News Bild „Sie werden zu einem wunderbaren Dienst ausgesandt!“ - Bischof Voderholzer verleiht Missio Canonica an 53 Religionslehrer

„Sie werden zu einem wunderbaren Dienst ausgesandt!“ - Bischof Voderholzer verleiht Missio Canonica an 53 Religionslehrer

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53 Referendarinnen und Referendare für Gymnasium, Realschule und berufliche Schulen erhielten am ersten Freitag im Juli von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in der St. Markus-Kirche in Waldetzenberg die Missio Canonica, die Beauftragung, in diesen Schulen den Religionsunterricht zu erteilen. Dabei gehe es, so der Bischof in seiner Predigt, auch darum, „die Fackeln des Glaubens bei den Schülern anzuzünden“. Domdekan Prälat Johannes Neumüller begrüßte in seiner Eigenschaft als Schulreferent der Diözese die jungen Lehrkräfte, die Ministerialbeauftragten der drei Schulgattungen sowie den Leitenden Ministerialrat Konrad Huber. Bischof Voderholzer gratulierte er zum 30-jährigen Priesterjubiläum, den jungen Lehrern dankte er „für die Bereitschaft zum gemeinsamen Dienst an der Schule“.

 

Religionsunterricht speist sich durch Herzensbeziehung zu Jesus Christus

„Durch die Taufe und Firmung sind Sie schon gesandt, durch die Missio Canonica werden Sie noch einmal intensiver gesandt“, beschrieb Bischof Voderholzer in seiner Begrüßung den Gehalt dieser Aussendung. Er wünschte den Junglehrern, dass sie bald eine Stelle finden mögen, „die Ihrer Vorstellung und Ihren Leidenschaften entspricht“. Und da die Feier am Herz-Jesu-Freitag war, nahm der Oberhirte auch diesen Gedanken auf. Es gehe um eine Herzensbeziehung zu Jesus Christus. Wenn der Religionsunterricht aus dieser Quelle erteilt wird, dann kann der Funke überspringen, der Glaube wachsen und Orientierung sein.“ Diesen Gedanken griff Bischof Voderholzer auch in seiner Predigt auf, in der er zunächst über die Bedeutung des Herzens (Wort und Organ) sprach. „Das Herz ist Ausdruck für die Gottbezogenheit des Menschen schlechthin“, fasste er diesen Aspekt zusammen. Ein weiterer Punkt war die Herz-Jesu-Frömmigkeit und -verehrung – kirchengeschichtlich ja auch ein Contrapunkt oder eine Ergänzung zur rationalen Scholastik im 17. Jahrhundert.

Ehe von Mann und Frau gehört zum christlichen Menschenbild

Der Glaube sei, so der Oberhirte, als Herzensbeziehung zu sehen und zu praktizieren. In diesem Sinn motivierte er die Religionslehrer: „Sie werden heute zu einem wunderbaren Dienst ausgesandt – zum Religionsunterricht!“ Natürlich wies der Bischof auch auf die heutigen Rahmenbedingungen hin, dass viele Schüler wenig religiöses Grundwissen mitbringen und wenig Verbindung bzw. Kontakt zur Kirche haben. „Sie sind das Gesicht der Kirche, der erste Glaubenszeuge, dem die Schüler begegnen. Auf Sie kommt es an, ob bei den Jugendlichen etwas aufbrechen kann, dass der Glaube ein Schatz ist, der durch das Leben trägt. Wenn Sie aus Ihrer eigenen Herzensbeziehung heraus zu den Schülern sprechen, dann wird auch bei den Schülern etwas ankommen“, appellierte der Bischof an die jungen Frauen und Männer. Dazu gehöre auch – und hier bezog Bischof Voderholzer Stellung zum Thema „Ehe für alle“ – die Vermittlung des biblisch-christlichen Verständnisses, dass Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat und daher die Ehe von Mann und Frau zum christlichen Menschenbild gehört.

„Ehe und Familie sind zukunftsfähige Modelle, die unser Staat braucht. Darüber müssen auch die jungen Menschen Orientierung bekommen“, stellte er fest. Und an die jungen Lehrkräfte gewandt fasste der Bischof zusammen, kein Lippenbekenntnis, sondern ein Herzensbekenntnis abzulegen. Nach dem Glaubensbekenntnis aller Gottesdienstbesucher legten die 53 Lehrerinnen und Lehrer ihr Versprechen ab. Danach beauftragte sie Bischof Voderholzer zur Erteilung des Religionsunterrichts.