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Zur Neuigkeit
Schwandorf St. Jakob
Bestattung archäologischer Funde
Regensburg/Schwandorf, 17. September 2026
Bei Abbrucharbeiten im Rahmen der Neugestaltung des Kirchenumgriffs von St. Jakob wurden im Frühjahr im Bereich der Schwandorfer Stadtpfarrkirche sterblichen Überreste von Menschen, deren Namen nicht mehr bekannt sind, gefunden. Durch eine archäologische Grabungsfirma wurden die Funde dokumentiert und inventarisiert. Am Freitag, 4. September wurden sie nun erneut am Fundort beigesetzt.
Es sind Gebeine von Menschen, die auf dem einstigen städtischen Friedhof, auf dem auch die um 1270 nachweisbare frühere Pfarrkirche St. Anna stand, in unmittelbarer Nähe der heutigen Jakobskirche bestattet worden. 1558 wurde der Friedhof dann vor die Stadt verlegt, jedoch fanden bis zum 18. Februar 1721 hier einzelne weitere Bestattungen statt. Pfarrer Christian Kalis erinnerte während der Feier daran, dass aus menschlicher Sicht der Tod das letzte Wort zu haben scheint. "Die Gebeine, die wir heute erneut der Erde anvertrauen, erinnern uns daran, wie vergänglich alles Menschliche ist. Doch Gottes Blick ist ein anderer. Er kennt jeden Menschen, auch wenn sein Name längst vergessen ist. Was für uns nur noch Gebeine sind, sind für Gott Menschen, die er geschaffen, geliebt und zum ewigen Leben berufen hat." Darum durften die Verstorbenen nun voll Vertrauen erneut der Erde übergeben werden.
Einige Gläubige hatten sich dem Gebet angeschlossen. Sie waren nach der Beisetzung zum "Leichtrunk" ins Pfarrhaus eingeladen.
Text und Fotos: Pfarrer Christian Kalis, Pfarrei St. Jakob Schwandorf
(chb)







