News Bild Wiedereröffnung der Porta Praetoria – Bischof Voderholzer segnet historisches Ausfalltor der römischen Legionen

Wiedereröffnung der Porta Praetoria – Bischof Voderholzer segnet historisches Ausfalltor der römischen Legionen

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Mit der Segnung durch Bischof Dr. Rudolf Voderholzer ist heute in Regensburg der Abschluss der Sanierungsarbeiten an der Porta Praetoria gefeiert worden. Die Porta Praetoria kann nun auch erstmals von Innen besichtigt werden.

"Als Teil des römischen Legionslagers Castra Regina steht die Porta Praetoria für die Geburt der Welterbestätte Regensburg", erklärte Staatssekretär Bernd Sibler (CSU) vom bayerischen Kultusministerium. Dieses "Juwel der Stadtgeschichte" könne nun in neuem Glanz erstrahlen. Zwei Millionen Euro hat der Bund für die Sanierung und touristische Erschließung der Porta Praetoria bereitgestellt. Im Sommer 2014 ergab sich die Gelegenheit, Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ für die Sanierung der Porta Praetoria zu beantragen. Der Verein „Welterbe Kulturfonds Regensburg – die Förderer“ hatte trotz der kurzen Fristsetzung die Chance genutzt und einen Antrag gestellt.

Die "Porta Praetoria" gilt als eines der ältesten noch erhaltenen Bauwerke in Regensburg. Zu Zeiten der Römer bildete es als sogenanntes "Ausfalltor" das Nordportal des römischen Legionärslagers "Castra Regina". Damit ist die "Porta Praetoria" zusammen mit der zeitgleich errichteten "Porta Nigra", dem nördlichen Stadttor von Trier, die einzige erhaltene römische Toranlage nördlich der Alpen. Als im Mittelalter die alte römische Lagerstraße - die "via praetoria" aus Platzgründen überbaut wurde, gerieten die römischen Lagerportale nahezu in Vergessenheit.

Lange Zeit zuvor hatten die historischen Bauwerke als "Steinbruch" für die Regensburger Bevölkerung und die imposanten Patrizierburgen fungiert, wodurch ein Großteil der altrömischen Bebauung unwiederbringlich zerstört wurde. Die "Porta Praetoria" jedoch wurde bei den mittelalterlichen Baumaßnahmen teilweise in den Gebäudekomplex des Bischofshofs integriert und blieb auf diese Weise für die Nachwelt erhalten. Heute können Teile des Originalportals an der Nordseite des Bischofshofs in der Straße "Unter den Schwibbögen" besichtigt werden.

Im Wortlaut ist die Ansprache von Bischof Voderholzer zur Segnung der Porta Praetoria auch nachzulesen.