Rosenkranzprozession in Regensburg - Ein Gebet für die Verfolgten im Nahen Osten

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Mehr als 500 Menschen nahmen am traditionellen Rosenkranzgebet und der anschließenden Lichterprozession durch die Regensburger Altstadt mit Bischof Rudolf Voderholzer teil. Der Bischof hatte das Rosenkranzgebet ebenso wie die Gebete der Prozession den verfolgten Christen und allen verfolgten Menschen im Nahen Osten gewidmet.

 

Dies solle ein Zeichen der Solidarität sein, sagte der Bischof. Man dürfe nicht stumm und ohne Reaktion zu sehen, wie im Irak und in Syrien Gräueltaten durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verübt würden, die das christliche Zeichen des Kreuzes als ein Symbol der Liebe in ein Werkzeug der Folter und des Todes umwandelte, indem deren Anhänger Christen kreuzigten. Das Gebetsanliegen des Rosenkranzgebetes und der Prozession richtete sich an die Verfolgten und geschundenen Menschen, die durch den IS terrorisiert würden oder vor deren Terrortaten fliehen würden. Bischof Rudolf war es wichtig, mit einer Prozession in der Öffentlichkeit diese Solidarität kundzutun und auch andere dazu aufzufordern. Neben Bischof Rudolf, Stadtdekan Roman Gerl und Domkapitular Prälat Alois Möstl beteten viele Vertreter von christlichen Vereinen und Verbänden, Geistliche, Ordensangehörige und, Vertreter der Stadt zusammen mit den Gläubigen im Hohen Dom Sankt Peter die Gesetze der schmerzhaften Rosenkranzes.

 

Nach dem Rosenkranzgebet zogen die Gläubigen mit brennenden Kerzen in der Hand betend und singend durch die Altstadt bis zur Dominikanerkirche. Bischof Rudolf dankte den Gläubigen für ihr Zeichen der Solidarität mit den Verfolgten im Nahen Osten und auf der ganzen Welt.“ Er erklärte, dass dieses Friedensgebet auf den Tag der Verleihung des Friedensnobelpreises gefallen sei. Der Bischof ging auf die Lebensgeschichte der jungen Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai ein und bezeichnete ihr Lebenszeugnis und Friedenszeugnis als „beeindruckend“. „Sie zeigt eine Art der Feindesliebe, besser gesagt Entfeindungsliebe, die Jesus uns empfohlen und vor allem vorgelebt hat“, sagte Bischof Rudolf. Darüber hinaus beweise sie, dass es „auch auf der Grundlage des Islam möglich ist, zu einer Haltung der Toleranz und der Liebe zu kommen.“ Bischof Rudolf betonte, dass nicht die Gewalt, sondern nur die Liebe, Güte und Barmherzigkeit die Welt zum Besseren verändere. Malala Yousafzai  habe viel vom Geist Jesu Christi verstanden, auch wenn sie selbst eine Muslima sei. Der Bischof forderte die Menschen auf, dass sie den Muslimen auf der ganzen Welt und auch den Christen ein Vorbild sein möge. An die Gläubigen appellierte er, eine „Kultur der Gastfreundschaft“ zu pflegen und sich ehrenamtlich um die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten zu kümmern.

TV-Aufnahmen von der diesjährigen Rosenkranzprozession können Sie bei uns sehen.

Auch einen Audiobeitrag zum Rosenkranzgebet haben wir produziert.