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Zur Neuigkeit
Bischof Dr. Rudolf Voderholzer eröffnet Lutwinus-Wallfahrt in Mettlach
„Hier bin ich, sende mich“
Mettlach, 14. Mai 2026
Die Pfarrei St. Lutwinus und das Katholische Lutwinuswerk luden zum 22. Mal zur traditionellen Lutwinus-Wallfahrt nach Mettlach ein. Sie wird von Christi Himmelfahrt bis Pfingstsamstag gefeiert. Die neuntägige Wallfahrt geht auf eine lange Tradition zurück und erinnert an den Tod des heiligen Lutwinus vor über 1.300 Jahren. Der Heilige war Gründer der Abtei Mettlach sowie Bischof von Trier und Reims. Er starb im Jahr 717.
Wallfahrtsauftakt an Christi Himmelfahrt
Zum Auftakt der Wallfahrt zeigte sich das Wetter zunächst wechselhaft und regnerisch, doch am Nachmittag hatte Petrus ein Einsehen: Die ersten Fußpilger erreichten an Christi Himmelfahrt gemeinsam mit vielen weiteren Gästen trockenen Fußes die Lutwinuskirche, in der das gut besuchte Pontifikalamt gefeiert wurde. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer aus Regensburg stand der Feier vor; der Echternacher Dechant Francis Erasmy konzelebrierte. Musikalisch wurde der Gottesdienst mit Mozarts „Spatzenmesse“ festlich gestaltet. Während des Pontifikalamtes wurde der Lutwinusschrein, der sich sonst in einer Grabkammer im Hochaltar befindet, für die Pilger sichtbar vor dem Hauptaltar aufgestellt.
Bischof Rudolf, der einst in Trier als Professor für Systematische Theologie lehrte, zeigte sich erfreut, dass es nach mehreren Einladungen in diesem Jahr endlich geklappt hatte. Zugleich konnte er die Lutwinus-Wallfahrt mit Begegnungen ehemaliger Weggefährten, Kollegen und Studenten verbinden. Das Leitwort der diesjährigen Wallfahrt lautete: „Hier bin ich, sende mich“ (Jesaja 6,8). Es lud dazu ein, den Ruf Gottes anzunehmen, insbesondere im priesterlichen Dienst. Diesem Ruf ist aus der Gemeinde Mettlach jüngst Heiko Gaub gefolgt, dessen Primiz am 12. Juli gefeiert wird.
Der Ruf Gottes gilt jedem Menschen
„Hier bin ich, sende mich“ ist darüber hinaus ein zentraler Ruf, der alle Menschen dazu einlädt, sich in den Dienst Gottes zu stellen, seine Botschaft mutig weiterzutragen und Verantwortung in einer herausfordernden Zeit zu übernehmen. Auch Jesus sendet seine Jünger mit den Worten „Geht hinaus in die ganze Welt“ und ruft sie dazu auf, sich aktiv in Kirche und Gesellschaft einzubringen. „Jeden einzelnen Menschen ruft Gott persönlich beim Namen, um eine Beziehung mit ihm einzugehen und ihn in seinem Namen auszusenden“, führte Bischof Rudolf Voderholzer aus.
In seiner Predigt ging Bischof Rudolf auf die besondere Bedeutung von Christi Himmelfahrt ein. Die Heimkehr Jesu zum Vater sei kein Abschied, sondern der Beginn einer neuen Form der Nähe. „Jesus geht fort, um zu bleiben“ bedeute, dass er durch seine Erhöhung nicht länger an einen einzigen Ort gebunden sei, sondern vom Himmel aus auf vielfältige Weise präsent bleiben könne.
Christi Himmelfahrt als neue Nähe
Diese Gegenwart entfalte sich auf mehreren Ebenen: Zunächst begegne Jesus den Menschen im Antlitz der Notleidenden. Jede Begegnung mit einem Hungernden, einem Fremden oder einem Bedürftigen werde so zu einer Begegnung mit Christus selbst, wie es bereits in Matthäus 25,40 heißt: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ So könne der Einzelne durch seinen Einsatz Jesus begegnen und ihm in tätiger Liebe nachfolgen.
Darüber hinaus sei Jesus in den Sakramenten gegenwärtig, vor allem in der Eucharistie, in der Brot und Wein zu seinem Leib und Blut werden. Auch in der Gemeinschaft der Gläubigen bleibe er erfahrbar, gemäß der Verheißung: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Mt 18,20), so der Regensburger Bischof.
Neben dem Pontifikalamt gehörten zu den Höhepunkten der Wallfahrt unter anderem die traditionsreiche Lutwinus-Prozession mit dem Schrein zur Lutwinus-Figur am Marktplatz während der Mettlacher Kirmes. Monsignore Jürgen Doetsch von der Apostolischen Nuntiatur in Berlin feierte anschließend das Festhochamt. Weitere Akzente setzten ein Jugendgottesdienst mit dem Saarbrücker Jugendpfarrer Thomas Hufschmidt sowie der feierliche Abschluss der Wallfahrt mit einem Pontifikalamt, das Weihbischof Jörg Michael Peters aus Trier zelebrierte.
Die Biografie des heiligen Lutwinus ist als illustriertes Heft erschienen. Sie enthält die mehrere Jahrhunderte nach seinem Tod entstandene Lebensbeschreibung in deutscher Sprache. Die lateinischen Quellen wurden vom Mettlacher Pfarrer Hans-Thomas Schmitt übersetzt und kommentiert. Das Heft mit der ISBN 978-3-7954-8083-7 und der Artikelnummer 9783795480837 kann zum Preis von 4,50 Euro im Pfarrbüro Mettlach, in der Lutwinuskirche am Schriftenstand und bei Susis Schreibwaren in Mettlach erworben werden. Auf Anfrage ist auch ein Versand über das Pfarrbüro Mettlach möglich, Tel. (06864) 512.
Text und Fotos: Ruth Müller
(jas uns SG)






