News Bild „Wohnen ist ein Grundrecht“ – Startschuss für ein Wohnquartier in Regenstauf mit 60 Wohneinheiten

„Wohnen ist ein Grundrecht“ – Startschuss für ein Wohnquartier in Regenstauf mit 60 Wohneinheiten

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Am Dienstag, 30. April, hat das Katholische Wohnungsbau- und Siedlungswerk der Diözese Regensburg durch einen symbolischen Spatenstich mit der Errichtung von 60 Wohneinheiten in Regenstauf begonnen. Auf dem Grundstück an der Georg-Hettenkofer-Straße entstehen in den nächsten zwei Jahren 60 neue Wohneinheiten, die ab Sommer 2021 bezugsfertig sein sollen. Finanziert wird dieses neue, einzigartige Wohnbauprojekt durch das Förderprogramm „Einkommensorientierte Förderung“ (EOF) des Freistaates Bayern und mit diözesanen Finanzmitteln der Diözese Regensburg in Form von Gesellschafterdarlehen. Bauherr ist das Katholische Wohnungsbau- und Siedlungswerk der Diözese Regensburg (KWS).

 

Mit der Ausschreibung des Wohnquartiers wird ein langfristiges Vermietungsobjekt innerhalb des sozialen Wohnungsbaus geschaffen. Getätigt werden umfangreiche Investitionen von rund 20 Millionen Euro. Maximilian Meiler und Markus Jakob, Geschäftsführer des KWS, berichten: „Die Maßnahme ist aufgrund ihrer Größe außergewöhnlich. Wir errichten erstmals Reihenhäuser, die wir langfristig zur Vermietung in unseren eigenen Wohnungsbestand aufnehmen.“

Der Grundgedanke des KWS: das soziale Miteinander

Bereits 2017 wurde mit der Errichtung einer Gemeinschaftsunterkunft auf diesem Areal ein Wohnbauprojekt des KWS für Flüchtlinge auf Initiative von Bischof Rudolf Voderholzer mit Unterstützung der Diözese Regensburg erfolgreich umgesetzt. Jetzt sollen 60 neue Wohneinheiten ein gemeinsames Miteinander und Integration schaffen, aber auch der steigenden Wohnungsnot, die durch die Flüchtlingsthematik noch verstärkt wird, entgegenwirken. Maximilian Meiler, Geschäftsführer der KWS, sagt: „Wohnen ist ein menschliches Grundrecht. Die Versorgung mit dem Gut Wohnen ist ein wesentliches Element der physischen Existenzsicherung.“ Zudem zeigt sich, dass auch heute noch der Grundgedanke, auf dem das Katholische Wohnungsbau- und Siedlungswerk der Diözese Regensburg nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gegründet worden ist, nämlich den Heimatvertriebenen und den sozial schwächeren Gruppen ein Zuhause zu schaffen, aktuell ist. Das war auch die Grundlage für die Planungen und Umsetzung des Bauprojektes, in der alle Interessengruppen eingebunden worden sind, „denn Wohnen besteht nicht nur aus einem Dach über den Kopf, sondern auch aus einem sozialen Miteinander“, sagt Maximilian Meiler.

Daten und Fakten zum Wohnquartier Regenstauf

Dieser Anspruch an ein soziales Miteinander wurde im städtebaulichen Konzeptentwurf, der vom Büro Blasch Architekten Regensburg entwickelt worden ist, berücksichtigt. So sollen die acht Wohngebäude des Quartiers um eine zentrale Freifläche als Ort der Begegnung angeordnet werden. Außerdem werden Spielplätze sowie Freizeiteinrichtungen für Jugendliche angelegt, die einen fließenden Übergang mit der historischen Parkanlage des Schloss Spindlhof bilden. Viele Grünanlagen und eine verkehrsfreie Zone innerhalb der Wohnanlage sorgen außerdem für nutzbaren Freiraum und damit eine Erweiterung der eigenen Wohnfläche.

Die Wohnungen sollen sowohl an Einheimische, als auch an anerkannte Asylbewerber vermietet werden, wobei auch hier der Anspruch an Integration und Inklusion gegeben ist. Denn neben den geplanten Reihenhäusern für Familien beispielsweise soll durch kleinere Wohneinheiten und barrierefreie Gestaltung auch Platz für alleinstehende Personen und Senioren geschaffen werden. Fertiggestellt und erstmals bezogen werden sollen sie im Sommer 2021.

Wohnquartier in Regenstauf – Erfolgreiches Bauprojekt zwischen Freistaat und Kirche

Im Anschluss an die Rede von Maximilian Meiler, dem Geschäftsführer des KWS, sprachen Herr Johann Dechant, 2. Bürgermeister in Regenstauf, Herr Willibald Hogger, stellvertretender Landrat, sowie Herr Manfred Blasch, Architekt des Wohnquartierprojektes und Herr Albert Dischinger, Vertreter der Regierung derOberpfalz, Grußworte zum Bauprojekt.

„Die 60 geplanten Wohnquartiere zeigen ein gelungenes Beispiel innovativer Wohnungsbaupolitik, in der sowohl die Infrastruktur hinsichtlich ihrer Einkaufsmöglichkeiten, der Betreuungseinrichtungen und der Verkehrslage attraktiv erscheinen, aber auch neue Wohngebiete erschlossen und preisgünstig angeboten werden können“, sagte der 2. Bürgermeister Johann Dechant zum geplanten Bauprojekt.

Der stellvertretende Landrat Hogger sprach seinen Dank gegenüber der Diözese Regensburg, dem Markt Regenstauf und allen weiteren Beteiligten für dieses Wohnbauprojekt aus und wünschte allen ein gutes Gelingen und eine schnelle Umsetzung.

Herr Blasch vom Architekturbüro Blasch Architekten Regensburg stellte die Qualitäten des Wohnbauprojektes dar und verwies auf die geplanten Grünanlagen als Begegnungsstätte und Erweiterung des Wohnraumes, auf die differenzierten Spielplatzangebote und auf die Nähe zum Schlosspark Spindlhof, der einen Übergang „vom Wohnen im Grünen in die Wildnis der Landschaft“ bildet.

„Herr Meiler, sind Sie bereit auf diesem Grundstück Wohnungen zu errichten und diese 25 Jahre an Menschen mit geringerem Einkommen zu vermieten, in guten wie in schlechten Jahren?“ Mit diesen Worten eröffnete Herr Albert Dischinger seine Rede. „Ja, wir wollen!“, antwortete Maximilian Meiler, Geschäftsführer des KWS. Mit dieser Einleitung verwies Herr Dischinger auf den Wohnungspakt, der zwischen dem Freistaat Bayern und einem fähigen Partner, in diesem Fall das KWS in Stellvertretung für die Diözese Regensburg und der katholischen Kirche, geschlossen werden kann. Denn es gibt, so Dischinger weiter, diesen Pakt nicht nur mit Kommunen, sondern auch mit Bistümern und Kirchen. Wichtig ist es, einen fähigen und handlungsstarken Partner zu haben, und das zeigen bereits andere erfolgreiche Bauprojekte des Freistaates mit der Diözese in Schwandorf und Eschenbach.

Wie setzt die Kirche ihr Geld ein? Alle Informationen dazu finden Sie auf der Website des Bistums Regensburg zur Finanztransparenz.