News Bild Wie aus glühend heißem Metall eine Glocke wird: Glockenschauguss auf der Burgruine Waldeck

Wie aus glühend heißem Metall eine Glocke wird: Glockenschauguss auf der Burgruine Waldeck

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Wie entsteht eine Glocke? Beim Glockschauguss am 24. Juli auf der Burgruine Waldeck können Sie live miterleben, wie die neue Glocke für die Kapelle St. Ägidius in Form gegossen wird.

 

Neue Glocke für eine frisch restaurierte Burgkapelle

Nach der Rekonstruktion bedeutender Teile der St. Ägidius-Kapelle soll eine neu gegossene Glocke den Schlossberg von Waldeck bald wieder zum Klingen bringen. Das Gießen der Glocke wird als als Schauguss dargeboten und gibt den Menschen die Möglichkeit, die Entstehung der Glocke mitzuerleben. Auf einer Wiese vor den Toren Waldecks und zu Füßen der Kapelle werden die Patres der Benediktinerabtei Maria Laach (Rheinland-Pfalz) das Unikat anfertigen.

Der Heimat- und Kulturverein Waldeck organisiert das Ereignis. Für die Gemeinde Waldeck ist es eine Besonderheit: „Ein Glockenguss vor Ort ist regional bisher nicht bekannt und wird sicher so schnell auch nicht mehr vorkommen. Ein derartiges Spektakel dürfen sich weder Jung noch Alt entgehen lassen“, so Leonhard Zintl, der stellvertretende Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins.

 

Patres der Benediktinerabtei Maria Laach gießen die Glocke

Am 24. Juli gegen 19.30 Uhr bereiten die Patres des Klosters Maria Laach das große Schaugießen vor. Pünktlich zum Sonnenuntergang wird das glühend heiße Metall in Form gegossen. Damit wird der lang ersehnte Wunsch nach einer Glocke für die St. Ägidius-Kapelle Wirklichkeit. Einen Durchmesser von rund 59 Zentimetern und ein Gewicht von circa 130 Kilogramm soll sie erreichen. Bereits am nächsten Tag legen die Fachmänner die Glocke frei und der erste Glockenschlag ertönt. Den letzten Schliff verpassen die Ordensleute dem „wohl ältesten Musikinstrument der Menschheit“ dann jedoch im Kloster.

 

Erster Glockenschlag: Stimmt der Klang?

Am Samstag, den 25. Juli um 12.00 Uhr soll die neue Glocke zum ersten Mal erklingen. Umrahmt von einem Weißwurstfrühstück sind auch bei der Freilegung und dem anschließenden Anschlagen Besucher gerne gesehen und erwünscht.

Die festliche Glockenweihe findet sechs Wochen später, am 30. August, statt. Zum ersten Mal seit über 220 Jahren wird dann wieder das Klingen der eigenen, neu gegossenen Glocke die renovierte St. Ägidius-Kapelle und den Schlossberg über Waldeck beleben. Am selben Tag ist außerdem eine ökumenische Dankandacht um 17.00 Uhr.

 

Programm und weitere Infos:

Rahmendaten können Sie sich im Infoflyer zum Glockenschauguss auf der Burgruine Waldeck ansehen. (Korrektur zum Flyer: Die Glockenweihe am 30.8. ist bereits um 9.00 Uhr und wird von Weihbischof Reinhard Pappenberger durchgeführt.)

  • In einer eigens konzipierten Ausstellung können sich Interessierte über alle Details rund um den Waldecker Glockenguss sowie über die bewegte Geschichte der Burgruine mitsamt Ägidius-Kapelle informieren.
  • Für besinnliche Momente sorgt eine geführte meditative Wanderung entlang des Marterlwegs, der erst im Oktober 2014 unterhalb des Schlossberges eingeweiht wurde.
  • Pünktlich zum Glockenguss wird den Besuchern ein weiterer Burg-Stationen-Weg rund um den Schlossberg vorgestellt.
  • Musikalisch umrandet wird die Veranstaltung durch den bekannten Heimat- und Dialektmusiker Hubert Treml. Er besticht mit seinen ehrlichen und herzlichen Liedern in Mundart.
  • Thomas Bärthlein vom Regionalsender OTV wird die Veranstaltung moderieren.
  • Der Heimat- und Kulturverein hat zudem eine mobile Stahltribüne organisiert, wie sie normalerweise auf Großkonzerten oder Motorsport-Veranstaltungen Verwendung findet. „Damit schaffen wir es, möglichst vielen Menschen einen freien Blick auf den Guss zu ermöglichen. Rund 1000 Sitzplätze wird die professionelle Tribüne bieten. Wer also ganz vorne dabei sein will, darf sich rechtzeitig eine Sitzplatzkarte sichern“, so Leonhard Zintl.

Da die Sitzplatzanzahl beim Glockenschauguss am Freitag, 24. Juli begrenzt ist, werden Karten für die Abendveranstaltung verkauft.

Weitere Infos zur Veranstaltung erhalten Sie außerdem beim Heimat- und Kulturverein Waldeck.