News Bild Wertschätzung der ehelosen Lebensform als Zeichen für das Reich Gottes - Dankbarkeit und Gebet für die geistlichen Berufungen in der Niedermünsterkirche

Wertschätzung der ehelosen Lebensform als Zeichen für das Reich Gottes - Dankbarkeit und Gebet für die geistlichen Berufungen in der Niedermünsterkirche

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(pdr) Die Berufung zur Ehelosigkeit gehört von Anfang an zur Kirche. Im Bistum Regensburg gibt es eine erfreulich große Anzahl junger Menschen, die einen geistlichen Beruf ergreifen möchten, der mit dieser zeichenhaften Lebensform verbunden ist. Um die Dankbarkeit für diese besonderen Berufungen und die Wertschätzung gegenüber der Ehelosigkeit auszudrücken, zelebrierte Bischof Gerhard Ludwig Müller am Gebetstag für geistliche Berufe in der mit Gläubigen, Angehörigen geistlicher Berufe und Priesterseminaristen gefüllten Niedermünsterkirche in Regensburg ein Pontifikalamt. Konzelebranten waren Weihbischof Reinhard Pappenberger und der Regens des Priesterseminars, Mons. Martin Priller. Die Regensburger Domspatzen gestalteten das Pontifikalamt in musikalischer Hinsicht auf höchstem Niveau.

Der Regensburger Oberhirte forderte dazu auf, für alle zu beten, die eine Berufung in sich spürten, damit sie mit ihrem Wort, ihrem Werk und ihrem ganzen Leben Zeugen werden für Jesus Christus. Zentrum seiner Predigt war die Berufung der Apostel durch Jesus Christus selbst. „Jesus, der Auferstandene, hat diese zwölf persönlich zur Verkündigung der Heilsbotschaft eingesetzt“, stellte der Bischof fest. Die zwölf Apostel seien das Fundament der Kirche und des Glaubens, gleichzeitig auch Zeugen Jesu Christi und Verkünder seines Evangeliums. Die zwölf Apostel hätten das Hirtenamt der neu entstandenen Kirche übertragen bekommen. Auch mit dem Tod des letzten Apostels hätte das Hirtenamt nicht geendet. „Der notwendige Dienst bricht mit dem Tod des letzten Apostels nicht ab, denn die Apostel selber haben wieder Menschen beauftragt, die ihre Sendung weiter trugen, damit die Kirche immer neu aufgebaut werden kann“, sagte der Bischof: „Jeder Bischof und jeder Priester ist ein bevollmächtigter Zeuge, der in der Sendungsfolge der Apostel steht.“ Nicht aufgrund rhetorischen Fähigkeiten verkünde der Priester das Evangelium, sondern weil er durch die Handauflegung des Bischofs und das Weihegebet, das den Heiligen Geist ihn überträgt, eine apostolische Sendung erhalten hat.

Bischof Gerhard Ludwig erinnerte daran, dass die Apostel, auch wenn sie eines gewaltsamen Märtyrertodes für ihren Glauben sterben mussten, Jesus Christus stets treu geblieben sind und für ihn Zeugnis abgelegt haben. Statt ihre Feinde zu verfluchen beteten sie für deren Bekehrung. „Mit Blick auf die Heiligen begreifen wir, dass das Christentum nicht nur Theorie ist, sondern die Präsenz Gottes in Jesus Christus“, sagte der Bischof. Am Ende der Feier erteilte er den eucharistischen Segen.