News Bild Wiederbesiedlung der Maria-Hilf-Wallfahrt: „Tag der Hoffnung“

Wiederbesiedlung der Maria-Hilf-Wallfahrt: „Tag der Hoffnung“

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(pdr) Bischof Gerhard Ludwig hat am vergangenen Samstagabend einen Pontifikalgottesdienst in der Wallfahrtskirche Maria-Hilf in Vilsbiburg gefeiert. Anlass war die Wiederbesiedlung des benachbarten Klosters mit drei Salesianerpatres, die künftig die Seelsorge an der Wallfahrtskirche versehen werden. In den vergangenen Jahrhunderten hatten bereits mehrfach Kapuziner und Redemptoristen die Wallfahrt seelsorglich betreut. Vor rund sechs Jahren hatten sich die Kapuziner, die „den Berg“ mit Pausen 212 Jahre lang betreuten, zurückgezogen. Zum Fest zur Wiederbesiedlung der Wallfahrt waren rund 1500 Gläubige gekommen.
Bereits am 1. September haben die Salesianer-Patres Herbert Müller, Siegfried Schüßlbauer und Pater Leszek Kazmierczak die Seelsorge übernommen. Josef Grünner, Provinzial der Deutschen Salesianerprovinz mit 360 Mitgliedern, verwies zu Beginn des Gottesdienstes auf die Tradition der Maria-Hilf-Verehrung innerhalb seiner Ordensgemeinschaft und stellte die drei jetzt in Vilsbiburg wirkenden Patres vor. Bischof Gerhard Ludwig gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Salesianer für alle Christen in der Region zu einem Segen würden. Er würdigte die Tatsache, dass sich unter den drei neuen Priestern auch ein Geistlicher aus der polnischen Salesianerprovinz Breslau befindet. Der Einsatz polnischer Priester in der Diözese sei eine große Hilfe, um „Durststrecken beim Priesternachwuchs zu überbrücken“, sagte der Bischof. Er drückte seine feste Überzeugung aus, dass es in Zukunft wieder genug deutsche Seelsorger geben werde. Bischof Gerhard Ludwig erinnerte in diesem Zusammenhang auch daran, dass in vergangenen Jahrhunderten viele Missionare aus der Diözese Regensburg nach Asien, Afrika und Lateinamerika aufgebrochen sind. Wenn nun Missionare aus anderen Ländern ins Bistum kommen, dann zeige dies, dass Mission keine Einbahnstraße sei. Vielmehr verweise diese Tatsache darauf, dass „wir alle zu dem einen gemeinsamen Haus des Vaters gehören“.
Für den „Heiligen Berg“ von Vilsbiburg sei der Tag der Neubesiedlung des Klosters ein „Tag der Hoffnung“. Er erhoffe, dass das Wallfahrtskloster für die Jugendlichen der Region und darüber hinaus zu einem Anziehungspunkt werde, so der Regensburger Bischof. Er erinnerte an die Jugendarbeit des Ordensgründers Don Bosco, der sich in der Zeit der industriellen Revolution in Turin vor allem um verwahrloste Jugendliche kümmerte. In Vilsbiburg seien alle Gläubigen eingeladen, ihre Sorgen, große Anliegen, aber auch alltägliche Nöte, zu Maria von der Hilfe zu tragen. Schon viele Hunderttausende Pilger seien in der Vergangenheit nach Vilsbiburg gepilgert. Sie hätten dort viel Segen empfangen und somit ihrerseits zu einem Segen für sehr viele andere Menschen werden können.