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Diskussion in die Tiefe führen

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Das christliche Zeugnis der Kirche stärken - das ist das erklärte Ziel des Synodalen Weges der katholischen Kirche in Deutschland. Vom 3. bis 5. Februar findet die Dritte Synodalversammlung des Synodalen Weges in Frankfurt am Main statt. Auch Bischof Rudolf Voderholzer wird daran teilnehmen. Er geht den Synodalen Weg mit, ist aber - zusammen mit anderen Teilnehmern – zu der Überzeugung gelangt, dass der Synodale Weg „in den bisher gefahrenen Gleisen nicht ans Ziel führen kann. Wir sind der Überzeugung, dass nur ein Synodaler Weg gut und zielführend ist, der mit und in der ganzen Kirche gegangen wird. Die ganze Kirche ist nicht nur die weltweite Kirche, sondern auch die Kirche des Ursprungs und die Kirche der Heiligen, die schon am Ziel angekommen sind“, so Bischof Voderholzer. „Die gegenwärtige Debatte wird uns zum Ziel führen, wenn wir besser verstehen, wie Christus die Kirche gemeint hat und was wir als Christen beitragen können, um seinen Auftrag mit Leben zu füllen.“
 

Gemeinsam der Wahrheit näher kommen

Um die Diskussion in die Tiefe zu führen, hat Bischof Rudolf Voderholzer im September 2021 die Internetplattform www.synodale-beitraege.de veröffentlicht, auf der alternative Texte zu den Foren des Synodalen Weges zusammengestellt werden. Diese wurden zwar in den Prozess des synodalen Weges eingebracht, aber aufgrund der dort herrschenden Mehrheitsverhältnisse bisher nicht berücksichtigt.

www.synodale-beitraege.de

Die Webseite verzeichnet im Durchschnitt knapp 16.000 Besuche im Monat. 669 Menschen lassen sich bisher mit einem Newsletter benachrichtigen, wenn neue Texte auf der Webseite erscheinen.

Die Hoffnung, die unser Bischof mit der Internetseite verbindet: „Die wohlwollenden Leserinnen und Leser werden Argumente finden, die die Diskussionen in die Tiefe führen können und möglicherweise dazu beitragen, gemeinsam der Wahrheit näher zu kommen als es durch Abstimmungen möglich ist. Glaube muss gelebt werden, dann kann er befreien, auch aus festgefahrenen Polarisierungen.“
 

Konstruktive Diskussionskultur erwünscht

Die Internetseite www.synodale-beitraege.de bezweckt außerdem, eine offene und kontroverse Debatte im Synodalen Weg anzustoßen. Teilnehmer des Synodalen Weges haben bisher die Erfahrung machen müssen, „dass unsere inhaltlichen Eingaben keine angemessene Beachtung gefunden haben“, sagt etwa Alina Oehler, Journalistin und junge Mutter. Die Zusammensetzung der Foren der Synode und ihre Diskussionskultur erschweren einen angemessenen Dialog. Um zu umsetzbaren und zukunftsfähigen Ergebnissen zu kommen und nicht gar eine Spaltung zu befördern, sei aber eine offene, konstruktive Diskussionskultur unabdingbar, so die Gruppe kritischer Teilnehmer des Synodalen Weges um Bischof Voderholzer. 
 

Synodalversammlung und Synodaler Weg

Der Synodale Weg der katholischen Kirche in Deutschland hat am ersten Advent 2019 begonnen und ist auf zwei Jahre angelegt. Er wird von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) getragen. Ziel des Synodalen Weges ist es, das christliche Zeugnis der Kirche zu stärken. Vier Synodalforen beschäftigen sich mit inhaltlichen Fragestellungen und erarbeiten Vorlagen für die Synodalversammlung. Diese ist das oberste Organ des Synodalen Weges und fasst die Beschlüsse. Die Synodalversammlung setzt sich aus den Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz und aus vom ZdK gewählten Mitgliedern sowie Vertreterinnen und Vertretern weiterer Personen- und Berufsgruppen zusammen, die in ihrem Wirken am kirchlichen Sendungsauftrag teilhaben. Die Synodalversammlung tagt zweimal jährlich.

 

Die Straftaten gewalttätiger Sexualität lassen sich nicht aufarbeiten mit den Rezepten, die der synodale Weg diskutiert. Die Aufarbeitungsschritte, die das Bistum Regensburg gegangen ist, können hier eingesehen werden.  

 

Bildnachweis: (c) Synodaler Weg / Maximilian von Lachner