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ReSONANZEN - die Konzertreihe

Gregorianische Gesänge im Dialog der Künste

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Regensburg, 18. November 2022

Am kommenden Christkönigssonntag, 20. November, um 16 Uhr locken nicht nur gregorianische Gesänge der Karolingerzeit in die Kirche St. Andreas, Stadtamhof in Regensburg. Künstlerseelsorge Domvikar Dr. Werner Schrüfer vermittelt einen Brückenschlag zum Kunstwerk „Das Himmlische Jerusalem“ von Heribert Krotter, so dass „Sehen“ und „Hören“ in Beziehung zu einander treten. Es singt die Schola Gregoriana Ratisbonensis unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Hönerlage. Die Veranstaltung ist Teil der Konzertreihe ReSONANZEN.

Gregorianische Gesänge sind die älteste uns schriftlich überlieferte liturgische Musik des Abendlandes. Entstanden sind sie zur Zeit der Karolinger, wohl nördlich der Alpen. Ihre lateinischen Texte schöpfen sie weitestgehend aus der Bibel.

In der unauflöslichen Verbindung mit dem liturgischen Wort besteht die hohe Kunst dieser Gesänge. Diesen Text und seine Botschaft im Gottesdienst zum Erklingen zu bringen, ist das Ziel der musikalischen Einkleidung.

Gerade der biblische Text der Gregorianischen Gesänge ist es, der die Anknüpfung an sakrale Kunstwerke verschiedenster Art ermöglicht. Denn auch diese sind ja ursprünglich geschaffen worden für den Kirchenraum, für den Gottesdienst oder die private Andacht. Sehr häufig stehen sie daher in Bezug zu liturgischen Vollzügen und zur biblischen Botschaft - sei es, dass die Kunstwerke Personen aus der Bibel darstellen, sei es, dass sie „Szenen“ aus biblischen Geschichten und Berichten zeigen oder sie auf neue Weise reflektieren.

In der neuen Konzertreihe ReSONANZEN wird daher die Auswahl der Gregorianischen Gesänge durch ihren gemeinsamen Bezug auf ein bestimmtes Thema bestimmt, das auch von anderen Künsten aufgegriffen wird. Am Ende des Kirchenjahres, dem Christkönigssonntag, ist es das große biblische Bild vom Himmlischen Jerusalem.

Den Brückenschlag zwischen beiden Kunstformen – den gregorianischen Gesängen und Heribert Krotters Bild „Das Himmlische Jerusalem“ – vermittelt das Geistliche Wort von Dr. Werner Schrüfer.

So können die Gesänge die Botschaft des Bildes „zum Sprechen bringen“ und – umgekehrt – kann dieses die gesungene biblische Botschaft illustrieren: Sehen und Hören treten in Beziehung zueinander.

Gerade in diesem Dialog kann die gemeinsame Botschaft lebendig werden – und das über einen Zeitraum von 1200 Jahren hinweg – Krotters Kunstwerk entstand 2004. Bestenfalls springt der Funke über von den Sinnen auf die Phantasie und das Herz und lässt dort das Himmlische Jerusalem „vom Himmel herabsteigen“.

Text: Christoph Hönerlage/mk
Titelbild: Schola Gregoriana Ratisbonensis, Foto: Paul Lammers

Weitere Infos

ReSONANZEN
Gregorianische Gesänge im Dialog der Künste
URBS JERUSALEM BEATA

Sonntag, 20. November 2022, 16 Uhr
St. Andreas, Stadtamhof

Heribert Krotters Kunstwerk Das Himmlische Jerusalem (2004)
im Dialog mit Gregorianischen Gesängen der Karolingerzeit