News Bild Wallfahrtskirche Frauenbründl: Weihbischof Josef Graf feierte mit Gläubigen Patrozinium

Wallfahrtskirche Frauenbründl: Weihbischof Josef Graf feierte mit Gläubigen Patrozinium

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Idyllisch ist sie gelegen – die  Wallfahrtskirche Frauenbründl auf dem Weg von Bad Abbach nach Saalhaupt. An der Stelle der heutigen Wallfahrtskirche, die 1721 erbaut wurde, stand früher eine hölzerne Feldkapelle. Bereits 1701 wurde eine Klause errichtet – und an der Außenmauer des Chors sprudelt eine Quelle hervor, der man besondere Heilkräfte nachsagt. Deshalb ist Frauenbründl ein gern besuchter Wallfahrtsort. Aber nicht nur deswegen.

Denn Frauenbründl gehört zu denjenigen Kirchen, die der „Schmerzhaften Mutter Gottes“ geweiht sind und Menschen dazu einlädt, sich mit ihren Sorgen und Nöten der Gottesmutter Maria anzuvertrauen. Die Bezeichnung Mariens als „Schmerzhafte Mutter Gottes“ beruhen auf der der kirchlichen Tradition bekannten „sieben Schmerzen Mariens“, derer die Kirche am Fest der Schmerzen Mariens, dem 15. September, gedenkt. Da dieser Tag für die Wallfahrtskirche Frauenbründl gleichzeitig der Tag ihres Patroziniums ist, kamen am Sonntag zahlreiche Gläubige zusammen, um gemeinsam mit Weihbischof Josef Graf dieses mit einer Heiligen Messe unter freiem Himmel zu feiern.

 

Weihbischof Graf: Maria versteht unsere Leiden und Schwächen

In seiner Predigt erinnerte Weihbischof Graf daran, dass der Gedenktag der Schmerzen Mariens unmittelbar auf das Fest der „Kreuzerhöhung“ am 14. September folgt und zu diesem in innerer Beziehung stehe. Wird an Kreuzerhöhung verehrend auf das Kreuz Jesu Christi als Siegeszeichen und Baum des Lebens geblickt, so wird am Tag darauf das Mitleiden Marias als Mutter und Verkörperung der Kirche und Vorbild für alle Glaubenden gepriesen.

Der Regensburger Weihbischof zählte vor den anwesenden Gläubigen jede der sieben Schmerzen Mariens auf: Die Darstellung Jesu im Tempel mit der Weissagung Simeons, die Flucht nach Ägypten vor dem Kindsmörder Herodes, Verlust des 12jährigen Jesus im Tempel, die Begegnung Jesu mit seiner Mutter und seine Zurückweisung ihr gegenüber, Kreuzigung und Sterben Jesu, Kreuzabnahme und Übergabe des Leichnams an Maria und die Grablegung Christi.

Maria musste als Mutter Jesu Dinge erleben und erleiden, die auch in der heutigen Zeit vielen Müttern auf der ganzen Welt nicht fremd seien, so Weihbischof Graf: Flucht und Vertreibung, Entfremdung zwischen Mutter und Kind, die Verurteilung und Hinrichtung des eigenen Kindes als Verbrecher, die Beerdigung des eigenen Kindes. Deshalb verstehe die Gottesmutter die Leiden und Schwächen der Menschen und lade diese dazu ein, sich ihr anzuvertrauen.

 

Weihbischof Graf: Beten Sie für ihre Kinder

In Zeiten sinkender Kirchenzugehörigkeit, gerade unter jungen Menschen, ermutigte Weihbischof Graf die  Erwachsenen unter den anwesenden Gläubigen dazu, für die eigenen Kinder und Enkel zu beten und auch bei Maria darum zu bitten, dass diese den christlichen Glauben und die Kirche für sich entdecken mögen: „Leben Sie ihren Kindern und Enkeln den eigenen Glauben vor - so gut Sie es können. Möglicherweise erscheinen Ihnen ihre Bemühungen um die Weitergabe des Glaubens auf den ersten Blick sinn- und fruchtlos. Aber manchmal geschehen auch im Verborgenen Dinge und erst im Nachhinein kann man erkennen, dass sich manche Mühe ausgezahlt hat. Hierbei ist es deshalb auch wichtig, sich in Geduld zu üben.“