News Bild „St. Klara – richtig gut für ein inklusives Regensburg!“

„St. Klara – richtig gut für ein inklusives Regensburg!“

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OB Hans Schaidinger und KJF-Direktor Michael Eibl bei Ortstermin im ehemaligen Klarissenkloster in der Ostengasse

Geschäftiges Treiben auf der Baustelle – alles läuft gut, die gröbsten Arbeiten am Mauerwerk und der Gebäudehülle sind erledigt. Jetzt sind die Trockenbauer am Werk, die den Räumen in St. Klara einen neuen Zuschnitt geben. Bei seinem Baustellenrundgang kann sich OB Hans Schaidinger bereits ein Bild von den Möglichkeiten und der Vielfalt an Wohnraum, Funktions- und Beratungsräumen sowie Gemeinschaftsräumen machen. Die Stadt Regensburg hat das ehemalige Klarissenkloster, ein hoch bewertetes Filetstück im denkmalgeschützten Ensemble der Regensburger Altstadt, gut verkauft. Gut deshalb, weil es durch die soziale Nutzung seitens der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V. einen für Regensburg wichtigen Impuls für inklusives Wohnen und Leben gibt.

„Das war eine richtige Entscheidung“, freut sich OB Hans Schaidinger, „denn damit wird bezahlbarer Wohnraum für Menschen mit und ohne Behinderung oder in schwierigen Lebenssituationen bereitgestellt.“ Und das, so KJF-Direktor Michael Eibl, sei bereits im Sommer 2015 realisiert - nach einer Sanierungs- und Umbauphase von nur zwei Jahren. Die Bauarbeiten laufen planmäßig. Der Kooperationspartner, die Karree St. Klara GmbH, ein Unternehmen der Unternehmensgruppe Peter Trepnau, stemmt gemeinsam mit der KJF das Sanierungsvorhaben. Beauftragt sind weiter das Architekturbüro Georg Kartini und die Firma Werner Wagner Bau GmbH. Alle arbeiten professionell Hand in Hand. Schaidinger zeigt sich beeindruckt. Bereits im Rohbau präsentiert sich St. Klara stattlich, weitläufig und mit viel Platz für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen, die das Gebäude mit Leben erfüllen werden.

 

Miteinander mittendrin im Regensburger Stadtleben

Wohnraum für Menschen mit und ohne Behinderung, für Mütter mit ihren Kindern und neue Räume für die Erziehungsberatungsstelle der KJF - das bietet das inklusive Wohnmodell St. Klara in Zukunft. Michael Eibls Vision für die bunte Mischung unterschiedlichster Menschen heißt: neue Lebenschancen aus Begegnungen gewinnen, sich entfalten und frei bewegen können, ohne bauliche Barrieren und Barrieren in den Köpfen. Das ist sein Verständnis einer pluralistischen Gesellschaft, in der Menschen mit und ohne Behinderung, sozial benachteiligte Familien und Menschen in besonders schwierigen Lebenssituationen Lebensräume solidarisch gemeinsam gestalten. „Als kirchlich-karitativer Träger liegt darin unsere besondere Verantwortung. Es ist unsere ureigene Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen dies möglich ist, und Menschen zu begleiten, damit dies gelingt.“ OB Hans Schaidinger wünscht sich für Regensburg solche zukunftsweisenden Modelle. „Es ist gut, wenn Träger wie die Katholische Jugendfürsorge, inklusive Modelle entwickeln, die sozial Schwachen und Menschen mit Behinderung die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Denn sie haben jahrzehntelange Erfahrungen und das Know-How dafür.“ Regensburg sei da schon recht weit, meint Schaidinger mit Blick auf die vorhandenen Einrichtungen und Dienste. Innovationen seien allerdings gefragt, insbesondere wenn es um die Verwirklichung der UN-Behindertenrechtskonvention gehe, so Schaidinger weiter.

 

Zuhause in absolut zentraler Lage

Das denkmalgeschützte ehemalige Kloster St. Klara wird zum Zuhause für behinderte und nicht behinderte Menschen und beruflich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Erziehungsberatungsstelle der KJF, die ihre Leistungen aktuell in der Weißenburger Straße anbietet. Auf rd. 4.000 qm Grund waren bislang das Ostkirchliche Institut, die städtische Jugendschutzstelle und Verwaltungseinrichtungen untergebracht. Nach Fertigstellung der Bauarbeiten werden in St. Klara eine stationäre und eine ambulante Wohngruppe für Menschen mit körperlicher Behinderung sowie Appartements für junge Mütter mit Kindern zu finden sein. Sie profitieren von der zentralen Lage mitten in der Stadt.

 

Weiterführende Informationen:

Auf rund 800 qm wird das stationäre Wohnangebot für rd. 2,66 Mio. Euro entstehen. Auf weiteren 447 qm wird das ambulant betreute Wohnen für Menschen mit Behinderung eingerichtet. Die Kosten belaufen sich hier auf rd. 1,47 Mio. Euro. Komplett barrierefrei und behindertengerecht ist alles geplant: Mit zwei Aufzuganlagen, kraftbetätigten Türen, breiten und bodengleich Zugängen sowie speziellen Hilfen und Vorrichtungen für Rollstuhlfahrer. In die Barrierefreiheit werden rd. 800.000 Euro investiert.

Sechs Appartements umfasst die Mutter-Kind-Einrichtung auf einer Fläche von 420 qm. Hierfür fallen Kosten in Höhe von 1,4 Mio. Euro an. Für die Erziehungsberatungsstelle (744 qm) und die Appartements für nicht Behinderte (140 qm) betragen die Erwerbskosten jeweils rd. 3.300 Euro/qm.

Die KJF und die Karree St. Klara GmbH haben für die denkmalgeschützte Klosteranlage ein überzeugendes Nutzungs- und Sanierungskonzept entwickelt. Für die energetische Sanierung und den altersgerechten Umbau können sie ein KfW-Darlehen in Anspruch nehmen.