News Bild Vortrag am 25. Oktober: Unbekannter christlicher Osten – Orthodoxe und orientalische Kirchen im aktuellen ökumenischen Kontext

Vortrag am 25. Oktober: Unbekannter christlicher Osten – Orthodoxe und orientalische Kirchen im aktuellen ökumenischen Kontext

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Im Rahmen der Regensburger Ökumenischen Gespräche findet diesen Freitag um 19:00 Uhr ein Vortrag über den christlichen Osten statt. Christen aus dem Osten – sei es aus Osteuropa, sei es aus dem Nahen Osten – sind in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer mehr präsent im Westen.

 

Die Communio wiederherstellen

Die ersten Spaltungen der Christen sind schon für das erste Jahrtausend zu verzeichnen: Nach dem Konzil von Ephesus (431) entstand die Assyrische Kirche des Ostens und nach dem Konzil von Chalcedon (451) die meisten Orientalisch-Orthodoxen Kirchen (Kopten, Syrer, Äthiopier, Armenier, Eritreer, Malankara-Orthodoxe Syrer). Die Orthodoxie insgesamt erkennt die ersten sieben Ökumenischen Konzile (einschließlich Nicaea II, 787) zusammen mit den Kirchen des Westens an. Um die Spaltungen unter den entstandenen Kirchen zu überwinden und die Communio wiederherzustellen, setzen im 20. Jahrhundert, insbesondere nach dem II. Vatikanischen Konzil ökumenische Dialoge ein.

 

Der Vortrag

Der Vortrag zum 110. Regensburger Ökumenischen Gespräch will Facetten und Besonderheiten dieser Kirchen des Ostens aufzeigen und Orientierung geben. Zudem ermöglicht der Vortrag einen authentischen Einblick in die Erfolge, aber auch in die Schwierigkeiten der aktuellen ökumenischen Dialoge.

 

Wann: Fr 25.10.2019, 19:00 Uhr

 

Wo: Runtinersaal, Keplerstr. 1, 93047 Regensburg

 

Eintritt: frei, Spenden erwünscht.

 

Veranstalter: KEB in Kooperation mit dem EBW, missio München, der Fachstelle Weltkirche im Bistum Regensburg und weiteren Kooperationspartnern. Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamtes der Stadt Regensburg.

 

Anmeldung: erforderlich, www.keb-regensburg-stadt.de oder E-Mail: info@keb-regensburg-stadt.de

 

Die Referentin

… des Abends ist Prof. h.c. em. Dr. Dr. h.c. Theresia Hainthaler, em. Honorarprofessorin für Christologie der Alten Kirche und Theologie des christlichen Ostens an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen, Frankfurt am Main.
Sie hat Mathematik an der Universität München studiert und war später in diesem Fach als wissenschaftliche Assistentin an der Freien Universität Berlin tätig. Katholische Theologie studierte sie in Berlin und Frankfurt, Philosophie in München, Orientalistik an der Universität Frankfurt. An der Hochschule Sankt Georgen arbeitet sie seit 1986 an dem von Kardinal Prof. Dr. Alois Grillmeier SJ (+ 1998) begründeten Forschungsprojekt "Jesus der Christus im Glauben der Kirche", das sie seit 1994 leitet. 1989-2016 war sie in der Lehre in Dogmatik und Alter Kirchengeschichte in Sankt Georgen (und an der Goethe-Universität Frankfurt) tätig. Sie nahm (als expert scholar) an den Konsultationen des Syrischen Dialogs von PRO ORIENTE (1994-2004) und am theologischen Dialog der Katholischen Kirche und der Assyrischen Kirche des Ostens (2002-2004) teil und ist Mitglied der assyrisch-katholischen Dialog-Kommission seit der Wiederaufnahme 2016. Seit 2005 ist sie Mitglied der internationalen theologischen orthodox-katholischen Dialogkommission und deren Koordinationskomitee sowie von Subkommissionen. Die wissenschaftliche Leitung der orthodox-katholischen Patrologentagungen auf europäischer Ebene, die 2001 von PRO ORIENTE, Wien, begonnen wurden, hat sie seit 2006 inne. Sie ist seit 2011Beraterin der Ökumene-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz und seit 2007Arbeitsgruppenmitglied der Kommission Kirchen des Ostens.