News Bild „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“

„Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“

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Erwachsenenfirmung im Regensburger Dom

Bischof Rudolf Voderholzer hat am Pfingstsonntag im Rahmen eines Pontifikalamtes im Hohen Dom St. Peter 35 Männer und Frauen gefirmt. Zusammen mit Weihbischof Reinhard Pappenberger und den Mitgliedern des Domkapitels zog der Bischof in einer feierlichen Prozession, die um die Kathedrale herum führte, durch das Hauptportal in das volle Gotteshaus ein. Der Gesang der Regensburger Domspatzen und das Orgelspiel der großen Hauptorgel gestalteten das Pfingstamt musikalisch. Zur Begrüßung sagte der Bischof zu den Firmlingen: „Für Sie wird der heutige Tag in persönlicher Weise ein Pfingsten, empfangen Sie doch die Fülle der Gaben des Heiligen Geistes und werden Sie jetzt voll und ganz in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Dies ist ein großes Ereignis!“

Pfingsten sei das "Geburtsfest der Kirche", erklärte Bischof Rudolf in seiner Predigt. Die Kirche sei kein Club, der sich selbst gegründet habe. Vielmehr sei die Kirche ein lebendiger Organismus, ein Leib aus vielen Gliedern. Geboren zu werden bedeute, dass man "gewollt sei und einem das Leben geschenkt werde. Im Gegensatz dazu stehe eine Gründung, die auf gemeinsamen Interessen beruhe. "Geboren werden lebendige Wesen, gegründet werden Organisationen", erklärte der Bischof. An Pfingsten habe Christus seinen Jüngern den lebensspendenden Atem eingehaucht. Damit seien sie sein Leib, seine Kirche geworden. Sie hätten sich als gewollt und geliebt von seiner Kraft gefühlt, die sie stark machte und wachsen ließ. In dieser Geburtsstunde der Kirche sei die universale Welt von Gott erreicht worden. Weltweit habe sich die Kirche entwickelt und wachse immer weiter, sagte der Bischof. „Die Apostel sind die Leute gewesen, die Jesus Christus in den Dienst der weltweiten Kirche genommen hat. Jeder getaufte und gefirmte Mensch ist ein Glied am Leib Christi", stellte der Bischof fest. Den Firmlingen erklärte er. "Sie sind nicht mehr Laien ohne Wissen und Verantwortung. Sie haben teil am Priesteramt Jesu Christi und sind berufen, für andere zu beten und anderen das Beten zu lehren." Er appellierte an sie, an der Verbreitung der Frohen Botschaft mitzuwirken. "Vertiefen Sie Ihren Glauben, nehmen Sie am Hirtenamt teil und übernehmen Sie Verantwortung für andere. Gott hat Ihnen viele Gaben geschenkt. Setzen Sie sie ein zur Verkündigung des Glaubens. Christ ist man nicht für sich selber, sondern zuerst für die anderen!" sagte der Bischof. Das neue Gotteslob empfahl er den Firmlingen als Lebensbegleiter.

Nach der Predigt entsagten die Firmlinge gemeinsam dem Bösen. Dann sprach der Bischof jeden einzelnen mit seinem Namen an, legte ihm die Hand auf und salbte ihn mit heiligem Öl. Am Ende des Pontifikalamtes erteilte Bischof Rudolf Voderholzer den Gläubigen den Päpstlichen Segen. Im Anschluss an die Messe trafen sich die Firmlinge, die Firmpaten und Bischof Rudolf im Kolpinghaus zu einem kleinen Empfang. Dort verteilte der Bischof die Firmurkunden an die frisch Gefirmten.