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Richtfest als besonderes Geschenk im Advent

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Im Juli 2006 begann es mit dem Spatenstich. Gestern wurde das Integrations- und Begegnungszentrum der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg e.V. (KJF), Am Schmidweiher 8 in Offenstetten, auf dem Gelände der Cabrinischule mit der Richtkrone geschmückt. Gemeinsam anpacken, miteinander etwas schaffen, das galt für die Handwerker und gilt künftig auch für die Begegnung behinderter und nicht behinderter Menschen im neuen Begegnungszentrum.

Es ist nicht nur ein großes Geschenk für die Fachkräfte des Sonderpädagogischen Förderzentrums der KJF in Offenstetten, welches sich gestern mit dem Richtfest für das neue Begegnungszentrum hinter dem Türchen des Adventskalenders verbarg, sondern auch für den Landkreis Kelheim. Die Kulisse für die Begegnungsstätte ist mit dem Schloss schon von weitem zu sehen. Mit seinen barocken Türmen und dem gepflegten Anwesen gehört es zu den Juwelen der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg. Juwelen kommen zur Geltung und erhalten ihren rechten Glanz, wenn sie gut geschliffen und gefasst sind. Der Schliff und die Fassung, das sind die Schwestern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Offenstetten, die sich der Förderung schwerst behinderter Kinder mit großem Engagement und Aufopferung angenommen haben. Daher ist es für sie das schönste Christkindl, wenn nun mit dem Richtfest der Tag näher rückt, an dem das neue Integrations- und Begegnungszentrum mit Leben erfüllt wird.

Erster Meilenstein des Bauprojekts noch in diesem Jahr erreicht!

Der Zimmerermeister Hermann Teubl sprach den traditionellen Handwerkersegen für das Begegnungszentrum aus. Michael Eibl, Direktor der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg freute sich sehr über die zügige Arbeit der Handwerker und bedankte sich beim gestrigen Richtfest herzlich bei allen bisher am Bauprojekt Beteiligten. „Der Landkreis Kelheim sorgt mit viel Offenheit, Interesse und der entsprechenden Unterstützung für die Integration behinderter Menschen. Seit langem schon gibt es eine Vielzahl von integrativen Bestrebungen hier in der Region. Es freut mich deshalb besonders, dass es uns nun miteinander gelungen ist, für gemeinsame Projekte und Aktivitäten nicht behinderter und behinderter Menschen eine moderne Begegnungsstätte zu schaffen“, so Michael Eibl zu den Gästen. Anton Kiermeier, zweiter Bürgermeister der Stadt Abensberg, stellte in seiner Ansprache ebenfalls die Bedeutung der Arbeit der Katholischen Jugendfürsorge nicht nur für die Belange behinderter Menschen, sondern für den gesamten Landkreis heraus. Mit ihren Einrichtungen gehöre die Jugendfürsorge zu den größten Arbeitgebern in der Region.
Aktuell realisiert die Katholische Jugendfürsorge zurzeit in der Stadt Abensberg mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 15 Millionen Euro. Dazu gehören neben dem Integrationszentrum der Neubau der Prälat Michael Thaller Schule in Abensberg und eines Wohn- und Pflegeheims in Offenstetten. Die Kosten für Sanierungen belaufen sich auf weitere 1,4 Millionen Euro.

LEADER+ Teilfinanzierung für das Integrationszentrum

"Tatsächlich lassen sich die Anfänge des Projekts Integrations- und Begegnungszentrum auf das Jahr 2002 zurückdatieren", weiß Klaus Amann, Leiter der Geschäftsstelle LEADER+ im Landratsamt in Kelheim zu berichten. Eine finnische Delegation aus der LEADER+ Region Aktivinen Pohjois-Satakuntary interessierte sich damals für den Hopfenanbau im Landkreis Kelheim. Bald war klar, dass man gemeinsam mit den finnischen Freunden im Rahmen des Förderprogramms LEADER+ der Europäischen Union, das innovative Projekte im ländlichen Raum unterstützt, ein entsprechendes Vorhaben auf den Weg bringen wollte: Die Errichtung eines Integrations- und Begegnungszentrums mit erlebnispädagogischem Erfahrungsfeld im Außenbereich sowie die Intensivierung der Kooperation mit der Region "Northern Satakunta" in Finnland. So konnte erreicht werden, dass von insgesamt 1,8 Millionen Euro Baukosten 50% von LEADER+ getragen werden. Weitere 350.000 Euro stammen von der Aktion Mensch. Den Rest bestreitet die Katholische Jugendfürsorge aus Eigenmitteln.
Mit der Planung und Realisierung des Bauprojekts sind überwiegend regionale Unternehmen beauftragt: Architekturbüro Michael Naumann (Regensburg), Ingenieurbüro Butz, Hausmann & Hiller (Amberg), Fa. Gammel Engineering (Abensberg), Ingenieurbüro Rausch (Abensberg), Landschaftsarchitekt Wachter (Regensburg), Baufirma Anton Steininger (Neunburg v. Wald), Zimmerei Teubl Hermann (Herrngiersdorf), Flachdach Fertigbau GmbH (Neutraubling).