News Bild „Religionsfreiheit muss als Menschenrecht anerkannt werden“ – Regensburger Kreuzweg mit Bischof Rudolf

„Religionsfreiheit muss als Menschenrecht anerkannt werden“ – Regensburger Kreuzweg mit Bischof Rudolf

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Zahlreiche Regensburger waren am Abend des Palmsonntags der Einladung von Bischof Rudolf Voderholzer gefolgt, mit ihm den Kreuzweg hinauf zur Regensburger Dreifaltigkeitskirche zu beten. Oben angekommen sprach der Oberhirte zu den Gläubigen: „Uns ist eine wunderbare Abendstimmung geschenkt. Wir wissen, der erste Frühlingsvollmond ist das traditionelle Signal für den Ostertermin. Die Stadt liegt uns zu Füßen. Hier vom Balkon von Regensburg aus sehen wir besonders eindrucksvoll die vielen Lichter der Stadt. Aber wir wissen auch, dass hinter vielen der erleuchteten Fenstern Not, Elend und Kreuz zu Hause sind.

Die Betrachtungen zum Kreuzweg haben uns eingeladen unseres eigenes Kreuz und das Kreuz derer, die in unserer Umgebung leben ins Gebet hineinzunehmen. Auch gehen mir durch Herz und Kopf diejenigen, die das Kreuz der Heimatlosigkeit, das Kreuz der Obdachlosigkeit zu tragen haben. Die Menschen, die auf der Flucht sind, jetzt nicht mehr weiter können und auch nicht zurück wollen. Beten wir für die Verantwortlichen, dass sie Lösungen finden, die doch über das hinausgehen, was gegenwärtig offenbar der Weisheit letzter Schluss ist: Nämlich Riegel vorzuschieben und Grenzen dichtzumachen. Wahre Lösungen werden doch hoffentlich noch anders ausschauen können. Ich habe auch keine Patentrezepte aber es geht um Menschen, die von Gewalt und Terror aus ihrer Heimat vertrieben worden sind“, betonte Bischof Voderholzer.

Alle fünf Minuten wird ein Christ getötet

Ihnen müssten die Gläubigen, so Bischof Rudolf, das Werk der Barmherzigkeit, ein Obdach zu geben, auch leisten. Viele Menschen hätten die Gläubigen deshalb ins Gebet zu nehmen. Nicht zuletzt die, die aufgrund ihres Glaubens an den Gekreuzigten selber ihr Leben hingäben. Eine aktuelle und ernstzunehmende Statistik besage, dass alle fünf Minuten weltweit ein Christ für seinen Glauben an den Gekreuzigten massakriert und zu Tode gebracht werde. „Das ist unvorstellbar! Ich spüre das Kreuz der Hilflosigkeit, das Kreuz der Machtlosigkeit angesichts dieser Meldungen. Man hört den Schmerz, die Trauer der Menschen, die sich im Stich gelassen fühlen von der westlichen, ja im Grunde der christlichen Welt.

Wo können wir ansetzen, wie können wir helfen. Der Herr möge uns Wege zeigen für eine nachhaltige und effektive Hilfe für unsere Schwestern und Brüder im Glauben. Danken wir dafür, dass wir den Kreuzweg betend und betrachtend gehen dürfen und dass wir ihn nicht real gehen müssen. Aber versuchen wir, alles in unserer Macht stehende zu versuchen, dass es denen, die ihn real gehen müssen irgendwie besser geht und dass Religionsfreiheit überall auf der Welt als Menschenrecht anerkannt und verwirklicht wird“, so Bischof Rudolf Voderholzer abschließend.

Kreuzweg zur Dreifaltigkeitskirche

14 Stationen säumen den Kreuzweg vom Regensburger Steinweg hinauf zur Dreifaltigkeitskirche. Die Bilder der Stationen zeigen auf eindrucksvolle Weise den Leidensweg Christi von seiner Kreuzigung bis hin zur Auferstehung. Am Abend des Palmsonntags betet Bischof Rudolf traditionell mit den Priestern und Seminaristen die traditionelle Via crucis. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler begleiten in Gebet und Gesang ihren Oberhirten. Angekommen an der Dreifaltigkeitskirche erwarten die Gläubigen den langen Zug um Bischof Rudolf, um mit ihm zu beten und zu singen und den Segen von ihm zu erhalten.