News Bild "Saint Joseph pray for us"  - Pfarrei Sankt Josef in Straubing feiert Patrozinium

"Saint Joseph pray for us" - Pfarrei Sankt Josef in Straubing feiert Patrozinium

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Wahrlich "mit Pauken und Trompeten" wurde in der Pfarrei Sankt Josef in Straubing am Samstagabend das Patrozinium gefeiert. Der Heilige Josef, der Hüter und Bewahrer von Familie und Kirche, wie ihn Bischof Rudolf bezeichnete, stand dabei im besonderen Blickpunkt. Und er sei aktueller denn je.

Viele kleine und große Pfarrangehörige, Erstkommunionkinder, Firmlinge, Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat waren auf den Beinen und bildeten mit  Fahnenabordnungen von kirchlichen Vereinen sowie dem Zimmereiverein, Musikkapelle, dem liturgischen Dienst und der Geistlichkeit den langen Kirchenzug. Vor der Pfarrkirche begrüßte Erstkommunionkind Svenja Bischof Rudolf Voderholzer mit einem Gedicht und alle Kinder sangen gemeinsam  ein Willkommenslied. Das ganze Orchester - mit Pauken und Bläsern - spielte zum großen Einzug und im Laufe der Pontifikalmesse sorgte der Kirchenchor Sankt Josef unter der Leitung von Roman Puck mit "Die Deutsche Liturgie" von Felix Mendelssohn Bartholdy für festliche Kirchenmusik.


Antependium: „Bekleidung“ für Altar


Bei seiner Begrüßung erklärte Pfarrer Peter König die Herkunft des Antependium, das als "Bekleidung" an der Vorderseite des Altares angebracht war. Es sei ein Geschenk von der Josefs-Bruderschaft in Accra, der Hauptstadt von Ghana. Überraschend hatte er die Mitglieder im Dezember 2014 kennenlernen dürfen , die alle Kleider aus diesem Stoff trugen mit der Aufschrift "Heiliger Josef bitte für uns"  (Übersetzung). Diese Bruderschaftsmitglieder sammeln Geld für die Dörfer und verteilen dort Medikamente. Pfarrer Peter König betonte durch die Mitfeier von Bischof Rudolf das Eingebundensein in die Diözese Regensburg sowie symbolisch durch das Antependium die Verbundenheit mit der ganzen Weltkirche.


Heiliger Josef aktueller denn je


In seiner Predigt blickte Bischof Rudolf auf die Ablehnung des Heiligen Josef als Namenspatron für einen Kinderhort in Niederbayern in der vergangenen Woche. Wobei er betonte, dass nicht die Ablehnung aufhorchen ließ, sondern die Begründung, dass "der heilige Josef heute nicht mehr zeitgemäß ist". Dem widersprach er vehement und bezeichnete den heiligen Josef als konservative, hütende, bewahrende und schützende Persönlichkeit aktueller denn je. "Seid Hüter der Gaben Gottes wie der heilige Josef" hatte Papst Franziskus vor zwei Jahren bei seiner Amtseinführung den Gläubigen auf dem Petersplatz zugerufen.

Mit Blick auf das Leben des Heiligen erinnerte der Bischof an die fürsorgliche und behütende Begleitung, die Josef der Mutter Gottes und dem Jesuskind beim Gang zur Volkszählung, bei der Geburt, bei der Flucht nach Ägypten, daheim in Nazareth oder auch bei der Suche im Tempel von Jerusalem schenkte. Josef übte sein Amt beständig und treu aus, auch ohne das Mysterium ganz genau verstehen zu können. Die konservative Haltung des heiligen Josef sei etwas zutiefst menschliches. Eheleute würden sich umeinander kümmern,  Eltern ihre Kinder behüten und später sei es umgekehrt, dass sich die Kinder um die altgewordenen Eltern sorgen.  


Vorbild im Glauben


"Der heilige Josef ist nicht nur eine Figur für den Krippenstall an Weihnachten" betonte Bischof Rudolf und blickte auf ihn als Vorbild im Glauben, auch im Hinblick auf die Bewahrung der Schöpfung, auf den Schutz des Lebens in allen Phasen, auf den Schutz und die Behutsamkeit der Institution Ehe. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit brauche es die beständigen und geduldigen Hüter und Bewahrer.  "Unsere Aufgabe ist es, Lobbyisten des Lebens zu sein" resümierte Bischof Rudolf.

Abschließend dankte er allen, die in der Pfarrei Sankt Josef haupt- und ehrenamtlich mitarbeiten und mithelfen. Lobende Worte fand er auch dafür, dass die Pfarrei Sankt Josef "über den Tellerrand" hinausblickt und sich für Afrika engagiert. Bischof Rudolf bat den Patron darum, die Pfarrangehörigen weiterhin zu beschützen: "Saint Joseph pray for us".

Die Eucharistie feierte Bischof Rudolf Voderholzer gemeinsam mit Pfarrer Peter König, Pfarrer i.R. Adolf Nießner und Kaplan Bernard Mallmann am Altar. Kinder und Erwachsene waren durch den Lektorendienst mitintegriert und die vielen Ministranten sorgten für die liturgischen Dienste. Am Ende des Gottesdienstes dankten Svenja und Christina im Namen der Erstkommunion- und Firmkinder für den Bischofsbesuch. Viel Zeit nahm sich Bischof Rudolf für die zahlreichen Fotowünsche in der Pfarrkirche. Mit einem Empfang im Pfarrzentrum klang das Patroziniumsfest 2015 aus.