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Zur Neuigkeit
Austausch mit Bischof Rudolf bei der Priesterfortbildung im Haus Werdenfels
Gebet für den erkrankten Papst Leo XIV.
Werdenfels, 15. Oktober 2026
30 Priester der Weihejahrgänge 1997, 2007 und 2017 trafen sich vom 12. bis 16. Oktober zur jährlichen Fortbildung im Haus Werdenfels. Unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Binninger standen der Austausch mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer sowie aktuelle pastorale und gesellschaftliche Herausforderungen im Mittelpunkt.
Zu den zentralen Themen gehörten der bevorstehende Weltmissionssonntag mit dem missio-Projektland Madagaskar, der Umgang mit künstlicher Intelligenz (KI) sowie die pastorale Entwicklung im Bistum Regensburg (PE 34).Beim gemeinsamen Gottesdienst richtete Bischof Rudolf den Blick auf die heilige Teresa von Ávila und deren geistliches Leitwort „Gott allein genügt“. Bischof Rudolf beklagte mit einem Rückblick auf die zurückliegenden Wahlen, die Schwächung der politischen Mitte und riet den Verantwortlichen sich in ihrer politischen Arbeit wieder an der katholischen Soziallehre zu orientieren.
Weltmissionssonntag: Regensburg ist Gastgeber
Zu Beginn informierte Bischof Rudolf über die Vorbereitungen zum Weltmissionssonntag am 25. Oktober. Mit einem Festgottesdienst im Regensburger Dom wird der Weltmissionsmonat des katholischen Hilfswerks missio München abgeschlossen. Im Mittelpunkt steht das diesjährige Projektland Madagaskar. Das Bistum Regensburg ist heuer Gastgeber. Zur Vorbereitung war der Bischof in den vergangenen Tagen gemeinsam mit Kardinal Désiré Tsarahazana aus Madagaskar, dem Präsidenten von Missio München, Monsignore Wolfgang Huber, sowie Dr. Thomas Rigl, Leiter der Fachstelle Weltkirche im Bistum Regensburg, im Bistum unterwegs.
„Mit Blick auf den Tod jüngerer Priester in den vergangenen Wochen betonte Bischof Rudolf, wie sehr ihm die Gesundheit seiner Priester am Herzen liege. Er appellierte an die Geistlichen, die entsprechenden Unterstützungs- und Gesundheitsangebote des Bistums wahrzunehmen und verstärkt auf das eigene körperliche und seelische Wohlbefinden zu achten.
Ehrenamtliche stärken und in die Seelsorge einbinden
Weitere Themen waren die pastorale Entwicklung 2034, die ebenfalls Bestandteil der Fortbildung war, sowie die Arbeit des Synodalteams im Bistum Regensburg. Bischof Rudolf unterstrich die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für die Seelsorge. Ehrenamtliche sollten gezielt eingebunden, gefördert und für ihre Aufgaben ausgebildet werden. Auch auf die aktuellen Jubiläen – 750 Jahre Regensburger Dom und der 800. Todestag des heiligen Franz von Assisi – wurde eingegangen.
In der anschließenden Aussprache wurden insbesondere die Bedeutung und die möglichen Gefahren sozialer Medien erörtert. Bei allen Erleichterungen, die der Einsatz von KI mit sich bringen könne, müsse die Authentizität der Person gewahrt bleiben. Vor allem in der Seelsorge komme es darauf an, die persönliche Begegnung mit den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, wurde festgestellt.
„Gott allein genügt“
In seiner Predigt beim gemeinsamen Gottesdienst widmete sich Bischof Rudolf der heiligen Teresa von Ávila, deren Gedenktag am 15. Oktober begangen wird. Die Karmelitin, Mystikerin, Schriftstellerin und Ordensreformerin zählt zu den bedeutenden Gestalten der christlichen Spiritualität. Mit ihrer tiefgründigen Betrachtung des inneren Lebens und ihrer Suche nach der Wahrheit Gottes hat sie die Kirche bis heute geprägt. Teresa von Ávila lehre, so der Bischof, die irdischen Eitelkeiten loszulassen und sich auf Gott als den Ursprung und die Mitte des eigenen Lebens auszurichten. Bischof Rudolf bat darum, dass Gott die Menschen mit seinem Geist und seiner Gnade erfülle, damit sie immer mehr nach seinem Willen leben könnten.
Im Mittelpunkt stand auch das Gebet für den an Lungenkrebs erkrankten Papst Leo XIV., der sich aktuell einer Operation unterzieht.
Text und Fotos: © Martin Haltmayer
(jas)




