News Bild Ritterorden nimmt in Regensburg 19 Mitglieder auf
Ritterorden nimmt in Regensburg 19 Mitglieder auf

Unterstützung für Christen im Heiligen Land

Home / News

Regensburg, 1. Oktober 2022. Gemeinsam im Glauben zu stehen, sich aber auch dem Austausch unterschiedlicher Standpunkte zu öffnen, dazu hat Reinhard Kardinal Marx am Samstag während des Investiturgottesdienstes im Hohen Dom St. Peter Regensburg die Heilig-Grab-Ritter ermuntert. Der Erzbischof von München ist der Großprior der Deutschen Statthalterei des Ordens der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem. „Auch wenn es manchmal turbulent wird, so brauchen wir doch keine Angst davor zu haben“, sagte der Großprior während des Gottesdienstes, in dessen Rahmen 19 Kandidatinnen und Kandidaten in den Laienorden aufgenommen wurden. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes oblag den Regensburger Domspatzen, die dies auf höchstem künstlerischem Niveau durchführten.

Schreckliche Leiden in der Welt

Kardinal Marx stellte während seiner Predigt am Samstag außerdem fest, dass Glauben und Zweifeln miteinander verbunden seien. Der Kardinal sagte, dass eine Mehrheit der Menschen suchen und zweifeln. Er sprach von den „schrecklichen Leiden“, die es in der Welt gibt. Vor dem Gottesdienst hatte Spiritual Matthias Effhauser in der Niedermünsterkirche eine Statio für die Mitglieder des Ordens gehalten und geistlich auf den Gottesdienst eingestimmt. Spiritual Effhauser ist der Prior der Komturei St. Wolfgang Regensburg.

Aus der ganzen Bundesrepublik

Das Wochenende des Miteinanders und der Feiern anlässlich der Investitur dauerte seit Freitagnachmittag an, als mehrere hundert Ordensmitglieder und ihre Familienangehörigen aus der ganzen Bundesrepublik nach Regensburg angereist kamen. Die Investitur hatte bereits vor zwei Jahren stattfinden sollen, hatte aber wegen der pandemischen Lage verschoben werden müssen.

Schulen und Hochschulen im Heiligen Land

Beim Festabend in der Mensa der Universität Regensburg sagte der Deutsche Statthalter Dr. Michael Schnieders, es verdiene Anerkennung, dass die 19 Neuaufgenommenen in schwierigen Zeiten der Kirche Verantwortung übernehmen. Er warnte davor, alle Priester und Seelsorger unter einen Generalverdacht zu stellen, und forderte dazu auf, die Dinge wachsam und differenziert wahrzunehmen. Das jüngste der Neumitglieder ist 28 Jahre alt, die Hälfte sind Damen. Zu der Gruppe aus ganz Deutschland gehören z.B. Musiker, Kunstwissenschaftler, Ärzte und ein Dombaumeister. Die Deutsche Statthalterei unterstützt vor allem Bildungseinrichtungen wie Schulen und Hochschulen im Heiligen Land.

Prof. Dresken-Weiland begrüßt

Im Kolpinghaus Regensburg hatte am Freitag der Begrüßungsabend stattgefunden. Leitende Komturdame Prof. Dr. Jutta Dresken-Weiland, die der Komturei St. Wolfgang Regensburg vorsteht, hatte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Kolpinghaus begrüßt. Auch Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, der dem Orden angehört, hatte die vielen Gäste herzlich willkommen geheißen. Im Kolpinghaus auch wurde am Samstagvormittag die Kapitelssitzung der Statthalterei abgehalten. Auch der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann nahm in diesen Tagen als Mitglied an den Feiern teil (im Bild mit den Kandidatinnen und Kandidaten rechts: rechts oben).

Frauen und Männer

Der Orden der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem hat die Aufgabe, die Christinnen und Christen im Heiligen Land materiell und geistlich zu unterstützen. Die Ordensleitung hat ihren Sitz in Rom. Aufgrund politischer und ökonomisch schwieriger Verhältnisse haben die seit der Zeit Jesu an den Stätten des Wirkens Christi ansässigen Christen in hoher Zahl das Land verlassen. Zur Deutschen Statthalterei gehören über 1000 Mitglieder. Der Orden ist in mehr als 30 Ländern auf der ganzen Welt vertreten. Seit Beginn an vor 134 Jahren nimmt die Gemeinschaft Frauen und Männer auf. Zur Komturei Regensburg gehören rund 40 Mitglieder. Prof. Dr. Veit Neumann

Großprior Kardinal Marx, Bischof Dr. Voderholzer beim Gruppenbild mit den Neuaufgenommenen. Das Bild entstand beim Festabend in der Mensa der Universität Regensburg.