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Verspiel nicht mein Leben

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Rund 28 000 krankhafte Glücksspieler gibt es in Bayern, rund 34 000 weitere Personen zeigen ein problematisches Spielverhalten. Glücksspielsucht ist eine Krankheit, die sich auf das gesamte Leben des Betroffenen mit zum Teil dramatischen Folgen auswirkt: finanzieller Ruin, Verlust von Familie, Freunden oder Arbeitsplatz bis manchmal hin zum Suizid. Doch nicht nur der Glücksspieler selbst leidet. Die Angehörigen sind oft massiv von den Auswirkungen der Sucht betroffen und benötigen Hilfe. Die gibt es jetzt in einem neuen Online-Projekt „Verspiel nicht mein Leben“ der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern. Kostenlos und anonym bekommen Angehörige unter der Adresse www.verspiel-nicht-mein-leben.de in sechs Modulen grundlegende Informationen zur Glücksspielsucht, ihren Folgen, zu sozialer Unterstützung und Zukunftsplanung. Und wer persönliche Hilfe in Anspruch nehmen möchte, kann jederzeit zu einer der Caritas-Suchtberatungsstellen in seiner Nähe kommen.

Angehörige werden mit dem Projekt ermutigt, sich aktiv mit der Erkrankung ihres Familienmitglieds auseinanderzusetzen und fu?r sich selbst Hilfe in Anspruch zu nehmen. Große Vorteile dieser Online-Hilfe sind, dass sie ein niedrigschwelliges Angebot ist und kostenfrei, anonym, zeit- und ortsunabhängig genutzt werden kann. So erhalten möglichst viele betroffene Angehörige die Möglichkeit zur Teilnahme. Das Programm besteht aus sechs Modulen, die jeweils Theorie und praktische Übungen umfassen. Es informiert u?ber Grundlagen der Glu?cksspielsucht, Stress, Verantwortung, Kommunikation, soziale Unterstu?tzung und Zukunftsplanung. Das Motto des Programms „Verspiel nicht mein Leben“ ist angelehnt an das Kampagnenmotto „Verspiel nicht dein Leben“ der Landesstelle Glu?cksspielsucht in Bayern, das sich als Aufruf direkt an betroffene Glu?cksspieler richtet.

Die Landesstelle Glu?cksspielsucht koordiniert bayernweit Prävention, Forschung, Beratung und Hilfe rund um das Thema pathologisches Glu?cksspielen. Eng mit ihr zusammen arbeiten die Caritas-Fachambulanzen für Suchtprobleme in der Oberpfalz und in Niederbayern. Eigene Selbsthilfegruppen für Glücksspieler gibt es bei der Caritas in Cham, Weiden und Regensburg. Aber auch bei allen anderen Fachambulanzen gibt es Fachleute, die persönlich den Betroffenen oder ihren Angehörigen mit Rat und Hilfe zur Seite stehen. Mehr Infos dazu gibt es unter www.suchthilfe-ostbayern.de/gluecksspiel.