News Bild Warum stille Feiertage wie Allerheiligen gut sind und wie wir sie feiern

Warum stille Feiertage wie Allerheiligen gut sind und wie wir sie feiern

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Allerheiligen - die Bedeutung dieses katholischen Festes am 1. November steckt schon im Namen. An Allerheiligen gedenken die Katholiken der Frauen und Männer, die aufgrund ihres Glaubens ein heilig mäßiges Leben führten. Das heißt, sie gedenken auch denen, für die im Laufe des Jahres kein eigener Festtag vorgesehen ist.


Pfarrer Holger Kruschina erklärt das hier mit einfachen Worten ganz genau:

Was ist ein Heiliger?

Die Katholische Kirche sieht in einem Heiligen einen Christen, der den Glauben in seinem Leben konsequent umgesetzt hat. Nach katholischem Verständnis verwirklicht sich in den Heiligen die Erlösungstat Christi, daher ist die Heiligenverehrung letztendlich ein Hinweis auf Christi. Die Heiligen leben in der Gemeinschaft mit Gott. Damit sind aber nicht nur Menschen gemeint, die vom Papst heilig gesprochen wurden.

"Heilige sind Menschen, die mit geöffneten Händen von Gott beschenkt sind und das weitergeben an andere. In Taufe und Firmung sind wir alle zur Heiligkeit berufen", so hat Bischof Rudolf Voderholzer es in einer Predigt an Allerheiligen formuliert.

Info: Die Anfänge des Allerheiligenfestes gehen bis in das 4. Jahrhundert zurück. Ephräm der Syrer und Johannes Chrysostomus kennen ein Fest aller heiligen Märtyrer am 13. Mai bzw. am 1. Sonntag nach Pfingsten, der im griechischen Kalender bis heute noch der Sonntag der Heiligen heißt. Im Abendland gab es ein Fest aller heiligen Märtyrer am 13. Mai seit dem 7. Jahrhundert. Der 1. November ist im 9. Jahrhundert durch Ludwig den Frommen in Frankreich eingeführt worden. Das Allerheiligenfest bezieht sich in seiner Aussage auf Ostern. An ihm wird nicht der Toten gedacht. Es feiert das neue Leben, in welches die Heiligen gekommen sind und das allen Christen verheißen ist. Die Liturgie ist an diesem Tage durch zwei Texte geprägt, die dem Tag einen besonderen Charakter verleihen. Es werden aus der Offenbarung des Johannes das 7. Kapitel und aus dem Matthäusevangelium die Seligpreisungen gelesen (Mt 5,1-11).

Allerheiligen ist ein stiller Feiertag. In diesen Tagen rücken Themen wie Sterben, Tod, Gericht, Ewiges Leben nach vorne.

Bei allen Menschen? In unserer Gesellschaft steht mittlerweile der Vorabend von Allerheiligen mehr und mehr im Zentrum der Aufmerksamkeit. "All Hallows Eve", die Nacht vor Allerheiligen - oder anders: Halloween.

 

Gaudi an Halloween und der stille Feiertag Allerheiligen: Wie passt das zusammen?

Bischof Rudolf Voderholzer hat sich dazu vor drei Jahren ausführlich Gedanken gemacht. Was er über „Spinnweben umwaberte Fratzen und besenreitende Hexen“ sagt, lesen Sie hier, zusammen mit ein paar Anregungen und Tipps für die Gestaltung der Tage rund um Allerheiligen.

 

"Wir könnten in unserer heutigen Gesellschaft ein einziges Fest feiern." Warum es dennoch wichtig ist, dass es stille Feiertage wie Allerheiligen gibt, erklärt uns Priesterseminarist Martin Seiberl.