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Wallfahrt mit Mitra, Stab, Ring und Brustkreuz

Nikoläuse sagen in Altötting Dank

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Altötting, 22.12.2022

Rund um den Nikolaustag haben die „Nikoläuse“ viel zu tun. Sie besuchen Kinder in den Familien, in den Kindergärten; außerdem alte, kranke und einsame Menschen insbesondere in Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Altenheimen. Wenn ihr Einsatz nach dem 6. Dezember beendet ist, dann ist Zeit für eine Dankwallfahrt nach Altötting. Diese Wallfahrt der Nikoläuse fand in diesem Jahr wieder als Höhepunkt und zugleich Abschluss des Altöttinger Christkindlmarktes statt. Mit Bischof Rudolf Voderholzer feierten sie eine Dankmesse.

Heuer waren rund 30 edel gewandete Wallfahrer vor allem aus dem nieder- und oberbayerischen Raum angereist. Aber auch aus der Oberpfalz und aus Schwaben waren einige dabei. Sie feierten mit dem Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer eine festliche Pontifikalmesse in der Bruder Konrad-Kirche – mit anschließender Prozession zur Gnadenkapelle. Dann beschenkten sie Kinder auf dem Christkindlmarkt mit kleinen Gaben, wie es sich für Nikoläuse eben gehört.

„Dass die Nikolauswallfahrt ohne grimmige Begleitung von Krampussen stattfindet, ist uns lieber“, betonte der stellvertretende Wallfahrtsrektor Kapuzinerpater Bruder Marinus Parzinger schmunzelnd bei seiner Begrüßung. Er sprach dabei sicherlich auch den anwesenden Kindern aus dem Herzen. Auch spielte er auf den auffallenden „Rauschebart“ der Nikolaus-Darsteller an und verwies dabei augenzwinkernd auf Gemeinsamkeiten mit den Kapuzinern. Dem heiligen Bruder Konrad sei aber nicht das Äußerliche wichtig gewesen, betonte er dann, sondern die gläubige Ausrichtung auf Jesus, auf das Kreuz als Glaubenssymbol.

Missionarischer Dienst

Herzlich begrüßte Bruder Marinus den Hauptzelebranten des Gottesdienstes, Bischof Rudolf Voderholzer. Der Regensburger Oberhirte freute sich über die vielen Teilnehmer der Nikolaus-Wallfahrt und lobte den Brauch des „Nikolaus-Gehens“ als einen Dienst der Verkündigung. Die Nikolaus-Darsteller mit den bischöflichen Insignien Mitra, Stab, Ring und Brustkreuz vermittelten schließlich auch eine positive Sicht auf das Bischofsamt. So erzählte Bischof Voderholzer beispielsweise von einem Pastoralbesuch, bei dem ihn ein Kind lautstark mit „Nikolaus“ angesprochen hatte. Darin habe er ein großes Kompliment gesehen, betonte er. Die Legende, die davon erzählt, wie der heilige Nikolaus zum Bischof ernannt wurde, verdeutliche: ein Bischof soll der erste Beter in seinem Bistum sein, damit die Gegenwart Gottes spürbar werde.

So dankte Bischof Voderholzer den Nikolausvertretern für die „Mithilfe an der Verkündigung“ und für deren „missionarischen Dienst, damit die Botschaft Jesu auch bei den Kindern und Jugendlichen ankommt und damit Jesus Christus selber in uns zur Welt kommen kann.“

Freund der Kinder und der Armen

Auch Bischof Voderholzer hob die Gemeinsamkeiten zwischen Bischof Nikolaus und dem heiligen Bruder Konrad hervor. Konrad war wie Nikolaus ein großer Freund der Kinder gewesen und habe täglich an der Klosterpforte die Hungernden, darunter auch Kinder aus ärmlichen Verhältnissen, beschenkt.

Nach dem Gottesdienst zogen die Nikolaus-Vertreter mit Bischof Rudolf Voderholzer, Kapuzinerpater Bruder Marinus Parzinger, Christian Wieser als Organisator der Nikolaus-Wallfahrt und Vertretern des Altöttinger Wirtschaftsverbandes hinauf zur Gnadenkapelle, um nach Umrundung und einer kurzen Statio die Kinder mit süßen Gaben in Form von Schokoladen-Nikoläusen zu erfreuen. Den Kindern hat’s sichtlich geschmeckt!

 

Text: Roswitha Dorfner, jw

Fotos: Roswitha Dorfner