News Bild Zum Gedächtnis des seligen Paul Josef Nardini, Gründer der Mallersdorfer Schwestern

Zum Gedächtnis des seligen Paul Josef Nardini, Gründer der Mallersdorfer Schwestern

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Am 22. Oktober des Jahres 2006 wurde Dr. Paul Josef Nardini im Dom zu Speyer selig gesprochen. Heute, am 27. Januar, ist der Gedenktag des Priesters und Gründers des Ordens der Mallersdorfer Schwestern. Er verstarb vor 152 Jahren, am 27. Januar 1862.

Der Selige wurde am 25. Juli 1821 in Germersheim am Rhein geboren und tags darauf in der Pfarrkirche St. Jakob auf den Namen Paul Josef getauft. 1823 nahm eine Großtante den Zweijährigen in ihre Familie auf. Er wurde von da an Paul Josef Nardini genannt. 1841 absolvierte er das Gymnasium in Speyer „mit Auszeichnung“. Von 1841 bis 1843 studierte er an der Hochschule in Speyer Philosophie sowie von 1843 bis 1846 an der Universität München Theologie. Am 25. Juli 1846 wurde er zum Doktor der Theologie promoviert.

Noch in diesem Jahr weihte ihn Bischof Nikolaus von Weis im Dom zu Speyer zum Priester und ernannte ihn zum Stadtkaplan von Frankenthal. Bereits am 1. Dezember berief ihn der Bischof zum Präfekten ins Bischöfliche Seminar. Während dieser Zeit half Nardini in der Pfarrseelsorge der umliegenden Gemeinden. 1850 wurde er Pfarrverweser in Geinsheim. 1851 wurde er Pfarrer von Pirmasens. 1853 trat er in Oggersheim dem Dritten Orden des heiligen Franziskus bei und erhielt den Namen Franziskus. Zur Linderung der Not errichtete er unter großen Widerständen eine Niederlassung der Niederbronner Schwestern für die Armen- und Krankenpflege in seiner Pfarrei. Als diese Schwestern von der Ausweisung bedroht waren, gründete er eine Schwesterngemeinschaft, die er „Arme Franziskanerinnen von der Hl. Familie“ nannte. Heute ist die Gemeinschaft auch unter dem Namen der „Mallersdofer Schwestern“ bekannt. 1857 genehmigte Bischof Nikolaus von Weis die Statuten und erteilte der Neugründung die kirchliche Anerkennung.

Im Herbst dieses Jahres errichtete Nardini ein Kleines Studienseminar, um begabten mittellosen Jungen den Besuch des Gymnasiums zu ermöglichen. 1858 wurde er mit der Schulinspektion im Kreis Pirmasens betraut und außerdem von seinen Mitbrüdern zum Dekan gewählt und vom Bischof dazu ernannt. Von 1855 bis 1861 rang er um die staatliche Anerkennung der Schwesterngemeinschaft. 1862 erkrankte Nardini an einer Lungenentzündung. Er starb am 27. Januar im Alter von erst 40½ Jahren.