News Bild Regensburger Gläubige bekunden mit Applaus Solidarität zum Heiligen Vater - Bischof Gerhard Ludwig ehrt zwei Geistliche mit Päpstlichen Auszeichnungen

Regensburger Gläubige bekunden mit Applaus Solidarität zum Heiligen Vater - Bischof Gerhard Ludwig ehrt zwei Geistliche mit Päpstlichen Auszeichnungen

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Im Rahmen einer Pontifikalmesse zum Priesterdonnerstag in der Regensburger Niedermünsterkirche hat Bischof Gerhard Ludwig Müller durch die Übergabe der päpstlichen Urkunden die Ernennung von Prälat Dr. Albert Rauch zum Apostolischen Protonotar und Pfarrer Martin Neumaier zum Päpstlichen Ehrenkaplan bekräftigt.

Zum Beginn des Gottesdienstes, den rund 500 Gläubige mit dem Regensburger Oberhirten feierten, erklärte Bischof Gerhard Ludwig Müller, dass man durch die Ereignisse der vergangenen Tage eine traurige Kampagne gegen den Heiligen Vater miterleben musste, die aber in keiner Weise gerechtfertigt sei. Die Gläubigen sollten sich durch Falschmeldungen, die täglich durch die Medien geisterten, nicht beirren lassen. Die Bitte des Bischofs, sich voll und ganz zum Heiligen Vater zu bekennen, und in diesen schweren Tagen für ihn zu beten, beantworteten die Gläubigen mit langem Applaus.

Der Priesterdonnerstag, so der Bischof in seiner Predigt, diene dazu, im Gebet für neue Priester zu bitten, die dem Herrn als gute Arbeiter in seine Ernte geschickt werden sollen. Blicke man auf das Amt des Priesters, so könne man dies zum Einen subjektiv betrachten, indem sich jeder Einzelne die Frage stellt, ob Christus uns beruft, damit wir durch unser Zeugnis, unsere Person und durch die Kraft Gottes das Wort verkünden und als guter Hirte die Menschen um uns versammeln sollen. Andererseits gebe es eine objektive und sakramentale Sicht der Berufung, in der sich die Frage nach dem eigentlichen Kern des priesterlichen Dienstes stelle. Der eigentliche Kern richte sich dabei immer nach Jesus Christus aus, der als endgültiger Vermittler zwischen Gott und den Menschen und mit vollkommener Selbsthingabe wirkte. Am Kreuz habe Jesus sein Leben hingegeben, um damit für ewige Zeiten uns die Gemeinschaft mit Gott zu schenken. Die Gott-menschliche Einheit Jesu Christi sei daher die Grundlage für seine Heilstätigkeit als Erlöser, hob Bischof Gerhard Ludwig hervor.

Die Priester seien mit Jesus Christus in einer Aktionsgemeinschaft geeint. Dieses Bündnis verleihe ihnen die Vollmacht das Leben Christi zu bezeugen. In dieses Leben stelle sich jeder geweihte Priester hinein, um damit das Leben Jesu Christi zu vergegenwärtigen.

„Der Dienst des Priesters ist lebensnotwendig. Dabei gibt es keine Alternative zwischen einem sogenannten modernen Leben oder der Zuwendung zur Kirche. Die Kirche ist die alleinige Macht, denn die Botschaft Jesu Christi verhallt niemals“, betonte der Bischof abschließend und forderte alle Gläubigen auf, zusammen aus vollem Herzen zu beten, dass die Begnadigung zur Berufung zum priesterlichen Dienst bei vielen jungen Männern geweckt werde.(jas)