News Bild Zehn Jahre Ostbayerischer Jakobsweg – Feier mit deutschen und tschechischen Pilgern in Eschlkam

Zehn Jahre Ostbayerischer Jakobsweg – Feier mit deutschen und tschechischen Pilgern in Eschlkam

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„Beim Gehen meint man Zeit zu verlieren – in Wirklichkeit kommt man aber voran!“ So charakterisierte Generalvikar Michael Fuchs beim Jubiläumsgottesdienst in der Eschlkamer Jakobskirche am Samstag, 26. Juli,  die Erfahrung des Pilgerns auf dem Jakobsweg. Der langsame Weg verbinde uns mit uns selbst, mit der Schöpfung und auch mit Gott.  


Heilige, wie der heilige Jakobus oder andere Patrone in den Kirchen entlang des Jakobswegs, seien Wegbegleiter zum Pilgerziel, aber auch zum Ziel des Lebens. Der böhmische und ostbayerische Jakobsweg, auf dem an diesem Tag Pilsens Bischof Frantisek Radkovsky und Generalvikar Michael Fuchs etwa 60 Pilger von der Grenze bis nach Eschlkam begleiteten, sei zudem ein europäischer Weg ohne Rücksicht auf historische Grenzen. „Der Glaube überwindet  die Grenzen der Politik und der Herzen“ betonte Generalvikar Fuchs den völkerverbindenden Charakter des Jakobsweges.


Deshalb gelte sein Dank allen, die sich in den letzten zehn Jahren um den Jakobsweg verdient gemacht haben. Neben der Fränkischen St. Jakobusgesellschaft und Dr. Hans Kolbinger, die für die Markierung des Weges mit der Muschel verantwortlich waren, nannte er stellvertretend für alle Gemeinden entlang des Jakobsweges die besonders engagierte Marktgemeinde Eschlkam und deren Partnergemeinden in Tschechien, die staatlichen Stellen und den Bayerischen Waldverein, die an diesem Tag durch Staatsminister Helmut Brunner vertreten waren, sowie die Katholische Erwachsenenbildung (KEB), die seit sechs Jahren begleitete Jakobswanderungen auf dem Ostbayerischen und dem Oberpfälzer Jakobsweg anbietet.  

 

Festakt und Ausstellung der KEB

Beim anschließenden Empfang in der Waldschmidtschule hatten die Gäste die Möglichkeit, die von der KEB anlässlich des Katholikentages zusammengestellte Fotoausstellung  „Von der Moldau an die Donau – Der tschechisch-ostbayerische Jakobsweg“ anzuschauen. Gregor Tautz und Michael Neuberger von der KEB stellten die Ausstellung, das Jakobswegprojekt der KEB und insbesondere die deutsch-tschechischen Wanderungen der KEB vor.


Joachim Rühl, Präsident der Fränkischen St. Jakobusgesellschaft, überreichte als Zeichen des Dankes Bocksbeutel an die Vertreter der verschiedenen Organisationen. Bereits am Nachmittag hatte er an der Besinnungs- und Begegnungsstätte in Seugenhof zusammen mit Staatsminister Helmut Brunner den Kooperationsvertrag zwischen der Fränkischen St. Jakobusgesellschaft und dem Bayerischen Waldverein bezüglich des „Kötztinger Weges“ unterzeichnet. Dieser Weg verbindet jetzt, ebenso wie der Ostbayerische Jakobsweg, die deutsch-tschechische Grenze mit Wörth an der Donau.

 

Europäische Dimensionen

Am Jubiläum des Ostbayerischen Jakobsweges nahmen auch Vertreterinnen  und Vertreter von Jakobsgesellschaften aus der Schweiz, aus Österreich, Tschechien, Slowenien und Polen teil. Sie waren vom Verein Jakobuswege e.V. bereits am Freitag zu einem Planungstreffen auf europäischer Ebene eingeladen worden, an dem auch die Bayerischen Landkreise, die am Projekt beteiligt sind, teilgenommen hatten.

 

Weitere Eindrücke von der Feier bekommen Sie im Bilderalbum "10 Jahre Ostbyerischer Jakobsweg".