News Bild Weihe der Öle in der Chrisammesse - Erinnerung an Personen, die mit ihrem ganzen Leben für die Mitmenschen eintreten

Weihe der Öle in der Chrisammesse - Erinnerung an Personen, die mit ihrem ganzen Leben für die Mitmenschen eintreten

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(pdr) Am Montag der Karwoche wurde im Hohen Dom St. Peter in Regensburg die Chrisam-Messe gefeiert, in deren Rahmen die heiligen Öle für die Taufen, Firmungen und die Priesterweihe im Bistum geweiht wurden. Die Kathedrale war übervoll u.a. mit mehreren tausenden Jugendlichen, die aus allen Teilen der Diözese kamen und in diesem Jahr das Sakrament der Firmung durch die Bischöfe oder die von ihnen Beauftragten erhalten werden. Auch waren viele Eltern und Geschwister der Jugendlichen nach Regensburg gekommen. Bischof Gerhard Ludwig Müller, der das Pontifikalamt in Anwesenheit mehrerer hundert Priester feierte, hatte die Firmlinge eingeladen, die Weihe des Chrisams zu erleben. Auch der römische Kurienkardinal Paul Josef Cordes, Präsident des Päpstlichen Rates „Cor unum“, der zuvor im Regensburger Priesterseminar eine Recollectio für Priester gehalten hatte, war während des Pontifikalamtes anwesend. Die Regensburger Domspatzen gestalteten den Gottesdienst musikalisch auf hohem Niveau.

In seiner Predigt erinnerte Bischof Gerhard Ludwig an Personen, die mit ihrem ganzen Leben eingetreten sind für ihre Mitmenschen in Gefahr: Erzbischof Oscar Romero von San Salvador, der Regensburger Domprediger Johann Maier, viele engagierte Gläubige, die mit dem Domprediger gegen die Verteidigung Regensburgs demonstrierten, sowie Frater Eustachius Kugler, der das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder baute und segensreich für die Bevölkerung wirkte. Der Bischof gab zu bedenken, dass die Kirche immer dieselbe bleibt, während die Namen der Verfolger aber wechseln.

Die Jugendlichen rief Bischof Gerhard Ludwig eindringlich dazu auf, sich nicht an inneren Selbstzweifeln abzuarbeiten. „Wer gefirmt wird, wer den Heiligen Geist empfängt, der kann nicht an sich selber zweifeln“, so der Bischof. Das Wort Minderwertigkeitskomplex müsse ein Fremdwort sein, das in unseren Herzen keinen Platz habe. Anschließend wurden die vorbereiteten Öle von Diakonen zum Bischof gebracht, der sie weihte.