News Bild Reliquien der heiligen Kirchenlehrerin Therese von Lisieux im Regensburger Dom

Reliquien der heiligen Kirchenlehrerin Therese von Lisieux im Regensburger Dom

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(pdr) Am Samstag, 5. Mai, und Sonntag, 6. Mai, werden die Reliquien der heiligen Therese von Lisieux (1873-1897) in Regensburg zur Verehrung ausgestellt. Dem feierlichen Empfang der Reliquien am Westportal des Domes mit Weihbischof Reinhard Pappenberger folgt eine Pontifikalvesper, die die Regensburger Domspatzen musikalisch gestalten. Beginn ist um 15 Uhr. Mallersdorfer Schwestern, Passionisten und Mitglieder des Evangelisationswerks e. V. geben in den folgenden Stunden geistliche Impulse. Zwischen 19 und 20 Uhr ist eine Zeit für die stille Verehrung vorgesehen. Dann wird ein Abend der Barmherzigkeit mit Musik, Gebet, Zeugnis, Impulsen und der Möglichkeit zur Beichte abgehalten. Die Gestaltung dafür hat die katholische Jugendorganisation Jugend 2000 übernommen. Den Abschluss des Tages wird die gesungene Komplet bilden. Am Sonntag wird im Dom der Abschlussgottesdienst gefeiert, bei dem der Regensburger Karmelitenpater Theophan Beierle OCD die Predigt hält.

Zuvor befinden sich die Reliquien der Tochter des Karmelitenordens in der Diözese Eichstätt, anschließend an die Ausstellungszeit in Regensburg und Schwandorf in der Diözese Würzburg. Initiiert hat die Verehrungsmöglichkeit in den verschiedenen Bistümern das Augsburger Theresienwerk e. V., das 1972 gegründet wurde, um den 100. Geburtstag der Heiligen 1973 angemessen zu begehen. In einem Vortrag bald nach der Gründung des Werkes beschrieb der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Graber die „kleine Heilige“ als „Gegenprophetin“, die Gott in der Zeit der „großen Propheten der Gottlosigkeit“, Marx, Engels und Nietzsche, erweckt habe. „Sie hat mit der Botschaft vom Kindsein in der Abhängigkeit von Gott gelebt“, erklärte dazu kürzlich Pater Theophan.

Resl von Konnersreuth erfuhr anlässlich der Seligsprechung Thereses 1923 und der Heiligsprechung 1925 durch Papst Pius XI. Heilungen. Auch die französische Chansonsängerin Edith Piaf schrieb ihre Heilung von der Blindheit der Heiligen zu. Mutter Teresa von Kalkutta sah in der kleinen Therese ihre Patronin. Papst Johannes Paul II. proklamierte die heilige Therese vom Kinde Jesus und vom heiligen Antlitz 1997 im Apostolischen Schreiben „Divini Amoris Scientia“ zur Kirchenlehrerin. Diese Ehre wurde bis dahin Katharina von Siena und Teresa von Avila zuteil. Pius XI. war es auch, der Therese 1927 zur Missionspatronin ernannte.

Im Bistum Regensburg ist die karmelitische Tradition vor allem bei den Beschuhten Karmeliten in Straubing lebendig, bei den Unbeschuhten Karmeliten im Kloster St. Josef in Regensburg und im Kloster auf dem Kreuzberg Schwandorf, bei den beschaulichen Karmelitinnen im Kloster in Vilsbiburg sowie bei den Marienschwestern vom Karmel (dritter Orden) in Regensburg und im Anbetungskloster Theresianum in Konnersreuth. (ven)

Programm

Samstag, 5. Mai 2007

15:00 Uhr
Feierlicher Empfang der Reliquien der heiligen
Thérèse von Lisieux am Westportal des Domes
mit Weihbischof Reinhard Pappenberger,
anschließend Pontifikalvesper im Hohen Dom St. Peter,
mit den Regensburger Domspatzen

16:00 – 17:00 Uhr
Heilige Thérèse von Lisieux – ein Mensch wie du und ich
Gebet in den Anliegen unsere Zeit
Gestaltung: Mallersdorfer Schwestern

17:00 – 18:00 Uhr
„Man kann niemals zuviel Vertrauen auf den
lieben Gott haben.“ Gebete, Lieder und Texte der
Heiligen, die uns in die Hoffnung stärken
Gestaltung: Passionisten Schwarzenfeld

18:00 – 19:00 Uhr
Aus Liebe leben – ohne jede Furcht!
Betrachtung und Lieder nach den Gedichten der
heiligen Thérèse
Gestaltung: Evangelisationswerk

19:00 – 20:00 Uhr
Zeit zur stillen Verehrung

20:00 Uhr
Abend der Barmherzigkeit
Musik, Gebet, Zeugnis, Impuls, Beichtgelegenheit
Gestaltung: Jugend 2000

22:00 Uhr
Gesungene Komplet als Tagesabschluss

Sonntag, 6. Mai

10:00 Uhr
Abschlussgottesdienst und Verabschiedung der Reliquien
Prediger: P. Theophan Beierle OCD