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Requiem für Dr. Karl Wölfl

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Bischof Rudolf Voderholzer zelebrierte in der Kirche St. Josef in Regensburg eine Requiem für den am 1. Januar 2014 verstorbenen Monsignore Dr. Karl Wölfl. Bischof Rudolf Voderholzer gab einen kurzen Abriss des Lebenslaufes des Verstorbenen. Wölfl leitete von 1971  bis zu seinem Ausscheiden in den Ruhestand 1993 das Seelsorgeamt im Bischöflichen Ordinariat. Sein Theologie-und Philosophiestudium absolvierte Wölfl an der Jesuiten-Universität Gregoriana in Rom. Mit Rom blieb Dr. Wölfl auch zeitlebens eng verbunden. Am 10. Oktober 1957 wurde er in Rom in der Jesuitenkirche St. Ignacio zum Priester geweiht und promovierte auch dort. Von 1960 bis 1963 wirkte er als Kaplan in Grafenwöhr und war an verschiedenen Orten als Pfarrer tätig. Zum 1. Januar 1971 wurde Dr. Wölfl von Bischof Rudolf Graber zum Ordinariatsrat ernannt, der ihn  als Nachfolger für den ersten Seelsorgereferenten im Bistum in das neu eröffnete Seelsorgeamt im Bischöflichen Ordinariat holte. Dr. Wölfl gab der neu eingerichteten Ordinariatsstelle Inhalt und Struktur. "Sein allergrößtes Verdienst ist die Aktion `Namenspatron`", sagte Bischof Rudolf in der vollbesetzten Kirche St. Josef. Dies sei eine wahre Erfolgsgeschichte im ganzen deutschsprachigen Raum geworden. Auch sei Dr. Wölfl von Bischof Rudolf Graber zu einem Synodalen des Bistums Regensburg ernannt worden. 1979 wurde er mit dem Ehrentitel Monsignore ausgezeichnet.

 

In seiner Predigt ging Bischof Rudolf auf die Bedeutung von Bildern und das Bilderverbot ein. "Im Christentum hat sich das Recht des Bildes gegen immer wieder aufbrechende Bilderstürmer langsam Bahn gebrochen“, sagte der Bischof. „Die entscheidende Einsicht ist die: Gott selbst hat in der Menschwerdung seines Sohnes, des Ebenbildes des unsichtbaren Gottes, das Bilderverbot aufgehoben. Wenn Gott selbst sein Ebenbild unter uns anschaubar, erfahrbar und spürbar gemacht hat, dann dürfen auch wir das Göttliche, das Heilige, die Heiligen darstellen“, sagte der Bischof. Bilder und Lebensbeschreibungen von Heiligen dienten den Gläubigen dazu, an den Heiligen Maß zu nehmen und auf diese Weise einen Zugang zu finden zum Herrn selbst.  Bischof Rudolf erinnerte an den Dominikanerpater Meister Ekkehard, der das Wort "Bildung" im deutschen Wortschatz verankert habe. Bildung bedeute im Ursprung eigentlich „Gleichgestaltung mit dem Ebenbild des unsichtbaren Gottes“, sagte der Bischof, und besitze daher einen zutiefst christlichen Sinn. Er wies damit auf den tiefen Sinn, den alle bildungspolitischen Maßnahmen hätten, hin, denn es gehe immer nur darum, dem Urbild des Menschen und dem Bild gelungenen Menschseins nahe zu kommen - Jesus Christus. "Karl Wölfl ist uns in dieser Richtung ein wichtiger Wegweiser… sein Vermächtnis ist uns Erbe und Verpflichtung", sagte der Bischof. Nach den Requiem wurde Monsignore Dr. Karl Wölfl auf dem Friedhof in Pentling beigesetzt.