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Zur Neuigkeit
Weihbischof Pappenberger feiert an Christi Himmelfahrt das Pontifikalamt im Dom
„Christi Himmelfahrt ist ein Bestandteil unseres Glaubenslebens“
Regensburg, 14. Mai 2026
„Ihr Christen, hoch erfreuet euch, so haben wir eben gesungen. Wir haben heute am Hochfest Christi Himmelfahrt allen Grund, hoch erfreut zu sein“, mit diesen Worten begrüßte Weihbischof Reinhard Pappenberger am Donnerstagvormittag die Gläubigen im Regensburger Dom St. Peter. Gemeinsam mit vier Vertretern des Regensburger Domkapitels feierte er das Pontifikalamt. Die Kirchenmusik gestalteten ein Chor der Regensburger Domspatzen unter der Leitung von Kathrin Giehl sowie Domorganist Professor Franz Josef Stoiber an der Domorgel. Zu hören war unter anderem die „Missa Festiva“ aus dem Jahr 2013, ein Spätwerk des britischen Komponisten, Organisten und Chorleiters Christopher Tambling (1964–2015).
„Freier Tag statt Feiertag?“
In seiner Predigt richtete Weihbischof Reinhard Pappenberger den Blick auf die Ergebnisse einer aktuellen Studie, nach der vielen Menschen zwischen 20 und 60 Jahren die religiöse Bedeutung von Christi Himmelfahrt nicht mehr bekannt ist. Kinder und Jugendliche sowie Senioren verfügten demnach noch eher über ein Bewusstsein für den religiösen Hintergrund dieses Tages, der in ganz Deutschland auch ein staatlicher Feiertag ist. „Für uns alle“, so Weihbischof Reinhard, „die wir heute hier im Dom zusammengekommen sind, ob jung oder alt, ist der Feiertag Christi Himmelfahrt ein fester Bestandteil unseres Glaubenslebens.“
„Hab Mut, steh auf!“
Anschließend schlug Weihbischof Reinhard eine Brücke zum 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg, der in diesem Jahr unter dem Leitwort „Hab Mut, steh auf!“ steht. Durch Taufe und Firmung seien alle Christen berufen, in die Nachfolge Christi zu treten. Der Auftrag des Herrn vor seiner Himmelfahrt gelte allen. Papst Franziskus habe dieses „Todos“, dieses „Alle“, immer wieder besonders hervorgehoben: Alle seien gesandt, zu allen Menschen zu gehen und ihnen vom Glauben Zeugnis zu geben.
„Ein Tag mit zwei und mehr Gesichtern“
Das Hochfest Christi Himmelfahrt, das genau am 40. Tag nach Ostern gefeiert wird, ist bereits 383/384 in der Liturgie von Jerusalem durch die Reiseberichte der Pilgerin Egeria bezeugt. Vielfältig ist auch das Brauchtum, das sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat. Früher wurde vielerorts eine Figur des auferstandenen Christus durch eine Öffnung im Gewölbe der Kirche in die Höhe gezogen, ein Brauch, der das Heilsgeschehen eindrucksvoll vor Augen führte. Traditionell leiten Bittprozessionen an den drei vorhergehenden Werktagen das Hochfest ein. Im Rheinland sind etwa der Gymnicher Ritt, eine Reiterprozession, sowie die Verleihung des Aachener Karlspreises zu nennen.
Daneben steht der weltliche Vatertag, auch Herren- oder Männertag genannt, der durch Landpartien und trinkfreudige Ausflüge von Männern, die nicht notwendigerweise selbst Väter sind, einen nicht immer rühmlichen Ruf bekommen hat. Seit vielen Jahren gibt es im Bistum Regensburg die Veranstaltungsreihe „Der andere Vatertag“, bei der Angebote für Väter und ihre Kinder im Mittelpunkt stehen — jenseits von Bollerwagen und Biergarten.
Auf dem Weg zum Dom konnten die Messbesucher auch manchen jungen Vater sehen, der spielend mit seinem Nachwuchs unterwegs war oder seinem Kind im Dom mit einem Kindergebetbuch die Messfeier näherzubringen versuchte. Auch darin zeigt sich ein anderes Gesicht des Vatertags.
Der Festzug zur Eröffnung der Maidult, der sich eher zufällig an das Pontifikalamt anschloss, machte zugleich deutlich, wie eng Glaube und Brauchtum in Bayern zusammengehören. Dabei geht es nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein Miteinander und Zusammenwirken.

Text und Fotos: Carl B. Prämaßing
(SG)




