News Bild Sehr großes Interesse an der Liveübertragung der Christmette um 22 Uhr aus dem Regensburger Dom

Sehr großes Interesse an der Liveübertragung der Christmette um 22 Uhr aus dem Regensburger Dom

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Wegen der nächtlichen Ausgangsbeschränkungen hat in diesem Jahr Bischof Dr. Rudolf Voderholzer die Christmette um 22 Uhr ohne anwesende Gläubige gefeiert. Doch „alleine“ feierte er keineswegs. Das Interesse an der Liveübertragung war groß. Über die Webseite des Bistums, über Social Media sowie über Radio Horeb und den Lokalsender TVA verfolgten zahlreiche Menschen die Christmette aus dem Regensburger Dom. Viele Familien versammelten sich gemeinsam vor den Bildschirmen. Besonders freuten sich auch Menschen in Krankenhäusern und Altenheimen über die Möglichkeit, an der Christmette teilzunehmen. Auch wenn genaue Zahlen nicht in allen Bereichen zu erfassen sind, ist davon auszugehen, dass mehr als 100.000 Menschen gemeinsam mit Bischof Rudolf die Christmette feierten. „Vielen Dank für die wunderschöne Christmette“, schrieb beispielsweise Gernot Bürger auf facebook. Ähnlich Silvia Beck: „Danke, dass wir die Christmette übertragen bekommen haben und mitfeiern konnten! Frohe Weihnachten.“

Die Christmette zur traditionellen Uhrzeit um 22 Uhr wegen der Corona-Beschränkungen ausfallen zu lassen, war für Bischof Voderholzer keine Alternative. Sich etwas einfallen lassen, statt etwas ausfallen zu lassen – so lautete die Devise. Denn die Geburt Christi sei in enger Verbindung mit der Nacht zu sehen ist, betonte er. In der ganzen Christenheit ist es einzigartig, dass die deutsche Sprache im Wort Weihnacht den Aspekt der Nächtlichkeit des Geschehens auszudrücken vermag. „Der Aspekt der Nacht ist kein beliebiges Beiwerk“, sagte der Bischof. Weihnachten kündet von Christus als der Sonne der Gerechtigkeit: „In Christus ist uns das wahre Licht aufgestrahlt.“ Gerade in der schweren, dunklen Zeit der Corona-Pandemie erhalte dieses Licht besondere Strahlkraft.

Deshalb dankte der Bischof in seiner Predigt der Christmette besonders denjenigen, die in dieser Nacht „Nachtwache“ hielten, sich beispielsweise in den Krankenhäusern und auf Intensivstationen um Corona-Patienten kümmerten. Gebetet wurde außerdem für alle, die einen lieben Menschen verloren haben, und auch für die Erkrankten, die sich zwischen Hoffen und Bangen befinden.