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Abtreibungspläne der Ampelparteien: Appell des Generalvikars

Für das Recht auf Leben aller Menschen, auch der ungeborenen

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„Bitte setzen Sie sich aktiv dafür ein, das Leben von Kindern zu schützen, die noch nicht geboren sind. Unterstützen Sie Initiativen für den Lebensschutz oder planen Sie auch eigene Aktionen. Jetzt kommt es darauf an, das christliche Verständnis des Menschen öffentlich zu bekennen.“

Mit diesen Worten wandte sich Generalvikar Dr. Roland Batz in der vergangenen Woche an alle Gläubigen im Bistum Regensburg. Anlass dieses Appells sind die Pläne der künftigen Bundesregierung, wie sie im Koalitionsvertrag beschrieben werden. Roland Batz: „Die Abtreibungspläne der Ampelparteien ignorieren das unantastbare Recht auf Leben geradezu vollständig, wenn es um den Schutz von Kindern geht, die noch nicht geboren sind. Praktisch schließen sie eine ganze Menschengruppe, nämlich alle, die noch nicht geboren sind, aus der Rechtsgemeinschaft aus. Das ist nicht irgendeine politische Entscheidung. Hier geht es um ein grundsätzliches Menschenrecht.“

Wenn Abtreibung als Teil der „Gesundheitsversorgung“ bezeichnet werde, verharmlose, ja vertusche die Regierung das tatsächliche Geschehen, nämlich dass einem Menschen sein Leben geraubt wird.

Wenn Abtreibung zu einer „Dienstleistung“ werde, dann nimmt sie die Form einer normalen Geschäftstätigkeit an. Wie soll unter diesen Bedingungen der Schutzparagraph 218 weiter bestehen können?

Wenn stiller, friedlicher Protest in bester demokratischer Tradition, der sich gegen das Töten ungeborener Kinder richtet, der deutsches Verfassungsrecht verteidigt, als „Gehsteigsbelästigung“ verboten wird, dann kriminalisiert die Regelung ihre politischen Gegner und stellt die politische Auseinandersetzung schlechthin in Frage.

In Deutschland werden jährlich rund 100.000 Kinder vor ihrer Geburt getötet. Während die Zahl der Abtreibungen zuletzt sank, weil die „Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter abnimmt“, ist die Zahl der späten Abtreibungen „um knapp 20 Prozent gestiegen.“ Abtreibungen bis zur 12. Lebenswoche des Kindes gelten „als Straftat, die nicht verfolgt wird, wenn sich die Schwangere hat beraten lassen und danach eine dreitägige Bedenkzeit eingehalten hat.“ Nach der 12. Woche dürfen Kinder ungestraft getötet werden, wenn ein Arzt bescheinigt, dass die Schwangerschaft unzumutbar ist. Die „Indikation wird fast ausschließlich aufgrund einer vermuteten Behinderung (…) gestellt“. [1]

Bischof Rudolf Voderholzer ist der Schutz der ungeborenen Menschen ein großes Anliegen. So nimmt er jedes Jahr am Berliner Marsch für das Leben teil. Der nächste findet im kommenden Jahr am 17. September statt.

In seiner Predigt zum Beginn des Advents betonte der Regensburger Bischof, dass man gerade im Advent „in besonderer Weise auf die Frauen in guter Hoffnung schaut“. Sowie auf Maria, die den Mensch-gewordenen Gottessohn unter ihrem Herzen trug. „Gott hat jeden Menschen gewoben im Schoß seiner Mutter und deshalb kommt auch dem ungeborenen Kind das Lebensrecht einer menschlichen Person zu“, so Bischof Voderholzer. Es sei ihm bewusst, welche Probleme eine Schwangerschaft für Frauen bedeuten könne. Dabei verwies er auf die Beratungsangebote der Caritas, die „jede nur erdenkliche Hilfe anbieten, nur zur schlechtesten aller Lösungen die Hand nicht reichen kann, weil es gar keine Lösung des Problems ist, sondern seine Beseitigung“.

Das Bistum Regensburg bietet allen, die ein Kind erwarten, Rat und Hilfe. Das gilt für Mütter und für Väter. Ganz gleich ob es um Notlagen, Schwangerschaftskonflikte oder um eine der vielen Fragen geht, die das neue Kind mit sich bringen kann. Sie sind herzlich willkommen.

 

Weitere Informationen zum ungeteilten Lebensrecht


Pressemitteilung des Bundesverbandes Lebensrecht zum Koalitionsvertrag

„Brown Devil“ – Rot, gelb und grün ergeben ein toxisches Gebräu für die Bioethik. Eine Analyse in der Tagespost vom 2. Dezember 2021.

Die Agenda der Ampel. Was Christen über den Koalitionsvertrag wissen müssen: Eine Themen-Analyse der Tagespost.

Papst über Abtreibungen: „Sich nicht zum Komplizen machen" (Vatican-News)

Kongregation für die Glaubenslehre: Erklärung über den Schwangerschaftsabbruch

 


[1] Zitate dieses Abschnitts nach TAZ, 21.10.21

 

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