News Bild Rückblick: "Bayern meets Brazil" beim Weltjugendtag in Rio de Janeiro

Rückblick: "Bayern meets Brazil" beim Weltjugendtag in Rio de Janeiro

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“Holla Rio! Bayern meets Brazil” – Unter diesem Motto machten sich am 19. Juli 25 junge Pilgerinnen und Pilger aus dem Bistum Regensburg im Rahmen der Fahrt des Bischöflichen Jugendamtes auf den Weg zum Weltjugendtag in Brasilien.

Zu Beginn der Reise standen Tage der Begegnung in Belo Horizonte auf dem Programm. Im dortigen Kolpingzentrum “Obra Kolping Minas Gerais” wurden wir herzlich aufgenommen und während der Tage dort gut begleitet. Neben Ausflügen nach Ouro Preto, einer alten Goldgräberstadt aus der Kolonialzeit und in den Museumspark Inhotim lernten wir auch die brasilianische Kultur und das Leben der Menschen dort kennen. So feierten wir einen lebendigen Gottesdienst in der dortigen Pfarrgemeinde mit, in dem man die Freude der Menschen am Glauben spüren konnte und in dem unsere Gruppe mit einem großen Applaus begrüßt und vom Pfarrer eigens gesegnet wurde. Die brasilianische Lebensfreude konnten wir auch bei einem gemeinsamen Tanzabend und vielen Begegnungen mit jungen Brasilianern erleben.

Nach diesen intensiven Tagen ging es mit dem Bus weiter nach Rio de Janeiro zum Weltjugendtag. Dort bezogen wir ein gemeinsames Quartier mit allen bayerischen Diözesen in der Hafenschule “Escola Do Adro”, was nochmals ein starkes Gemeinschaftsgefühl erzeugte und die sprachliche Verständigung einfach gestaltete. Für alle weitere Kommunikation hatten wir unseren Dolmetscher Tobi mit dabei.

Beim Weltjugendtag beteten wir zusammen mit vielen Pilgern aus aller Welt den Kreuzweg mit dem Papst vor der wunderschönen Kulisse der Copacabana. Dort feierten wir auch am Samstagabend die Vigil sowie am Sonntagmorgen mit dem Papst und über 3,2 Millionen Pilgern den Abschlussgottesdienst. Die Worte und Gesten des Papstes beeindruckten alle dabei sehr. Aber auch die fröhliche und ausgelassene Stimmung der Teilnehmer aus aller Welt riss uns mit und wir erlebten ein tolles Fest des Glaubens.

Neben den Großgottesdiensten und Katechesen bestand ausreichend Gelegenheit, die Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten näher zu entdecken. Viele der Teilnehmer nutzten die freie Zeit für einen Ausflug auf den Corcovado mit seiner monumentalen Christusstatue oder auf den Pão de Açúcar, den Zuckerhut.

Daneben boten sich noch viele andere Möglichkeiten, die Stadt zu entdecken.

Wir erlebten die Cariocas – so nennt man die Einwohner von Rio de Janeiro – als wunderbare Gastgeber, die sehr um eine gute Organisation des Weltjugendtags bemüht waren.

Im Anschluss an den Weltjugendtag reisten wir weiter nach Buzios, wo wir uns 3 Tage lang vom Trubel der Großtadt am Strand erholen konnten. Buzios ist ein bekannter Badeort in Brasilien, der gerade von Brasilianern während des Sommers gerne aufgesucht wird. Da allerdings zur Zeit des WJT in Brasilien Winter war – was dennoch tagsüber Temperaturen über 25 Grad bedeutete – hatten wir den Strand fast für uns alleine. Eine kleine Schiffstour rundete die Tage in Buzios ab.

Als letztes reisten wir noch ins Kinder- und Jugendzentrum “Amor as Criancas”, was auf deutsch soviel wie “Liebe zu den Kindern” heißt, wo wir die letzten 3 Tage verbrachten. Dieses Projekt wurde von Klaus W. Bauer, einem Deutschen, der in Brasilien lebt, ins Leben gerufen. Er wollte damit den Kindern in einem Dorf in der Nähe von Rio, in dem es für sie keine Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung gibt, mit seiner Fussballschule ein Stück Heimat bieten. Das Projekt, das noch um weitere Bereiche ausgebaut werden soll,  finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Wir waren von den Ausführungen von Klaus W. Bauer und seinem Idealismus beeindruckt. Bei einem gemeinsamen Fussballturnier “Bayern gegen Brasilien“ konnten wir uns vom Fussballgeschick der Jugendlichen überzeugen. Obwohl wir alle älter waren, hatten wir nicht den Hauch einer Chance.

Nach zwei erlebnisreichen Wochen mit vielen tiefen Eindrücken, die uns bereicherten, traten wir am 3. August unsere Heimreise an. Der nächste Weltjugendtag findet 2016 in Polen statt. Klar sind wir da wieder mit dabei!

Anja Stelzer, kirchliche Jugendreferentin

Thomas Helm, Jugendpfarrer