News Bild Vorfahren von Bischof Voderholzer wurden am 19. Juni 1946 vertrieben – Grußwort bei der Landesfrauentagung der Sudetendeutschen Landsmannschaft

Vorfahren von Bischof Voderholzer wurden am 19. Juni 1946 vertrieben – Grußwort bei der Landesfrauentagung der Sudetendeutschen Landsmannschaft

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Zum wiederholten Male fand die Landesfrauentagung der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Landesgruppe Bayern in Regensburg – konkret im Kolpinghaus – statt. Den inhaltlichen Schwerpunkt bildete die Thematik „Erfahrungen und Umgang mit Traumata“. Ein Grußwort sprach – wie schon bei der Tagung vor drei Jahren – Bischof Dr. Rudolf Voderholzer.

Mit Blick auf das Wandbild im Tagungsraum, das die Steinerne Brücke in Regensburg zeigt, verwies Bischof Voderholzer auf die Brücke in seinem Bischofswappen und natürlich den Brückenbau, den er mit seinem pastoralen Dienst leisten möchte. Und beim Thema „Traumata“ habe er viele Frauen in totalitären Regimen und Systemen im Kopf.

Von Kladrau über Eger und Wiesau nach Oberbayern

Besonders erinnerte er aber an seine eigene Großmutter, die wohl in Erwartung der Vertreibung sich nochmals am Standesamt eine Heiratsurkunde ausstellen ließ, auf der das genaue Datum der Vertreibung am 19. Juni 1946 nachgewiesen ist. In kurzen Sätzen schilderte der Oberhirte den Weg der Vertreibung seiner Großmutter und deren Kindern von Kladrau über Eger und Wiesau schließlich nach Oberbayern. Prägend – auch für ihn angesichts der wiederholten Erzählungen - sei auch die Tatsache, dass seine Großmutter nach zwei vergeblichen Versuchen, eine Unterkunft zu bekommen, wie versteinert auf ihrem Koffer sitzengeblieben sei. Erst die Aufnahme auf einem Bauernhof habe die Situation zum Positiven gewendet.

Vorfreude auf Sudentendeutschen Tag in Regensburg

Auch wenn seine Vorfahren hinsichtlich Traumata weitgehend verschont geblieben seien, so könne „man die Dimensionen in den Seelen nur vermuten“, meinte Bischof Voderholzer zu den beiden Vorträgen, die sich dem Thema „Traumata“ widmeten. Seine große Vorfreude drückte er im Blick auf den am Pfingstwochenende erstmals in Regensburg stattfindenden Sudetendeutschen Tag aus, wo als Hauptzelebrant und Prediger dem Festgottesdienst vorstehen wird.