News Bild Bestärkung für den Lebensweg als Christ - Diözesanadministrator Dr. Wilhelm Gegenfurtner spendete 67 Jungen und Mädchen das Sakrament der Firmung

Bestärkung für den Lebensweg als Christ - Diözesanadministrator Dr. Wilhelm Gegenfurtner spendete 67 Jungen und Mädchen das Sakrament der Firmung

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(pdr) Die Kraft des Heiligen Geistes für das Beschreiten des Lebens als Christ – dieser Gedanke war der rote Faden, der sich durch den Festgottesdienst zur Firmung in der Pfarrkirche St. Andreas Altendorf (Dekanat Nabburg) zog. 67 Jugendlichen aus dieser Pfarrgemeinde sowie aus den Pfarreien St. Magdalena Gleiritsch und St. Michael Weidenthal – sie bilden zusammen eine Pfarreiengemeinschaft – spendete Diözesanadministrator Prälat Dr. Wilhelm Gegenfurtner das Sakrament der Firmung.

Die Kirchenbänke, in denen die Firmlinge mit ihren Paten Platz genommen hatten, waren ebenso wie der Altarraum festlich geschmückt. Als „Fest des Glaubens für die ganze Pfarrgemeinde“ bezeichnete Ortspfarrer Johann Wutz das Fest der Firmung und freute sich über den Besuch von Diözesanadministrator Dr. Gegenfurtner wie auch über den Besuch des Mindelstettener Pfarrers, des Bischöflich Geistlichen Rates Johann Bauer, der konzelebrierte. Denn dieser ist einer von sechs noch lebenden Priestern, die aus Altendorf stammen. Darüber hinaus verwies er auch auf viele Ordensangehörige aus der Pfarreiengemeinschaft. Die Generaloberin Sr. Hiltrud Baumer, die ebenfalls dort ihre Wurzeln hat, entschuldigte Prälat Gegenfurtner, der auch als Superior im Kloster Mallersdorf wirkt.

Einer der Firmlinge begrüßte besonders den Firmspender Dr. Gegenfurtner sowie die Gottesdienstbesucher und erwähnte, dass sich die 67 Jungen und Mädchen ein halbes Jahr lang auf diesen Tag vorbereitet haben. So sei eine Gemeinschaft entstanden, die schon etwas im Glauben gestärkt sei. Dass dies nun durch Christus und den Heiligen Geist im Firmsakrament noch vertieft wird, darauf wies Dompropst Gegenfurtner am Ende seiner Begrüßung hin. Die Kyrierufe, die Fürbitten, die Gabendarbringung und die Gedanken vor dem Segen am Schluss des Festgottesdienstes steuerten die Jugendlichen – zum Teil zusammen mit den Paten – selbst bei.

Die Gedanken aus der Begrüßung konkretisierte Prälat Gegenfurtner in seiner Predigt. Aus dem Abschnitt des Paulus-Briefes an die Epheser, der als Lesung vorgetragen wurde, zog er drei zentrale Elemente heraus, die ein christliches Verhalten ausmachen: Demut, Friedfertigkeit und Geduld. Dabei erklärte der Diözesanadministrator Demut als den „Mut zu dienen“ und das Zugeständnis und die Freude darüber, dass andere besser sind. Die Friedfertigkeit brachte der Firmspender mit dem Mut und der Bereitschaft zur Entschuldigung und Versöhnung in Verbindung. Und bei der Geduld empfahl er, sich auch zurückzunehmen oder Dinge nicht sofort, aus dem Bauch heraus, anzugehen, sondern besser eine Nacht darüber zu schlafen. „Wenn ich diese drei Eigenschaften habe, kann ich der Person, die ich gern habe, gut begegnen. Aber allein schafft man es nicht, man braucht jemanden, der hilft“, führte der Diözesanadministrator weiter aus und sprach damit die Paten an, die schützen und begleiten, aber auch die Erwachsenen, die für junge Christen Vorbild beim Beschreiten des Glaubensweges sein können. „Durch das Sakrament der Firmung werdet ihr im Glauben erwachsen“, erläuterte Dompropst Gegenfurtner und ermunterte die Jugendlichen, sich zu bemühen, dass der Glaube ihr Leben bestimmt und sie den Glauben – allein und in der Gemeinschaft – auch nach außen zeigen. Dazu könne der Heilige Geist, den Jesus Christus gesandt hat, durch die Firmung beitragen.

Nach diesen Worten und der Glaubensbekräftigung seitens der Firmlinge spendete der Diözesanadministrator den Firmlingen dieses Sakrament. Mit Liedern des Chores „Miteinander“ aus Oberviechtach im Hintergrund erläuterten Frauen aus dem Team der Firmmütter einzelne Aspekte wie die Handauflegung, die Salbung mit Chrisam oder die Bekreuzigung mit dem Salböl sowie das „Amen“ als Bestätigung des Firmlings.

Am Schluss des Festgottesdienstes, vor dem Segen, überreichten zum einen drei Firmlinge dem Diözesanadministrator als Dankgeschenk Kerzen mit den Abbildungen der drei Hauptkirchen. Altendorfs Bürgermeister Georg Köppl erinnerte in seinem Grußwort an die letzte von Kanonikus Karl Raster gespendete Firmung im Oktober 2006 und gab die jüngsten Ergebnisse der Ortsgeschichtsforschung bekannt, wonach die Grafen von Altendorf im 13. Jahrhundert Marktl am Inn gründeten, das damit eine Hofmark der Grafen von Altendorf wurde. „Damit haben wir einen historischen Bezug zum Geburtsort unseres Papstes Benedikt XVI.“, freute sich das Gemeindeoberhaupt und drückte seine Hoffnung aus, dass von der Firmung auch „neue Impulse für unser Glaubensleben“ ausgingen. Als Dank überreichte er an Prälat Gegenfurtner den Zinnteller der Gemeinde. Mit der Andacht am Nachmittag klang die Firmung in der Pfarreiengemeinschaft aus.