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Requiem für Bischof em. Johannes Jobst

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Bischof em. Dr.  Johannes Jobst  SAC wurde unter großer Anteilnahme in Brennberg zur letzten Ruhe gebettet. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer zelebrierte das Requiem in der voll besetzten Wallfahrtskirche Frauenzell. Ihm zur Seite stand unter anderem Bischof Christopher Saunders aus der Diözese Broome in der Region Kimberley in  Australien.

 Bischof Rudolf umriss den Lebensweg des verstorbenen Bischofs, der  im Jahre 1950 nach Australien gesandt wurde und dort aus einer  zerrütteten Region eine lebendige und starke Diözese aufgebaut habe. 1959 sei er bereits in jungen Jahren dort zum Bischof ernannt worden.  Bischof Rudolf erklärte, dass er die Lebenserinnerungen von Bischof Jobst mit größtem Interesse gelesen habe und dass ihn vor allem das Gottvertrauen und die Zuversicht beeindruckt hätten. Um sich um seine Schutzbefohlenen besser kümmern zu können, habe Bischof Johannes sogar den Flugschein gemacht. „Ich habe ihn als wahren Grandseigneur, als apostolischen Gentleman und einen sowohl geistig als auch geistlich großen Mann kennen gelernt. Wir danken dem Herr, dass er uns Bischof Johannes gegeben hat“, sagte der Bischof.

In seiner Predigt verdeutlichte er, dass Bischof Johannes den Missionsgedanken des 2. Vatikanischen Konzils, das er von Beginn an miterlebt hatte, in seinem Leben verwirklicht habe. Bischof Johannes sei ein wahres Vorbild des Missionsgedankens. Mission und Sendung gehören zum Wesen der Kirche, sagte der Bischof. Jobst habe auch die Kultur der Aborigines respektiert und die Liturgie in deren Sprache übersetzt. „Bischof Johannes hat seine zahlreichen Talente voll eingesetzt zum Segen für die Menschen, die Kirche und die Verherrlichung Gottes!“  An die Gläubigen gewandt appellierte der Bischof: „Jeder Getaufte ist ein Missionar! Die Mission beginnt vor der eigenen Haustüre!“

 Am Ende des Requiems sprach Bischof Christopher Saunders, Bischof Jobsts Nachfolger in der Diözese Broome ein Abschiedswort. Er würdigte die Leistungen, die Bischof Johannes in Australien erbracht habe. Er habe Schulen, Konvente und Kirchen erbaut, deshalb habe man ihn „John, the builder“ genannt. Nie sei er einer Herausforderung aus dem Weg gegangen. „Bis heute profitiere ich von den Leistungen Bischof Johannes und seinen vielfältigen Kontakten nach Deutschland“, sagte Saunders und dankte in diesem Zusammenhang für die stete Hilfe aus Deutschland, die seiner Diözese zuteil werde. Bischof Johannes habe eine „fest fundierte Kirche“ hinterlassen. „His life was an inspiration“, stellte Bischof Saunders fest. Auch die Brennberger Bürgermeisterin Irmgard Sauerer, der Pfarrgemeinderatssprecher Roman Schwinger und ein Vertreter der Feuerwehr Frankenberg zollten dem Verstorbeben Respekt und Dank für sein Wirken.

Zum Schluss wurde ein persönlicher Abschiedsbrief eines Freundes Michael O´Connor verlesen, ehe Bischof Johannes auf dem Brennberger Friedhof seine letzte Ruhe fand.