News Bild Regionaltreffen der Ordensleute der Region Regensburg in der Pfarrei St. Wolfgang in Regensburg

Regionaltreffen der Ordensleute der Region Regensburg in der Pfarrei St. Wolfgang in Regensburg

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Unter dem Motto „Mit Jesus auf der Suche nach unserer Berufung“ stand das diesjährige Regionaltreffen der Ordensleute der Region Regensburg. Am Samstagvormittag bildete die Heilige Messe in der Pfarrkirche St. Wolfgang im Regensburger Stadtteil Kumpfmühl den geistlichen Auftakt des gemeinsamen Tages.

 

Prälat Pfarrer Alois Möstl hieß die Ordensfrauen und -männer auf das herzlichste in der Wolfgangskirche willkommen, die heuer ihr 75-jähriges Weihejubiläum feiern kann. "Im Jahr des geweihten Lebens", so Ordinariatsrätin María Luisa Öfele, Verantwortliche für die Orden und Geistlichen Gemeinschaften im Bistum Regensburg, "gehen wir mit unseren Regionalen Ordenstreffen bewusst in die Pfarreien, um ein Zeugnis von der Schönheit der Berufung zu geben und mit den Gläubigen vor Ort die Eucharistie zu feiern und ins Gespräch zu kommen". Pater Peter Hinsen SAC war nicht nur der Zelebrant der Heiligen Messe sondern auch Referent des nachfolgenden Vortrages zum Thema "Mit Jesus auf der Suche nach unserer Berufung - Impuls für eine heutige Ordensspiritualität". Der Pallotinerpater aus Friedberg bei Augsburg, Jahrgang 1944, und seit 1971 Priester, kann auf eine langjährige Tätigkeit als Seelsorger, Dozent und Erwachsenenbildner sowie als Gemeinde- und Erwachsenenkatechet zurückblicken.

"Jesus braucht keine Bewunderer, er braucht Nachfolger"

 

Mit diesem Satz des dänischen Theologen und Philosophen Søren Kierkegaard (1813-1855) führte Pater Hinsen in seinen Vortrag ein. Berufung sei nicht nur ein Thema für Ordensleute, sondern für alle Christen, die Berufung der Ordensleute habe aber einen großen Zeichencharakter für die Weltchristen. Er stellte verschiedene Stationen des Lebens Jesu vor und zeigte dann auf, welche Hilfestellungen diese Stationen für die Berufung der Ordensleute geben. So stand Jesus in der Glaubenstradition seiner Eltern und damit der des gesamten Volkes Israel, dem sich Gott offenbarte. Für Pater Hinsen stellte sich die Frage: "Haben wir als Ordensleute die Fähigkeit, so wie Abraham im Alten Bund die Zeichen der Zeit als Weisungen Gottes zu erkennen?" Jesus nahm die Unterscheidung der Geister vor, was Pater Hinsen in die Frage formulierte: "Tun wir Gutes, um die Liebe Gottes in die Welt zu tragen, oder um Anerkennung von der Welt zu bekommen?" Jesus lebte den Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes in Wort und Tat - "Erleben uns die Menschen so, dass sie sagen können, jener ist eine Tochter, ein Sohn Gottes?" Die Ordensleute sollten einander Mut machen zur Nachfolge Jesu Christi, so Pater Hinsen, Jesus selbst sei seinen Weg nicht aus einem Muss oder aus Tradition heraus gegangen, sondern aus Begeisterung für die Liebe Gottes, die er dann an die Menschen weitergegeben habe. Er schloss seine Ausführungen mit einem Leitwort des hl. Vinzenz Pallotti (1795-1850), dem Ordensgründers der Pallottiner: "Unser Vorbild ist Jesus Christus".

 

Dem Vortrag folgte ein reger Austausch unter den anwesenden Ordensleuten, erst in Kleingruppen, dann in der großen Runde. Mit dem Gebet des Angelus und dem gemeinsamen Mittagessen schloss das diesjährige Regionaltreffen der Ordensleute der Region Regensburg.