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Zentralarikanische Republik: Binnenflüchtlinge und Gewalt
Weihbischof warnt eindringlich
Zémio / Regensburg, 19. Januar 2026
Die Menschen in der Region Zémio in der Zentralafrikanischen Republik sind aufgrund von Gewalt immer schwerer zu erreichen, was die humanitäre Lage dort insbesondere für die Menschen in den Lagern für Binnenflüchtlinge verschärft, wie der Weihbischof der Diözese Bangassou, Aurelio Gazzera, jetzt in einem eindringlichen Appell erklärte.
Gazzera sagte gegenüber Agenzia Fides, dass die Zahl der Binnenflüchtlinge in der Region 30.000 erreicht habe, von denen mehr als 2.000 in extremer Armut leben. Viele der Vertriebenen seien zwischen der örtlichen katholischen Mission in Zémio und der Stadt Zapaye auf der anderen Seite der Grenze in der Demokratischen Republik Kongo verstreut: „In Zusammenarbeit mit unseren Partnern, wie beispielsweise der Caritas, versuchen wir, eine Lieferung mit Lebensmitteln und Grundbedarfsgütern vorzubereiten, aber das eigentliche Problem besteht darin, die Hilfe zu den Menschen zu bringen.“ Demnach hätten die Menschen weder Lebensmittel noch andere lebensnotwendige Güter und die Kinder keinen Zugang zu Bildung. Unter denjenigen, die im vergangenen November geflohen sind, befanden sich auch die 72 Schüler der weiterführenden Schule von Zémio.
Gazzera, dem der Orden der Unbeschuhten Karmeliten (OCD) angehört, bestätigte, dass die von der Gewalt betroffenen Gebiete hauptsächlich abgelegen sind und es ihnen an grundlegender Infrastruktur mangelt: „Die Straße zwischen Bangassou und Zémio ist 300 km lang, aber man braucht mindestens 16 bis 17 Stunden, um sie zu befahren.“ Er fährt fort: „Von Bangassou bis Zémio verursachen der Zustand der Straße und die Unsicherheit in der Region verschiedene Probleme für den Transport, auch weil begründete Befürchtungen bestehen, dass sich die Lage weiter verschlechtern könnte. Es gab bereits Fälle, in denen Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen, die auf dieser Straße unterwegs waren, angegriffen wurden.“
Der Weihbischof betonte, die Region sei nach wie vor gefährlich, und wies darauf hin, dass Milizen nicht nur Menschen angreifen, sondern auch Gesundheitseinrichtungen ins Visier nehmen: „Das Krankenhaus in Mbomou wurde von Milizionären angegriffen, die nach verwundeten Soldaten suchten, von denen sie glaubten, dass sie dort behandelt würden.“ Gazzera sagte, dass die anhaltende Gewalt in Zémio und den umliegenden Gebieten, darunter Mbomou, Haut-Mbomou und Boki, seit mehr als 15 Jahren andauert.
Er führte die Instabilität auf die Präsenz mehrerer bewaffneter Gruppen im Laufe der Zeit zurück, angefangen mit der Lord’s Resistance Army (LRA), einer ugandischen Gruppe, die sich in der Region niedergelassen hatte. Während des Bürgerkriegs 2012 sei eine Reihe weiterer Milizen entstanden. Dem Weihbischof zufolge erfordert die Lösung des Konflikts mehr als nur eine militärische Reaktion, nämlich auch die Bekämpfung der Ursachen für das Leid der lokalen Bevölkerung. Wenn Papst Leo XIV. in diesem Jahr das Kongo-Gebiet besucht, wie im Vatikan verlautete, wird sicher auch diese Frae auf der Tagesordnung stehen.
Text: CNA Deutsch
(sig)




