News Bild Vorbereitung auf 100 Jahre Patrona Bavariae: Bayerns Katholiken strömen in Eichstätt unter dem Gnadenbild der Dreimal Wunderbaren Mutter zusammen

Vorbereitung auf 100 Jahre Patrona Bavariae: Bayerns Katholiken strömen in Eichstätt unter dem Gnadenbild der Dreimal Wunderbaren Mutter zusammen

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Rund 4.500 Pilgerinnen und Pilger aus allen bayerischen Bistümern kamen am Samstag, dem 7. Mai, in Eichstätt unter dem Gnadenbild der Dreimal Wunderbaren Mutter zusammen. Zum sechsten Mal – nach Altötting, Vierzehnheiligen, Bogenberg, Retzbach und Augsburg – bereiteten sich Bayerns Katholiken unter dem Motto „Mit Maria auf dem Weg – Offen für Gottes Wort“ wallfahrend auf das Jubiläum „100 Jahre Patrona Bavariae“ im Jahr 2017 vor. 


Sternwallfahrt: Aus allen Richtungen „mit Maria auf dem Weg“

Bereits am Vormittag machten sich gut 500 Pilgerinnen und Pilger aus dem Bistum Regensburg gemeinsam mit Bischof Rudolf Voderholzer und Mitgliedern des Domkapitels auf den Weg nach Eichstätt. Auf der letzten Etappe des Weges schlossen sie sich zu Fuß einer der Routen der allgemeinen Sternwallfahrt  an: Von verschiedenen Punkten rings um die Domstadt aus strömten die verschiedenen Pilgergruppen in Richtung Residenzplatz. 

An den sieben Ausgangspunkten und in Stationes auf dem Weg erhielten die Wallfahrer Impulse zu unterschiedlichen Themen. So fanden unter der Federführung von Kolping etwa auf dem Kasernenareal der Bereitschaftspolizei Frauen und Männer zum Thema „Maria, Königin der Familien“ zusammen, im Gewerbegebiet nahm die KAB die Themen Sonntagsruhe und Frauenarbeit („Maria, Du Hilfe der Christen“) in den Blick und mit auf den Weg zum Gottesdienstort. Ausdauer für einen längeren Weg verlangten etwa die von der Frauenseelsorge („Maria als Wegbegleiterin“) oder dem Bischöflichen Jugendamt („Wir gehen unseren Weg – mit Maria“) gestalteten Wallfahrten den Pilgern ab, sie kamen vom Jura herunter oder altmühlaufwärts zum Festplatz. 

Beim moderierten und musikalisch gestalteten Vorprogramm auf dem Residenzplatz zeichnete sich beim allmählichen Eintreffen der Pilgergruppen sehr bald ab, dass die Gesamtteilnehmerzahl die Erwartungen der Verantwortlichen übertreffen sollte. Ein endlos scheinender Zug der Fahnenabordnungen ging dem liturgischen Dienst voran.

 

Fest der Ermutigung: Mit Maria der Welt Hoffnung geben

Gastgeber Bischof Gregor Maria Hanke konnte alle bayerischen Erzbischöfe, Bischöfe und Weihbischöfe in der Dom- und Universitätsstadt an der Altmühl begrüßen, mit dabei waren auch die Bischöfe aus zwei der Eichstätter Partnerdiözesen, Erzbischof Simon Ntamwana aus Gitega/Burundi und Bischof em. Valerian D’Souza aus Poona/Indien, sowie der koptisch-orthodoxe Bischof Anba Damian.„Der Name Gottes ist Barmherzigkeit“ – mit diesem an Papst Franziskus erinnernden Wort eröffnete Kardinal Reinhard Marx, Hauptzelebrant des Pontifikalgottesdienstes, der live im Fernsehen und Internet übertragen wurde, seine Predigt. Barmherzigkeit müsse das „Grundmotiv unserer christlichen Existenz“ sein: „Wenn wir die Botschaft Jesu verbreiten wollen, dann müssen wir in der Linie der Barmherzigkeit sein“. Gottes Barmherzigkeit zeige sich darin, dass er auf den Menschen zugehe, sich im zuwende, mit ihm in Kommunikation trete: „Woher sonst sollten wir überhaupt etwas von ihm wissen?“ Gottes Wort sei keine Theorie, kein Buch, sondern „ein Mensch, der als Bruder zu uns kommt, in dessen Gesicht wir das Gesicht Gottes sehen“. Der Kardinal erinnerte an die Gräuel vergangener und gegenwärtiger Kriege und bekräftigte: „Der Grund der Welt ist nicht Angst, Dunkelheit, nicht die Hölle, der Grund der Welt ist Barmherzigkeit“. 

 

„Wir sind im Namen Mariens zusammen“, so Marx, „um uns gegenseitig zu stärken und weiter marianisch unterwegs zu sein auf dem Weg der Neuevangelisierung“. Er rief die Gläubigen dazu auf, wie Maria der Welt Hoffnung zu geben und Christus zu den Menschen zu bringen. Christen sollten Mut machen und nicht „die Hoffnungslosigkeit durch Jammern verdoppeln“, so der Kardinal. Die Patrona Bavariae-Wallfahrt sei „ein Fest der Ermutigung, uns neu einzubringen“, die Welt warte auf dieses Zeugnis. Der Gottesdienst schloss mit der Weihe an die Gottesmutter und Schutzfrau Bayerns, Maria.


Zeugnis des Glaubens: Auf ein Wiedersehen in München

Bischof Hanke dankte den über 100 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die auf ganz unterschiedliche Weise zum Gelingen der Feier beigetragen hätten, den Organisatoren, aber auch den Multiplikatoren in den Gemeinden: "Das war ein Zeugnis des Glaubens, eine gegenseitige Ermutigung, ich bin sehr dankbar für dieses Ereignis." Die Pilger forderte er auf, „die Freude Mariens mitzunehmen in Ihre Häuser und Wohnungen“.

Kardinal Marx sprach schließlich die Einladung nach München zur letzten Wallfahrt des Patrona-Reigens im kommenden Jahr aus: „Mit dem Rückenwind dieser gelungenen Feier sollten wir versuchen, den Münchener Marienplatz voll zu kriegen“.