„Traditionsreiches und ganzheitliches Bildungsangebot“ - Bischof Rudolf Voderholzer segnet die neue Grundschule der Domspatzen in Regensburg

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 Im Rahmen eines großen Festaktes kamen am Dienstag Verantwortliche der Diözese Regensburg, politische Vertreter, der ausführende Architekt, Lehrer und Chorleiter, der Elternbeirat sowie zahlreiche Schüler in der Regensburger Reichsstraße Nr. 24 zusammen, um mit Bischof Rudolf Voderholzer die Segnung der neuen Grundschule der Domspatzen zu feiern. Die Domchöre, so Bischof Rudolf, seien mit ihrer über 1.000jährigen andauernden Geschichte stets ihrer Aufgabe und Berufung treu geblieben, der Domliturgie Glanz, Würde und Schönheit zu verleihen: „Mit Recht gelten die Domspatzen als Aushängeschild nicht nur der Domkirche und des Bistums Regensburg, sondern auch der Stadt Regensburg und der ganzen Region. Sie sind Werbe- und Sympathieträger, singende Evangelisten und Kulturbotschafter in einem“. Dieser hervorragende Ruf in der ganzen Welt mache es aber notwendig, sich nicht auf den Lorbeeren einer großen Geschichte auszuruhen. Gebäude dürften nicht nur in Schuss gehalten werden, sondern müssten den gegenwärtigen Standards und Anforderungen gemäß modernisiert werden, betonte Bischof Rudolf und richtete seinen Blick auf die Bau- und Sanierungsmaßnahmen: „Ein erster großer Schritt in diesem Zusammenhang der Aktualisierung und Erneuerung war die Verlegung der Grundschule der Domspatzen von Pielenhofen nach Regensburg zum angestammten Gebäude von Gymnasium und Internat, der Neubau und die Inbetriebnahme mit dem beginnenden Schuljahr“.

 

Auch Domkapellmeister Roland Büchner freute sich über das jüngst fertiggestellte Bauprojekt und stellte heraus, dass eine über 1000jährige Tradition mit Singen, Lernen und Glauben es wert sei, von der Stadt Regensburg, dem Freistaat Bayern und als wichtigstem Träger, der Kirche von Regensburg gefördert und unterstützt zu werden. Der Stiftungsratsvorsitzende der Regensburger Domspatzen, Dompropst Prälat Dr. Wilhelm Gegenfurtner, stellte in seinem Grußwort klar, dass Bildung der entscheidende Faktor für die Zukunft Bayerns und Deutschlands sei. Im Mittelpunkt der Bildung stehe die Fähigkeit, Lebenswege zu erkennen und zu bewerten. Für Christen, so Gegenfurtner, sei dazu die Person Jesu Christi die richtungsweisende Orientierung und damit der entscheidende Faktor für die Zukunft. Die neue Grundschule sei nun der erste Schritt einer umfassenden baulichen Weiterentwicklung der ganzen Institution, die selbstverständlich auch das Domspatzengymnasium und das angeschlossene Internat mit einbeziehen werde: „Das Bistum Regensburg unterstreicht mit dieser Investition seine Absicht, ein traditionsreiches und ganzheitliches Bildungsangebot in den Rahmen einer zweckmäßigen und zeitgerechten Architektur zu stellen“; die Gremien der Diözese seien zur Zeit mit den weiteren Planungen für das Musikgymnasium und das Internat befasst, erklärte Dompropst Dr. Wilhelm Gegenfurtner abschließend.

 

Brigitta Brunner, Regierungspräsidentin der Oberpfalz, lobte das neue, helle und lichtdurchflutete Haus als eine sehr ansprechende Lern- und Freizeitstätte für ein besonderes pädagogisches Konzept. Dabei biete es alle Möglichkeiten zur Differenzierung und individuellen Förderung, ganz im Sinne eines zeitgemäßen, rhythmisierten Unterrichts. Gleichzeitig läge die Schule sehr zentral und habe damit eine gute Zukunft. Wie bei allen baulichen Maßnahmen seien auch bei diesem Projekt, so die Regierungspräsidentin, Kraft und Ausdauer unabdingbare Voraussetzungen gewesen und blickte dabei auf die Planungsphase, Finanzierung, Ausführung und Fertigstellung des Baus. „Mit der neuen Grundschule der Domspatzen bereichern Sie die Schullandschaft Regensburg ganz erheblich!“, erklärte der Oberbürgermeister der Stadt Regensburg, Hans Schaidinger. Mit dem Bau der modernen Grundschule mit Ganztagsbetreuung und der damit verbunden Anbindung zum Domspatzen-Gymnasium werde ein wichtiger Baustein im Konzept der Nachwuchsförderung und Bestandssicherung des Domchors verwirklicht: „In dieser Angelegenheit der Schule behilflich zu sein war mir eine Herzensangelegenheit, tragen doch die Domspatzen als ‚singende Botschafter‘, ganz wesentlich zum Image unserer Weltkulturerbestadt bei“, so Schaidinger. Die Stadt Regensburg hatte für das Bauvorhaben in Form einer Nutzungserlaubnis eine städtische Freifläche zur Verfügung gestellt. Bevor der verantwortliche Architekt Joachim Peithner der Leiterin der Grundschule, Rektorin  Petra Stadtherr, symbolisch einen Schlüssel übergab, segnete Bischof Rudolf die Räumlichkeiten der neuen Bildungseinrichtung. 89 Schüler des Grundschulchors gestalteten den Festakt musikalisch.

 

Die neue Grundschule der Regensburger Domspatzen ist an der Reichsstraße 24 beheimatet und baulich mit Musikgymnasium und Internat der Domspatzen verbunden. Die Grundschule ist zweizügig für die Klassen 1.-4. Angelegt. Gegenwärtig besuchen 89 Buben den Unterricht in zwei 1. Klassen und je einer 2., 3. und 4. Klasse. Die Gesamtkosten des Neubaus, welche von der Diözese Regensburg getragen werden, belaufen sich auf 13 Mio. Euro, wovon der Freistaat Bayern im Rahmen des Schulbildungsfinanzierungsgesetzes einen Zuschuss in Höhe von rund 5 Mio. Euro gewährt.