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Die Sachlage zur Berichterstattung der Bildzeitung, des Bayerischen Rundfunks und anderer Medien über Vorwürfe gegen den Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre und Bischof emeritus der Diözese Regensburg, Gerhard Kardinal Müller, fasst die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Ausgabe vom 10.12.2015 zusammen. Der Verlag gestattete uns, den Bericht auf der Webseite des Bistums zur Verfügung zu stellen.

 

Der folgende Artikel erschien in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.12.2015, Nr. 287, S. 6 

"Kein Geld hinter Würstchendose"

 jöb. ROM, 9. Dezember. Der deutsche Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller und Vatikansprecher Federico Lombardi haben am Mittwoch einen Bericht der "Bild"-Zeitung über eine angebliche Verwicklung der Glaubenskongregation in einen Finanzskandal und über die Durchsuchung seines Büros zurückgewiesen. Die Zeitung hatte in ihrer Mittwochsausgabe ohne Angabe einer Quelle und ohne Zeitangabe behauptet, in Müllers Büro habe eine Razzia stattgefunden; dabei seien im Zimmer des Finanzbuchhalters versteckte 20 000 Euro Bargeld gefunden worden; angeblich hinter einer Würstchendose. Der Kardinal sagte am Mittwoch der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), gegen ihn werde nicht ermittelt. Falsch sei auch, dass er zuständigen Vatikanbehörden die Akteneinsicht verweigert habe. Zudem dementierte Müller die Behauptung, Gebühren für die Untersuchungen von Missbrauchsfällen seien für private Anschaffungen verwandt worden. Im gleichen Atemzug teilte Vatikansprecher Lombardi mit, die Glaubenskongregation halte die "neuen Regeln für alle Dikasterien genau ein". Im Rahmen der Finanzuntersuchungen vor anderthalb Jahren habe es tatsächlich "einige Unregelmäßigkeiten" bei der Buchhaltung dieser Kongregation gegeben. Aber diese Vorfälle seien längst aufgeklärt und erledigt. Mithin hätten die Vorwürfe gegen Kardinal Müller "nichts mit der Wirklichkeit zu tun", stellte Pater Lombardi fest.

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