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Segen für die Regensburger Fußwallfahrt nach Altötting

Trotz Pandemie 1.500 Pilger unterwegs

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Regensburg, 2. Juni 2022. Als eine „Glaubensstärkung in einem ganz besonderen Ausmaß“ hat Bischof Dr. Rudolf Voderholzer die Regensburger Fußwallfahrt am Donnerstagvormittag bezeichnet, als er den Teilnehmerinnen und Teilnehmern den Segen mit auf den 111 Kilometer langen Pilgerweg nach Altötting gab. Es ist die 193. Fußwallfahrt. Bis Samstag werden Tausende Pilger unterwegs zur Schwarzen Madonna sein. Auch Dr. Astrid Freudenstein, 2. Bürgermeisterin von Regensburg, und Polizeipräsident Norbert Zink waren gekommen, um die 1500 Pilger und Pilgerinnen zu verabschieden. Aus organisatorischen Gründen konnten in diesem Jahr keine Quartiere durch die Pilgerleitung vermitteln werden. Wie in den Jahren bis 2019 wird der Strom der Pilger unterwegs noch ganz erheblich anschwellen. Und wie früher ist es wieder das ganz konkrete Unterwegssein mit dem Muskelkater – indem man „Freud und Leid teilt“, wie der Bischof von Regensburg weiter sagte.

Start der 193. Regensburger Diözesanfußwallfahrt nach Altötting

Nicht ausfallen, einfallen lassen!

Als „Beten mit den Füßen“ bezeichnete er die Fußwallfahrt. „Wir sind nicht allein und wir irren auch nicht umher, sondern wir sind unterwegs zu einem Ziel.“ Altötting bezeichnete Dr. Voderholzer als „das Herz Bayerns“ – die Wittelsbacher haben dort sogar ihre Herzen begraben lassen. Er bedauerte es, wegen der noch nicht lange zurückliegenden Corona-Erkrankung nicht, wie ursprünglich fest vorgehabt, mitgehen zu können. Auch machte der Bischof deutlich, dass die Regensburger Fußwallfahrt die vergangenen Male nicht ausgefallen war, sondern dass andere Formen gefunden wurden. „Wir haben nichts ausfallen lassen, wir haben uns etwas einfallen lassen.“ So waren einige Pilger gegangen, ganz im Sinne der Stellvertretung. Und viele andere Pilger folgten online bzw. per Social media.

Frei von Verletzungen

Mitgetragen wird auch in diesem Jahr der sogenannte Anliegenrucksack. Wie bereits in den Vorjahren sind darin viele Gebetsanliegen enthalten, die Gläubige zuvor schriftlich hinterlegt hatten. Aber auch im Herzen tragen die zahlreichen Pilger momentan die Gebetsanliegen mit, nicht zuletzt diejenigen, die ihnen der Bischof am Donnerstagvormittag mit auf den Weg gegeben hat: „die Sorgen um den Frieden in der Ukraine, um die Menschen, die ihre Heimat verlassen, um die Folgen des Krieges, den Hunger in Afrika, die Sorge um die Erneuerung der Kirche und um die Stärkung des Glaubens.“ Auch wünschte der Bischof den zahlreichen Pilgern und Pilgerinnen eine Wallfahrt frei von Unwettern und Verletzungen.

Alle Menschen brauchen Segen

Die traditionsreiche Wallfahrt ist quer durch die Bevölkerung beliebt. Polizeipräsident Zink etwa erklärte, es sei kein Problem, Kollegen zu finden, die alle drei Tage während der Großveranstaltung Dienst tun. Vielmehr meldeten sich manche freiwillig und gleich vorab dazu. „Alle Menschen brauchen den Segen“, sagte der Polizeipräsident weiter.

Es ist unser Herrgott

Bürgermeisterin Dr. Freudenstein sagte, sie selbst habe in der Vergangenheit bereits an der Wallfahrt teilgenommen. Den Glauben nannte sie „sehr wichtig“. Im Übrigen brauche jeder etwas, woran er glaube: „Und wenn es unser Herrgott ist, dann ist das schön.“ (Neu)