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Präsident des Malteser Hilfsdienstes trifft Bischof Voderholzer

Engagement aus christlicher Nächstenliebe


Regensburg, 17. September 2026

Der neue Präsident des Malteser Hilfsdienstes e.V., Generalleutnant a.D. Martin Schelleis, hat am Donnerstag Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in Regensburg besucht. Begleitet wurde er von Julius Alexander Past, Diözesanleiter für die Malteser in Regensburg.

Schelleis ist seit Juni 2022 Magistralritter des Souveränen Malteser-Ritterordens. Im August 2024 übernahm er ehrenamtlich bei den Maltesern das Amt des Bundesbeauftragten für Krisenresilienz, Sicherheitspolitik und zivil-militärische Zusammenarbeit. Im Juni 2026 wurde er zum Präsidenten des Malteser Hilfsdienst e.V. gewählt.

Stärkung in der Krisenresilienz

Seine Arbeit in der Krisenresilienz, so berichtete der neue Präsident dem Regensburger Bischof, ist ihm auch hilfreich bei seiner Tätigkeit bei den Maltesern. Der Blick auf den Zivilschutz, der Zusammenarbeit mit den Streitkräften in Hinblick darauf, Krisen und Katastrophen bewältigen zu können, müsse auch bei Organisationen wie den Maltesern neu gedacht werden. Um sich auf krisenbehaftete Situationen einstellen zu können, schwebt Schelleis die Einrichtung eines Beirats für Krisenresilienz vor. Egal, ob Krieg, Terroranschlag oder Naturkatastrophe: man muss wissen, wie man ein Altenheim evakuiert – die Versorgung von Hilfsbedürftigen – und dafür stehen die Malteser, so Präsident Martin Schelleis, muss in Krisensituationen gewährleistet sein.

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer unterstrich die Sichtweise des neuen Präsidenten, denn es sei fahrlässig, sich nicht auf Krisensituationen angemessen vorzubereiten. Sein Dank galt dem neuen Präsidenten der Malteser für seine Einschätzung und Weitung der Sichtweise: „Es ist beruhigend, einen so kompetenten und erfahrenen Mann an der Spitze der Malteser zu haben“, so der Oberhirte abschließend.

Präsident Martin Schelleis besucht seit seinem Amtsantritt regelmäßig die diözesanen Niederlassungen in Deutschland. Bereits am Vortag hatte er, unter der Führung von Diözesangeschäftsführerin Michaela Hutzler die Gelegenheit, sich einen Eindruck über die Arbeit der Malteser im Bistum Regensburg u. a. in Regensburg, Straubing, Oberdeggenbach und Pentling zu machen.

 

Die Malteser: Hilfe in vielen Lebenslagen

Als christliche Hilfsorganisation sind die Malteser deutschlandweit in zahlreichen Bereichen tätig. Dazu gehören unter anderem Sanitäts- und Rettungsdienste sowie Einsätze bei Hochwasser, Pandemien oder der Ankunft von Geflüchteten. In Erste-Hilfe-Kursen vermitteln sie lebenswichtige Reanimationstechniken. Auch die Malteser Jugend führt bereits junge Menschen an das ehrenamtliche Helfen heran.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung von Menschen, die im Alltag auf Hilfe angewiesen sind. Ältere Menschen erhalten beispielsweise Unterstützung durch Mahlzeitendienste, Hausnotruf, Einkaufsbegleitung oder Pflegeangebote. Die Malteser begleiten zudem Kinder mit ADHS in der Schule, bringen Menschen mit Behinderung zur Arbeit oder begleiten sie auf Wallfahrten.

Zum Engagement gehören ebenso Hilfen für obdachlose Menschen, die Begleitung von Kranken und Sterbenden sowie die Unterstützung Trauernder. Auch Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, finden bei den Maltesern Beratung und Unterstützung.

Grundlage dieses Engagements ist die christliche Nächstenliebe. Hilfe erhalten Menschen unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder Weltanschauung. Ihre Tradition reicht mehr als 950 Jahre zurück. Die Malteser organisieren aber auch Pilgerreisen zum weltweit bekannten Marienwallfahrtsort Lourdes in Südfrankreich. Der Malteser Lourdes-Krankendienst ermöglicht Kranken und Schwerbehinderten die Teilnahme. Während der Reise und des Aufenthalts im französischen Wallfahrtsort werden sie umfassend begleitet und versorgt. Ehrenamtliche Helfer der Malteser stehen den Pilgern rund um die Uhr zur Seite. Ärzte und Pflegekräfte gewährleisten die fachgerechte medizinische und pflegerische Betreuung, Priester übernehmen die geistliche Begleitung.

Vom Generalleutnant zum Malteser-Präsidenten

Martin Schelleis wurde 1959 in Düren geboren. Nach Grundausbildung und Offizierslehrgang an der Offiziersschule der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck studierte er Wirtschafts- und Organisationswissenschaften an der Hochschule der Bundeswehr in München. Der ehemalige Generalleutnant der Luftwaffe war bis zu seinem Ruhestand im Mai 2024 Inspekteur der Streitkräftebasis, der zweitgrößten militärischen Organisationseinheit der Bundeswehr. Martin Schelleis ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Text und Foto: Jakob Schötz
(jas)



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