News Bild „Verwechselt das Glück nicht mit einem Sofa“ – Gebetstag für geistliche Berufe

„Verwechselt das Glück nicht mit einem Sofa“ – Gebetstag für geistliche Berufe

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Jeweils am ersten Donnerstag eines Monats feiern die Gläubigen den Gebetstag für geistliche Berufe. Auch in der Regensburger Niedermünsterkirche zelebrierte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer ein Pontifikalamt, um mit den Anwesenden im Gebet dem Auftrag Jesu nachzukommen: "Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden" (Mt 9,38).

 

Jugend ist die Zeit der Lebensentscheidungen

"Christus vivit!" "Christus lebt. Mit diesen Worten beginnt Papst Franziskus sein Schreiben im Nachgang zur Jugendsynode im Herbst letzten Jahres, das er gerade vor 2 Tagen veröffentlicht hat. Bischof Rudolf Voderholzer nimmt in seiner Predigt am Donnerstag darauf Bezug und greift einige Punkte daraus auf, die zum Priesterdonnerstag und zum Gebetstag für geistliche Berufe passen: Die Jugend, das ist eines der zentralen Aussagen, ist die Zeit der Entscheidungen, der Lebensentscheidungen. Diese Entscheidungen müssen überlegt aber beherzt getroffen werden. Man kann sich nicht sein Leben lang alles offenhalten, und dann mit nichts in Rente gehen. Die Jugend ist ferner die Zeit der Entscheidungen, die der menschlichen Existenz eine endgültige Gestalt verleihen; Entscheidungen bezüglich der Liebe, der Partnerwahl oder des Wunsches, die ersten Kinder zu bekommen. Der Entscheidung aber gegebenenfalls auch, dem Ruf in die besondere Nachfolge Jesu großherzig zu antworten, so Bischof Rudolf.

Schaut nicht die Welt an, als ob ihr Touristen wärt. Lasst von euch hören!

Zur beherzten Wahl ermutigt der Papst die Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit folgenden bilderreichen Worten: (Nr. 143): "Liebe junge Menschen, verzichtet nicht auf das Beste an eurer Jugend, beobachtet das Leben nicht von einem Balkon aus. Verwechselt das Glück nicht mit einem Sofa und verbringt nicht euer ganzes Leben vor einem Bildschirm. Gebt auch nicht das traurige Spektakel eines verlassenen Fahrzeugs. Seid nicht wie abgestellte Autos, lasst lieber eure Träume aufblühen und trefft Entscheidungen. Setzt etwas aufs Spiel, auch wenn ihr Fehler machen werdet. Seid nicht bloße Überlebende mit einer narkotisierten Seele und schaut nicht die Welt an, als ob ihr Touristen wärt. Lasst von euch hören! Werft die Ängste, die euch lähmen, über Bord, damit ihr euch nicht in jugendliche Mumien verwandelt. Lebt! Widmet euch dem Besten des Lebens! Öffnet die Käfigtür und fliegt hinaus! Geht bitte nicht schon vorzeitig in den Ruhestand." Der Papst setzt voraus, so Bischof Voderholzer, dass jeder junge Mensch eine Aufgabe hat, eine Chance, sich und seine Gaben einzubringen.

"Die Lektüre lohnt sich!",

empfiehlt Bischof Rudolf Voderholzer das Päpstliche Schreiben, das hier im Wortlaut nachgelesen werden kann.