News Bild Regensburgs Markenbotschafter auf neuen Wegen in die Zukunft – Neuerungen bei den Regensburger Domspatzen

Regensburgs Markenbotschafter auf neuen Wegen in die Zukunft – Neuerungen bei den Regensburger Domspatzen

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Für die Domspatzen geht ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr zu Ende. Neben zahlreichen Auftritten beim Katholikentag in Regensburg war die vierzehntägige Reise des Chores in die USA der Höhepunkt im vergangenen Schuljahr. Doch: Nach dem Schuljahr ist vor dem Schuljahr: 37 neue Spatzen haben sich fürs Gymnasium im kommenden Schuljahr angemeldet. Die Verantwortlichen nutzen nun den August, um die Weichen für eine gute Zukunft des Schulzentrums „Regensburger Domspatzen“ zu stellen.

Jeden zweiten Samstag schulfrei

Erste Veränderungen wurden bereits vom Stiftungsrat ab dem kommenden Schuljahr beschlossen: Die Domspatzen haben nur noch jeden zweiten Samstag Schulunterricht. „Viele hält der Samstagsunterricht ab, zu uns zu kommen. Das haben uns Eltern immer wieder bestätigt“, erläutert Roland Büchner. Ob das wirklich so ist, müsse sich aber erst zeigen. Jeden Samstag frei zu machen, ginge letztendlich auf Kosten der Schüler, die Woche wäre mit Unterricht, Hausaufgaben und Chorproben viel zu dicht gedrängt. „Wir müssen unsere Kinder immer gut im Blick haben“,  sorgt sich Büchner. 

Der Gesang beim sonntäglichen Kapitelsamt um 10.00 Uhr im Dom bleibt selbstverständlich die Hauptaufgabe der Domspatzen. Daran wird nicht gerüttelt. Und es kann durchaus möglich sein, dass mal an einem schulfreien Samstag projektweise im Chor geprobt wird. „Unter all diesen Neuerungen darf die Qualität unserer Chorarbeit nicht leiden“, betont der Domkapellmeister. Für die Internatsschüler, die sowohl aus Bayern wie auch aus ganz Deutschland kommen, bietet das Internat an den schulfreien Samstagen besondere Angebote an.

Der Domspatzentag wird kürzer

Chor- und Studierzeiten wechseln mit Freizeitbeschäftigungen am Nachmittag organisch ab. Die Eltern können zusammen mit ihren Schülern entscheiden, wann der Tag endet: Entweder gleich nach den Chorproben um 16.30 Uhr oder eben wie bisher erst um 18.30 Uhr. Bis zum Abend steht den Schülern eine attraktive und kreative Betreuung zur Verfügung. Und auch die Abendproben für die Männerstimmen enden nun spätestens um 18.00 Uhr.

Beide Maßnahmen, der vierzehntägige freie Samstag und der wahlweise kürzere Tag, stehen im ersten Jahr auf dem Prüfstand. Ab dem Schuljahr 2015/16 sollen außerdem die Ferienzeiten mit Ausnahme der Osterferien an den bayerischen Schulkalender angeglichen werden. Das erleichtert Familien die gemeinsame Urlaubsplanung.  Insgesamt erhoffen sich die Regensburger Domspatzen in einem ersten Schritt durch diese höhere Flexibilität, für (musikalische) Jungs noch attraktiver zu werden.

Generalsanierung des Musikgymnasiums

Im kommenden Jahr beginnt dann die Generalsanierung des Musikgymnasiums. Also stehen auch da beste und modernste  Lern- und Arbeitsbedingungen ins Haus. Kleine Klassen, individuelle ganzheitliche Förderung der Kinder, eine gute musikalische Ausbildung und die Vorbereitung auf ein Leben nach der Schule durch gute pädagogische Betreuung im Internat: Das Schulzentrum Regensburger Domspatzen ist auf einem guten Weg und bleibt ein Juwel in der Schullandschaft.

Und wer meint, dass nach Tempe (Arizona), New York und Washington D.C. nicht mehr viel kommen kann, wird sich täuschen. Das Chormanagement bastelt bereits mit Hochdruck an attraktiven Konzerten in den kommenden zwei Jahren.

Anerkennung für Chorkunst der Domspatzen

„Egal wo und in welcher Zeit sich diese jungen Stimmen befinden, Intonations- und Stilsicherheit, natürlicher Ausdruck und Singfreude bei höchster Konzentration vereinen sich stets.“ So titelte kürzlich erst eine Zeitung im Norden Deutschlands. Wo die Regensburger Domspatzen auch hinkommen, ernten sie hohe Anerkennung für ihre Chorkunst.

Doch für Domkapellmeister Roland Büchner ist das noch lange nicht alles: „Unsere Schüler bekommen neben einer guten musikalischen auch eine hervorragende schulische Ausbildung“, betont Büchner. Schule, Internat und Chor trügen ihren Teil dazu bei, dass die Buben sich hervorragend entwickeln und zu eigenständigen  Persönlichkeiten reifen können. „Musikalische Bildung ist immer auch Persönlichkeitsbildung“, so Büchner.

Schulische Leistungen können sich sehen lassen

Die Domspatzen können sich mit ihren schulischen Leistungen sehen lassen: Vier von 40 Abiturienten schlossen in diesem Jahr mit der Traumnote 1,0 ab. „Regelmäßig vor vielen Menschen auf der Bühne zu stehen, sich auf neue Situationen einzustellen, das sind Erfahrungen, die die Schüler im Leben und im späteren Beruf nach vorne bringen“, ist Büchner überzeugt.

Dennoch dürfe man sich nicht darauf ausruhen. Die Gesellschaft wandle sich, Eltern und Kinder haben heutzutage andere Ansprüche und Wünsche. „Darauf müssen wir reagieren“, sagt der Domkapellmeister. Dabei gehe es in Zukunft noch mehr darum, die Strukturen so anzulegen, dass Familienleben und Domspatzenleben noch besser zu vereinbaren sind.

Die Träger der Institution sowie die Verantwortlichen für Gymnasium, Internat und Chor nutzen deshalb die nächste Zeit, genau hinzusehen und die Domspatzen als Bildungseinrichtung für die Zukunft fit zu machen. Das Angebot von Schule und Internat soll noch individueller und zielgerichteter werden.

Aktuelle Informationen zu den Regensburger Domspatzen und auch darüber, wie man einer werden kann, gibt es im Internet unter www.domspatzen.de