News Bild Weltjugendtag in Madrid - "Tankstelle für den Glauben"

Weltjugendtag in Madrid - "Tankstelle für den Glauben"

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Der WJT neigt sich langsam dem Ende zu. Die Pilger überlassen die spanische Hauptstadt nun wieder den Madrilenen. Seit Mittag ziehen sie aus der Stadt und treffen peu à peu auf dem acht Kilometer südwestlich vom Stadtzentrum liegenden Flughafen „Cuatro Vientos“ ein. Zeit Zwischenbilanz zu ziehen.

Wie erleben die Christen aus aller Welt diese Weltjugendtage in Spanien? Was bedeuten sie für ihren Glauben? Eine Gruppe Peruaner ist sich auf Anhieb einig: sie hat der WJT in ihrem Glauben bestärkt. Überall in den Straßen, auf den Plätzen und in den Kirchen trifft man auf Junge und auch Alte, die hier sind um ihren Glauben in die Katholische Kirche zu feiern. Viele der Pilger hatten eine weite Anreise. Die Strapazen haben sie trotzdem auf sich genommen um gemeinsam mit dem Heiligen Vater und mit Menschen verschiedener Herkunft und verschiedenen Alters ihren Glauben und ihr Vertrauen in den Herrn zu feiern. Das zu sehen ist eine tolle Erfahrung, die sehr bereichert.

Matthias (22) ist zu Hause in Münster unter anderem als Messdiener in seiner Pfarrgemeinde aktiv. Er hingegen nimmt seinen Glauben hier in Madrid nicht anders als in Deutschland wahr. Ihm war klar, dass die Kirche jung ist, schließlich war er auch schon beim WJT in Köln 2005. „Es ist natürlich schon sehr beeindruckten die vielen Jungen zu sehen, die den Heiligen Vater wie einen Popstar feiern. Aber anders fühle ich mich deswegen nicht“, sagt er.
Die jungen Polen aus Kattowitz freuen sich sehr darüber, auf so viele Schwestern und Brüder im Glauben zu treffen. Der WJT bestärkt sie, berichten sie. Zum Teil fühle man sich als junger katholischer Pole sehr einsam. Hier in Madrid wird deutlich, dass es nicht so ist. Der Glaube wird mit Gesang und Tanz gefeiert.

Von ähnlichen Erfahrungen berichtet auch die Gruppe um Pfarrer Martin Bestele aus Ingolstadt. „Es ist gigantisch hier dabei zu sein!“, erzählt der Geistliche und die Jugendlichen stimmen zu. Der WJT stellt für sie eine Tankstelle des Glaubens dar. Dieser Tage stehen sie stärker im Glauben denn sonst. Und dieses Gefühl wollen sie auch nach Deutschland mitnehmen.

„Nein, meine Glaube ist ortsunabhängig“, berichtet Schwester Beata (42) aus Polen. Sie ist Schwester in der internationalen Ordensfamilie der Franziskanerinnen Missionarinnen Marias und steht immer sehr fest im Glauben. Natürlich ist der WJT ein bewegendes Ereignis. Hier erlebt man das Pfingstfest am eigenen Leib. Auch der 28jährige Seminarist Krzysztof und die 27jährige Iza genießen das internationale Glaubensfest. Es sei herrlich zusammen zukommen, doch Glaube sollte kein Eventgefühl sein. Die Tatsache, dass Menschen aus aller Welt sich dazu entschlossen haben die Beschwerlichkeiten zum Teil sehr, sehr langer Reisen auf sich zu nehmen, um den Glauben gemeinsam zu feiern, mache deutlich, dass die Weltkirche sehr stark und verbindend ist.