Suche
Kategorien
Seiten
Nachrichten
Bilder
Videos
{{{_highlightResult.post_title.value}}}
{{#helpers.snippet}}{ "attribute": "content", "highlightedTagName": "mark" }{{/helpers.snippet}}
Zur Seite{{{_highlightResult.post_title.value}}}
{{#helpers.snippet}}{ "attribute": "content", "highlightedTagName": "mark" }{{/helpers.snippet}}
Zur Neuigkeit
Altlandrat Herbert Mirbeth stellt sein Buch „Tangrintler Lebensspuren“ vor
Dem Tangrintel auf der Spur
Hemau, 25. Februar 2026
Politik auf verschiedenen Ebenen bildeten 42 Jahre lang den beruflichen Kern für Herbert Mirbeth: 1972 wurde er in den Stadtrat seiner Heimatstadt Hemau gewählt und war damit der bislang jüngste in diesem Gremium. Die weiteren Stationen: Bürgermeister von 1990 bis 1996, Landtagsabgeordneter bis 2002 und Landrat des Landkreises Regensburg bis 2014. Doch einer weiteren Tätigkeit ging er ebenfalls mit Leidenschaft nach: Berichterstatter für die regionale Tageszeitung ab den 1970er Jahren, Gründung und Herausgeber der wöchentlich erscheinenden Heimatzeitung „Tangrintler Nachrichten“ ab 1977 und in dieser auch publizistisch aktiv. Diese Lebensspur hat der inzwischen 77-jährige Altbürgermeister und Altlandrat nun wieder aufgenommen. Mit dem Buch „Tangrintler Lebensspuren. Ein heimatliches Lesebuch“ charakterisiert er seine Heimat anhand Porträts von Personen sowie einiger Besonderheiten.
Zur Präsentation des Buches war der Bürgersaal des Zehentstadels natürlich rappelvoll, worüber sich Stefan Mirbeth, Vorsitzender des Kulturstadels und Sohn des Buchautors, sehr freute. Als wichtigstes Amt, noch vor dem Start der politischen Karriere, bezeichnete der Autor die Regentschaft als Faschingsprinz zusammen mit seiner Gattin Marga im Fasching 1971. „Jetzt bin ich Heimatautor“, betonte er mehrmals. Den Weg dazu hatte er sich jedoch nicht konkret ausgedacht.
Vielmehr sei es der „weiße Terminkalender“ nach dem Ende der Landratstätigkeit gewesen, der ihn zu neuen Überlegungen brachte. In Erinnerung an seine journalistischen Aktivitäten schwebte ihm eine Serie mit dem Arbeitstitel „Menschen auf dem Tangrintel“ vor. Schließlich setzte er das Vorhaben um, im Laufe der Zeit war er bei weit über 40 Personen, die er porträtierte. „Ich habe viel erfahren und es hat großen Spaß gemacht“, blickte er zurück. Da aber zum Jahresende 2016 die „Tangrintler Nachrichten“ eingestellt wurden, war eine Veröffentlichung in Serienform nicht mehr möglich. Die Publikation in Buchform war die Alternative.
Lebens- und Heimatgefühl
„Jeder Mensch ist interessant und einzigartig. Zu dieser Einzigartigkeit kommen dann noch Farbtupfer wie zum Beispiel Hobbys. In Begegnungen offenbart sich ein Lebens-, ja, ein Heimatgefühl“, beschrieb Mirbeth die Quintessenz der vielen „immer schönen“ Gespräche. Aus all diesen Porträts und weiteren Besonderheiten ergebe sich ein Bild des Tangrintel, in gewisser Weise ein Lebens- und Heimatgefühl. Der Autor gab freimütig zu, dass der im Buchtitel genannte Begriff „Lebensspuren“ von einem seiner Enkel stammt.
Besonders prägend für Hemau und den Tangrintel ist für Mirbeth die Musik, die zudem in den hier besonders zelebrierten „Jahreszeiten“ Volksfest und Fasching praktiziert wird. So werden - nach der Beantwortung der Frage „Was bedeutet für mich Heimat“ durch den derzeit amtierenden Bürgermeister Herbert Tischhöfer und dessen Vorgänger Hans Pollinger - Bräuche, Gruppen und Personen aus den Kontexten Musik, Volksfest und Fasching vorgestellt.
Unterschiedliche Lebenswege
Der Hauptteil des 220 Seiten starken Buches ist vielen weiteren Personen gewidmet. Die Wege der Frauen und Männer, die diese nach Hemau führten, sind ganz unterschiedlich: ein Kriegsgräbereinsatz in Frankreich, wo ein Baden-Württemberger eine Tangrintlerin kennenlernt. In ihre Heimat zurückgekehrte erfolgreiche Personen. Ein über Bayern hinaus bekannter Musiker, der in einem Ortsteil wohnt. Oder eine aus Kasachstan nach Hemau kommende junge Aussiedlerin, die sich vorbildlich integriert. Natürlich fehlen auch lebende und bereits verstorbene „Originale“ nicht, die hier bestens bekannt waren und sind. Aber auch Personen, die in ihrem Beruf nicht Alltägliches vollbrachten, würdigt Mirbeth.
Weitere Kapitel widmet der Autor dem Wirtschaftsleben, der Soziologie des Stammtisches, der Wirtshauskultur und dem kirchlichen Leben mit Porträts des langjährigen evangelischen und des derzeitigen katholischen Pfarrers. Nicht fehlen dürfen Mirbeths zwei Amtsvorgänger im Bürgermeisteramt und sein Nachfolger, als er in den Landtag wechselte. Mit zwei Porträts zum Bereich „Ehrenamt“ enden die „Personalien“. Abgerundet werden die „Spuren“ von Artikeln über die Wasserversorgung, den Bau der Ringstraße, die Polizeistation, die vom 1. April 1966 bis 27. Juni 2003 hier angesiedelte Bundeswehr, Hausnamen, Biertraditionen und dem Wirken von Brandmetzgern.
Und eine weitere publizistische Seite Mirbeths wird in dem Buch deutlich: seit vielen Jahren schreibt er auch Gedichte, einige Themen behandelt und vertieft er in dieser literarischen Form. Auch aus diesem Grund: lesens- und nachahmenswert!
Text: Markus Bauer
(kw)




