitet, bei dem zahlreiche Gottesdienstbesucher die Gelegenheit zum persönlichen Austausch nutzten. In vielen Gesprächen konnte sich Bischof Voderholzer ein lebendiges Bild von der aktiven und engagierten Pfarrgemeinde Loizenkirchen machen – ein Besuch, der sowohl für die Gemeinde als auch für den Diözesanbischof als Zeichen gelebter Kirche in Erinnerung bleiben dürfte.
Text und Fotos: Agnes Wimmer
(jas und SG)












