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Zur Neuigkeit
28. Fahrradtour „Hledejme cesty – Verbindung (er)fahren“
Radtour von Pilsen nach Regensburg
Regensburg, 06. Mai 2026
Über 150 Radfahrerinnen und Radfahrer – eine neue Rekordmarke, wie Jan Lontschar von den Pilsener Pfadfindern feststellte – machten sich am 1. und 2. Mai per Drahtesel auf den Weg von Pilsen nach Regensburg. Konkret endete die ca. 183 Kilometer lange Strecke in Wenzenbach. Dort sorgte nämlich der örtliche Stamm der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) in Kooperation mit der Ackermann-Gemeinde Regensburg für die Bewirtung und Betreuung der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen.
Start der inzwischen 28. Auflage der Fahrradtour unter dem Motto „Hledejme cesty – Verbindung (er)fahren“ war am 1. Mai in Pilsen, wobei auch 35 Radler aus Wenzenbach (Pfadfinder) und aus Furth im Wald (Ministranten und Interessenten) in die Pedale stiegen. Die Oberpfälzer übernachteten bei Gastfamilien in Pilsen. Bei den Tschechen waren ein Drittel Pfadfinder, der Rest Freunde, Bekannte und Interessierte. Halbzeit der Tour und Übernachtung war in Furth im Wald, am Spätnachmittag des 2. Mai trafen die Radler nach und nach im Pfarrgarten von Wenzenbach ein. Die Altersspanne reichte von fünf bis 74 Jahre.
„Die Pfadfinder sind sehr aktiv, ich bin begeistert“
Bereits ab dem mittleren Nachmittag bereiteten die Wenzenbacher Pfadfinder unter der Leitung von Vorstand Bastian Beck die Aktion vor. Die Kinder und Jugendlichen schnitten die Semmeln, die Erwachsenen besprachen den Ablauf und standen dann – zusammen mit Vertretern der Ackermann-Gemeinde – an den beiden Grills.
Eine neue Erfahrung war die Veranstaltung für Pfarrer Josef Schießl, der seit September letzten Jahres die neu konstituierte Pfarreiengemeinschaft leitet. „Die Pfadfinder sind sehr aktiv, ich bin begeistert“, stellte er fest. Aus seiner Zeit als Kaplan in der Pfarrei St. Konrad Regensburg hat er die Pfadfinder in positiver Erinnerung.
„Die deutsch-tschechische Zusammenarbeit war uns immer wichtig, an diesem Aspekt sind wir auch gewachsen. Unser Stamm zählt zu den größten in Tschechien“, erläuterte Jan Lontschar, der auch als Dolmetscher fungierte.
„Partnerschaft wächst von unten“
Pfadfinder-Vorsitzender Bastian Beck dankte in seinem Grußwort neben den Mitstreitern seines Stammes besonders Pfarrer Schießl und Hans Rückerl, der die Kirchenverwaltung vertrat. „Die Pfadfinderarbeit ist sehr wertvoll für die Pfarrarbeit. Möge diese Tradition der grenzüberschreitenden Fahrradtour noch lange bestehen“, wünschte der Seelsorger. Der Vorsitzende der Ackermann-Gemeinde in der Diözese Regensburg, Prof. Dr. Bernhard Dick, erklärte in seinem Grußwort, dass der Pilsener Bischof Dr. Tomáš Holub bei einem Gespräch die Ackermann-Gemeinde um Unterstützung dieser Veranstaltung gebeten habe. Daher wirke die Ackermann-Gemeinde seit 2023 am Programm in Wenzenbach und Regensburg mit. Auch der Regensburger Bischof unterstütze das Treffen, so Dick weiter, der das Grußwort des Oberhirten verlas. Die Partnerschaft zwischen den Bistümern Pilsen und Regensburg „lebt vor allem von Kontakten vor Ort, sie wächst ‚von unten‘“, so Bischof Voderholzer. Auch erinnerte er im verlesenen Grußwort an seine in Kladrau/Kladruby geborene und dort aufgewachsene Mutter. „Als junge Frau ist sie im Winter 1945/46 geflohen, um einer Deportation zu entgehen, und hat dabei möglicherweise auch Teile Eures Weges von Pilsen nach Regensburg zurückgelegt. Sie fand in Bayern eine neue Heimat, ohne die alte je zu vergessen.“
Westbad und Stadtführung in Regensburg
Als Dankeschön überreichte Pfadfinder-Chef Bastian Beck an Pfarrer Schießl und Ackermann-Vorsitzenden Dick je ein T-Shirt mit Aufdruck der Radtour-Infos. Der Samstagabend endete mit einem Lagerfeuer. Am Sonntag feierten die Pfadfinder in der Pfarrkirche St. Peter um 10.30 Uhr mit Ruhestandspfarrer Dr. Anton Hierl Gottesdienst. Nach dem Mittagessen ging es per Bus nach Regensburg, wo der größere Teil das Westbad besuchte. Für eine kleinere Gruppe bot Florian Würsch vom Leitungsteam der Ackermann-Gemeinde Regensburg eine Stadtführung in tschechischer Sprache mit besonderem Augenmerk auf tschechische/böhmische Bezüge. Am Spätnachmittag erfolgte dann die Rückfahrt mit zwei Bussen nach Pilsen.
Text und Fotos: Markus Bauer








