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Zur Neuigkeit
Volljährigkeitsaktion der Pfarreiengemeinschaft am Mariahilfberg
Persönlicher Besuch zum 18. Geburtstag
Amberg, 28. April 2026
Die Pfarreiengemeinschaft Mariahilfberg in Amberg wartet seit diesem Jahr mit einer Geburtstagsüberraschung für alle ihre Jugendlichen auf, die ihren 18. Geburtstag feiern. Sie bekommen persönlich Besuch von Ehrenamtlichen, die Ihnen Glückwünsche und eine klare Botschaft überbringen.
Insgesamt feiern im Jahr 2026 rund einhundert Jugendliche, die der katholischen Kirche angehören, im Gebiet der Pfarreiengemeinschaft ihren 18. Geburtstag. Hierzu gehören die Pfarreien Heilige Dreifaltigkeit, Heilige Familie, Aschach-Raigering und Paulsdorf. Den neuen Weg geht die Pfarreiengemeinschaft bewusst seit Anfang des Jahres. Alle Jugendlichen, die in diesem Jahr volljährig werden, werden unangemeldet besucht. Die Botschaft dabei: Du bist uns wichtig!
Die Idee zu diesem Projekt stammt von Kaplan Marvin Schwedler. Was zunächst als Impuls entstand, konnte dank eines engagierten Teams rasch und unkompliziert umgesetzt werden. Seitdem machen sich Ehrenamtliche auf den Weg, um den jungen Erwachsenen im Namen der Kirche zu gratulieren – direkt an der Haustür.
Die Botschaft: Du bist wichtig und unverwechselbar
Wer an diesem Tag öffnet, erlebt eine Überraschung: Ein kleines Team überbringt Glück- und Segenswünsche und hat ein Geschenk dabei: ein Kochbuch. Die Wahl des Geschenks ist bewusst getroffen. Das Kochbuch dient nicht nur dazu, den jungen Leuten die Kochkunst näher zu bringen, vielmehr ist mit diesem Buch eine Botschaft verbunden. Denn mit dem 18. Geburtstag beginnt für viele ein neuer Lebensabschnitt: Ausbildung oder Studium, der erste eigene Haushalt, ein Leben auf eigenen Füßen. Kochen gehört dazu. Das Geschenk soll zeigen: Wir als Kirche möchten dich unterstützen und begleiten dich auf deinem Weg als junger Erwachsener. Eine persönliche Widmung der Pfarrei und ein Brief mit guten Wünschen für den weiteren Lebensweg unterstreichen dies.
Auch ein theologischer Impuls wird den 18-Jährigen mitgegeben. Der Vers „Ihr seid das Salz der Erde“ (Mt 5,13) macht deutlich: So wie das Salz wichtig für die Zubereitung von Gerichten ist, die ohne Salz fade schmecken würden, so geben auch die jungen Menschen als Christen mit ihrem Leben und Wirken der Welt eine besonders schöne Prägung. Sie sind wichtig für die Welt und besonders kostbar. Jeder Mensch hat eine unverwechselbare Bedeutung. Auf diese Weise soll der biblische Impuls den jungen Erwachsenen Mut machen, die neuen Wege selbstbewusst zu gehen.
Durchweg positive Rückmeldungen
Die bisherigen Erfahrungen sind durchweg positiv. Nicht immer werden die Geburtstagskinder direkt angetroffen, doch häufig entstehen bereits an der Haustür wertvolle Begegnungen. Eltern oder Großeltern reagieren überrascht und dankbar, nicht selten entwickeln sich Gespräche. Immer wieder berichten die Besucher und Besucherinnen von offenen, ehrlichen Momenten. Von Fragen nach der Zukunft, von Unsicherheiten, aber auch von Zuversicht und Aufbruch. Manchmal bleibt es nicht beim kurzen Gratulieren. Aus einem spontanen Besuch wird ein längeres Gespräch, gelegentlich sogar bei einer Tasse Kaffee. So entstehen Kontakte, die über den Moment hinausreichen – niedrigschwellig, persönlich und ohne Erwartungsdruck.
Das Projekt zeigt eindrücklich, wie Kirche heute wirken kann: nicht distanziert, sondern nah bei den Menschen; nicht abwartend, sondern zugehend. Gerade in einer Lebensphase, in der sich vieles verändert, setzt die Initiative der Pfarreiengemeinschaft ein Zeichen der Aufmerksamkeit und Wertschätzung.
Nicht nur für den Moment ist dieses Zeichen eine Botschaft, sondern eine, die bleibt: Das Kochbuch soll nicht nur praktisch sein, sondern auch als Erinnerungsträger dienen. Vielleicht steht es später in einer ersten eigenen Wohnung oder einer WG-Küche – und erinnert daran, dass die Kirche an den wichtigen Moment des 18. Geburtstags gedacht hat. So wird aus einer einfachen Geste ein starkes Signal: Kirche ist da. Sie interessiert sich für das Leben der Menschen – und begleitet sie auch über vertraute Grenzen hinaus.
Text: Bernadette Wimmer
(kw)





